Geschichte

Beschreibung

Als 13-jähriges Mädchen muss Ursala als Einzelkind in der Nachkriegzeit der Adenauer-Ära erwachsen werden. Während ihre Eltern durch die NS-Zeit ihre damalige Jugend nicht ausleben konnten und nun ein verkrampftes Verhalten an den Tag legen, findet sich Ursula zwischen all dem Kleinbürger*innentum, dem Konsumalltag und ihrer ersten Periode wieder. Sie nimmt ihre äußeren und inneren Grenzen immer wieder wahr und entwickelt dabei eine depressive Seele. Wer oder was ist Ursula denn nun und was möchte sie eigentlich vom Leben?

Der Film ist ein autobiografischer Werk von Jutta Brückner. Er spiegelt dabei das gesellschaftliche Problem zu der Zeit wieder, indem sich viele Mädchen bzw. die Jugend damals befanden .

Beschreibung

Die kuratierte Selektion der Retrospektive der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin wurde von der Deutschen Kinemathek ausgewählt und umfasst Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus der BRD (vor und nach der Wende) und DDR der Jahre 1966-1998. Die Werke zeigen die Perspektive der Filmmacherinnen und Protagonistinnen auf ihre sich verändernden Lebenswelten in einer sich wandelnden Gesellschaft, Produktionsbedingungen des jeweiligen Kontextes und wie Beziehung zwischen Alltag, Arbeit und Persönlichem miteinander im Austausch stehen.

Folgende Filme sind auf der DVD enthalten: 

  • Manöver (Regie: May Spils) 
  • Neun Leben hat die Katze (Regie: Ula Stöckl) 
  • Sie (Regie: Gitta Nickel)
  • Ich denke oft an Hawaii… (Regie: Elfi Mikesch)
  • Heim / Verbotsfilm (Regie: Angelika Andrees und Petra Tschörtner)
  • Dress Rehearsal und Karola 2 (Regie: Christine Noll Brinckmann)
  • Das Fahrrad (Regie: Evelyn Schmidt)
  • Die Mitspeisenden (Regie: Hermine Huntgeburth)
  • Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann (Regie: Helke Misselwitz)
  • Miss World (Regie: Barbara Marheineke)
Beschreibung

Das Patriarchat kann nicht existieren ohne Hierarchie und ohne „die Anderen“, egal, ob Juden, Schwarze oder Frauen. Darum müssen wir Rassenhass und Frauenhass gleichzeitig bekämpfen.

Gerda Lerner (1920-2013) war einer der wichtigsten Frauenfiguren des 20. Jahrhunderts. Die jüdische Österreicherin , die vor den Nazis in die USA floh, schrieb wichtige Werke wie Die Entstehung des Patriarchats und Die Entstehung des feministischen Bewusstseins. Lerner wandte aber auch schon früh das Prinzip der Intersektionalität an, da sie sich stark für die Überschneidungen von Race oder Klasse interessierte, z. B. durch ihre Studie Schwarze Frauen im weißen Amerika im Jahre 1972. Zudem etablierte sie 1980 den ersten Studiengang in Frauengeschichte in den USA. Die Doku zeigt den persönlichen, beruflichen und politischen Weg einer feministischen Pionierin.