Geschichte

Кризис маскулинности / The masculinity crisis - Фонд им. Генриха Бёлля в России

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Beschreibung

Seit der Neukonfigurierung von Geschlechter- und Familienbeziehungen in den 1990ern entwickelten sich bei vielen Männern Frustration und Widersprüche, die sogenannte „Männlichkeitskrise“. Irina Tartakovskaya, Senior Research Fellow am Föderalen Forschungszentrum für Soziologie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Genderforscherin und Kandidatin der Sozialwissenschaften, erklärt dieses Phänomen für den russischen Kontext. Dabei nimmt sie auch Bezug auf die mediale Darstellung russischer hegemonialer Männlichkeit. Wie drückt sich diese Krise im Dating- und Sexleben von Männern aus? Wie genau entsteht die Opfermentalität vieler Männer? Und was hat das alles mit Frauenfeindlichkeit zu tun?

Три волны исследования маскулинности / Three waves of masculinity research - Фонд им. Генриха Бёлля в России

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Beschreibung

In diesem Video erklärt Irina Tartakovskaya, Senior Research Fellow am Föderalen Forschungszentrum für Soziologie der Russischen Akademie der Wissenschaften, Genderforscherin und Kandidatin der Sozialwissenschaften, die drei Wellen der Männlichkeitsforschung. Während die erste Welle in den 1970ern/80ern sich noch ähnlich der Frauenbewegung für mehr Selbstbestimmtheit und gegen die Geschlechterrollen einsetzte, betonte die zweite Welle das Konzept der hegemonialen Männlichkeit. Hier erklärt sie, wie der Schwerpunkt dieses Konzeptes sich im Laufe der Zeit wandelte. Aus der dritten Welle entstammen Begriffe wie „Trophy wife“. An dieser Stelle orientieren sich männliche Identitäten an gesellschaftlichen Ideologien und kulturellen Kontexten. Diese Identitäten sind geprägt von Konkurrenz, Aggressivität und Angst. Sie beschreibt außerdem das Spannungsverhältnis zu Frauen.

Beschreibung

In der Gehrenseestraße 1 wohnten vor allem vietnamesische Vertragsarbeiter*innen, die ab 1980 in die DDR kamen. Regisseur Duc Ngo Ngoc interviewt Nguyen Anh Tuan, der hier als Kind wohnte.

1980 trat ein Abkommen zur Übernahme von Arbeitskräften zwischen der DDR und Vietnam in Kraft. Daraufhin kamen rund 60.000 vietnamesische „Vertragsarbeiter*innen“ nach Ostdeutschland, von denen 16.000 nach der Wiedervereinigung im Land blieben und ihre Familienangehörigen nachholten - Nguyen Anh Tuan war einer von ihnen. Er lebte von 1990 bis 1997 als eines der ersten Kinder im Wohnheim Gehrenseestraße.  

Im Film besucht er die verlassene Wohnsiedlung, erzählt von der Geschichte seiner Familie und teilt persönliche Familienfotos aus der Zeit. „Die ersten Jahre habe ich mich nicht raus getraut“, erinnert sich Nguyen Anh Tuan an die „ausländerfeindliche Begrüßungskultur“. Er erinnert sich aber auch an Sticker aus dem Bravo Magazin und daran, dass deutsche Wort „Fahrrad“ zu lernen. In engen Schlafzimmern eröffneten einige Familien die ersten Lokale, die heute erfolgreiche Restaurants sind. „Liebe und Zusammenhalt waren unter Vietnamesen das Stärkste und das Schönste, was ich hier erlebt habe“, hält er fest.

Rassismus im Wandel - Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e. V.

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Beschreibung

Das Erklärvideo macht deutlich, wie austauschbar die rassistischen „Feindbilder“ im Laufe der Zeit in Deutschland wirken. Egal, ob es jüdische Personen, Gastarbeitende oder Geflüchtete sind — die „Anderen“ sind immer Schuld. Das Video regt dazu an, die Rassismusdebatten der vergangenen 100 Jahre zu reflektieren: Wer war davon betroffen und wieso? Welche Merkmale prägten die Debatten? Welche Rolle spielte Gender dabei? Wie wurde die Debatte in den Medien dargestellt? Und die größte Frage dabei ist: Was hat sich am Rassismusproblem verändert?

Antimuslimischer Rassismus erklärt - Interview und Analyse mit Prof.in iman Attia - Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e. V.

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Beschreibung

Diskurse entwickeln sich schnell weiter und gleichzeitig auch deren Begrifflichkeiten: Prof. Dr. Iman Attia (Alice Salomon Hochschule Berlin) erklärt, wieso sie im Feld des antimuslimischen Rassismus forscht und was diesen Begriff von z.B. Islamfeindlichkeit unterscheidet. Sie erklärt Öczan Karadeniz vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften wo laut Rassismusforschung die Ursprünge von Rassismen liegen: Von der Vertreibung jüdischer Personen und Muslim*as in Europa über die Konstruktion des „Orient“und „Westens“ bis zu aktuellen Einwanderungsdebatten in Deutschland. Welche Rolle spielen dabei mediale und politische Bilder und welchen Einfluss haben sie auf die Gesellschaft? Wie gleichen Privatpersonen diese Bilder mit eigenen Erfahrungen ab? Was kann getan werden, um antimuslimischen Rassismus entgegenzuwirken?

trailer Zora - Christine Lamberty

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Beschreibung

Der Dokumentarfilm behandelt die Geschichte der Roten Zora, die sich in den 1970ern und 80ern in der BRD als feministische und militantische FrauenLesbenvereinigung geheim organisierte. Sie ging aus dem Kontext der Studierendenbewegungen, der Frauenbewegungen und den sogenannten Revolutionären Zellen hervor, die als linksextremistisch eingestuft wurden und sich der Autonomen Bewegung zuordneten. Ihr Aktivismus positionierte sich u. a. gegen Gewalt gegen Frauen, Gen- und Reproduktionstechnologien und dem Ausbeutungsmechanismus des Patriarchats. Allen voran stand sie aber für die Emanzipation und Selbstbestimmung von FrauenLesben. Der Film lässt ehemalige Zoras sprechen, interviewt aber auch Zeitzeug*innen und eine Historikerin. Zudem werden FrauenLesben zur Kontextualisierung des heutigen Geschehens befragt.