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Medizin

Beschreibung

Die 10-jährige Sophia wusste bereits mit 4 Jahren, dass sie ein Mädchen und kein Junge ist. Aus verschiedenen Perspektiven wird gezeigt, wie Menschen aus ihrem nächsten Umfeld damit umgegangen sind: Wie war das für ihre Eltern, ihre Brüder oder für Lehrende in der Grundschule? Was hat ihnen dabei geholfen und welche Fragen können dabei auftauchen. Wichtiger aber noch: Warum wollte Sophia so heißen? Was mag sie und was nicht? Und wie geht sie mit ihrer bevorstehenden Pubertät um? Die Dokumentation zeigt, dass Transgeschlechtlichkeit schon im frühen Alter ein Gefühl und auch eine selbstbestimmte Entscheidung sein kann.

Hermes & Aphrodite | Animierter Kurzfilm - Invisible Avantgarde

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Sascha wird bis zum Teeniealter von allen als Mädchen wahrgenommen. Doch unter Gleichaltrigen wird bereits getuschelt, weil Sascha kein „typisches“ Mädchen ist. Irgendwann stellt Sascha fest, dass Sascha mehr als ein Mädchen ist und vertraut sich der Mutter an. Nachdem die Familie beim Arzt war, wird Intergeschlechtlichkeit festgestellt. 

Intergeschlechtlichkeit bezieht sich auf eine „uneindeutige“ biologische Zuordnung in ein binäres Geschlechtersystem, also männlich oder weiblich. Dabei kann es sich auf die inneren und äußeren Geschlechtsteile oder Körpermerkmale, Hormone oder Chromosomensätze beziehen. Es kann von Geburt an oder, wie bei Sascha, erst im Laufe der Zeit sichtbar werden.

Der Arzt im Kurzfilm empfiehlt eine Hormonbehandlung und geschlechtsangleichende Operation , sodass Sascha körperlich zu einer biologischen Frau werden kann. Auch Saschas Mutter fürchtet um ihre Wunschvorstellung, dass Sascha ein „normales“ heteronormatives Leben mit Kindern in der Zukunft führt. Alles wird zu viel und Sascha haut ab. Versunken in einer mystischen Welt mit Schaman*innen, griechischen Sagen des Hermaphroditos und zauberhafter Natur, findet Sascha hier Frieden mit sich selbst und auch den Eltern – und zwar so, wie Sascha nun mal ist.

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Luisa Szabo und Theresa Berwian sind eine Woche lang in einer der führenden Abtreibungskliniken Süddeutschlands. Während dieser Zeit sprechen sie mit unterschiedlichen Patient*innen. Aus welchen Gründen treiben Personen ab und welche Unterstützung erfahren sie dabei, und von wem? Wie viel kann ein Schwangerschaftsabbruch kosten? Entgegen dem Vorurteil, dass vor allem Minderjährige einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen, haben in dieser Klinik 60 % der Patient*innen bereits Kinder und der Großteil ist zwischen 18-34 Jahre alt. Dennoch entscheiden sich kurz vor der Abtreibung 15 von 100 Schwangeren doch noch gegen den Schwangerschaftsabbruch. 

Die Doku gewährt vor allem Einblick in die medizinische Perspektive eines Schwangerschaftsabbruches: Wie können Föten in welchem Stadium aussehen? Wie können Schwangerschaften trotz Verhütungsmitteln wie der Kupferspirale geschehen? Welche Komplikationen können zu einem Schwangerschaftsabbruch führen? Welche Schritte kann es bei einem Schwangerschaftsabbruch, abhängig von der Methode, geben? Vor allem die Beweggründe des Arztes werden gezeigt: Was hat Friedrich Stapf, einer der bekanntesten Abtreibungs-Ärzte in Deutschland, motiviert, tagtäglich Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen?

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Innerhalb der letzten 15 Jahren (Stand Sommer 2019) ging die Zahl der Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, in Deutschland um 40 % zurück. Laut pro familia stehen deshalb viele vor der Herausforderungen, keine selbstbestimmte Wahl der drei Methoden des Schwangerschaftsabbruches treffen zu können, da das Angebot in Wohnortsnähe beschränkt ist: Nur noch 1200 Praxen und Kliniken in ganz Deutschland dienen als Anlaufstellen.

Ein Grund für diesen Rückgang des Versorgungsangebotes ist die unzureichende Ausbildung im Medizinstudium. Sebastian Meinberg besucht den sogenannten „Papaya-Workshop“ an der Charité Berlin. Der selbstorganisierte Kurs wird von den Medical Students for Choice organisiert, die diese Praxislücke im Medizinstudium für Interessierte schließen wollen. Dort lernen die Studierenden durch Eigeninitiative auch, wie die drei Methoden des Schwangerschaftsabbruches durchgeführt werden.

Zu Wort kommt u. a. Dr. med. Gabriele Halder, die wie andere den Rückgang praktizierender Ärzt*innen in einem Generationswechsel sieht. Das bedeutet jedoch nicht gleich, dass die jüngere Generation sich weniger dafür einsetzt. Vielmehr spielt das gesellschaftlich-politische Klima eine entscheidende Rolle, was ein Interview mit einer angehenden Fachärztin zeigt: Welche Bedrohung stellen u.a. christliche Fundamentalist*innen für praktizierende Ärzt*innen dar? Wie schränkt die anhaltende Rechtslage der Paragrafen §218 und §219a Ärzt*innen ein?

Ulrike Geppert-Orthofer (DHV): "100 Jahre - Unsere Stimmen" - Deutscher Frauenrat

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Was bedeutet 100 Jahre Frauenwahlrecht für Hebammen? Die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands bezieht zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts Stellung. Es geht ihr vor allem um die Lohnungleichheit und die schlechte Versorgungssituation der Frauen* in Geburtshilfe.