scobel - Vulva: Lust und Tabu

Immer mehr lassen sich im Genitalbereich optimieren – jährlich 7.000 Frauen. Woher kommt dieses Bestreben, die Vulva zu „optimieren“? Darüber diskutiert Gert Scobel mit Expertinnen. Zu Gast sind die Gynäkologin Sheila de Liz, die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal, sowie Ann-Marlene Henning, Psychologin, Sexologin und Autorin.

Häufig scheitert es am Wissen über den eigenen Körper. Was unterscheidet Vagina und Vulva, was sind weibliche Prostata, Genitalkörperchen in der Vulvahaut oder weibliche Ejakulation? Wie geht Selbstbestimmung ohne Wissen?

Themen der weiblichen Genitalanatomie finden sich nicht einmal im Schulunterricht wieder und bis heute werden falsche anatomische Darstellungen in Anatomie- und Schulbüchern abgebildet. Um Stigma und Tabu zu unterbinden, braucht es Sichtbarmachung und Umbenennung – und Aufklärungsunterricht, der von Beginn Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung ermöglicht und den eigenen Körper nicht als fremd einstuft.

Bemerkungen

Im Beitrag wird ausschließlich von „Frauen“ gesprochen. Dazu ist entscheidend anzumerken, dass nicht alle Menschen, die Vulva und Vagina besitzen, sich als Frau identifizieren.