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kritisches Weißsein

Fachgespräch Rassifizierung von Männlichkeiten - Heinrich-Böll-Stiftung

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Nicht nur rechtsextreme Männer greifen auf Rassismen zurück, auch bürgerliche Männer reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit Abgrenzung vom imaginierten anderen Mann. Rassifizierte Männlichkeiten und Unterschichtsmännlichkeiten werden als archaisch und unbeweglich beschrieben. Der Abstand zu den als anders definierten Männlichkeiten scheint der Gradmesser der eigenen Emanzipation bürgerlicher Männer zu sein. Özcan Karadeniz thematisiert in seinem Vortrag die Vergeschlechtlichung von Rassifizierung und die Konstruktion einer weiß-bürgerlichen männlichen Norm in Abgrenzung zu veranderten Männlichkeiten.

Beschreibung

Begriffe wie „Fremdenfeindlichkeit“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ werden häufig statt „Rassismus“ verwendet. Prof. Dr. Paul Mecheril ist Professor für Interkulturelle Bildung am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktor des dortigen Center for Migration, Education and Cultural Studies. Im Gespräch erklärt er Özcan Karadeniz vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften, welche essenziellen Unterschiede zwischen diesen Begriffen stehen. Was hat diese Diskriminierung mit Zugehörigkeit zu tun? Was hat Rassismus mit Machtverhältnissen zu tun? Und wieso kann Rassismus greifen, obwohl wir nicht von Rassismus sprechen?

Migration und Männlichkeit erklärt - Interview und Analyse mit Prof.in Susanne Spindler - Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e. V.

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Özcan Karadeniz vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften spricht mit Susanne Spindler, Professorin für Soziale Arbeit und Migration an der Hochschule Düsseldorf. Spindler thematisiert hegemoniale weiße Männlichkeit, die in einer sozial konstruierten Hierarchie an der Spitze steht. Dabei werden immer „andere“ Männlichkeiten in Beziehung dazu gestellt, sodass die hegemoniale Männlichkeit ihren Status erhalten kann. So werden rassifizierte oder migrantische Männlichkeiten als negativer dargestellt. Am Beispiel migrantischer bzw. muslimischer Männlichkeit sprechen beide über die Wichtigkeit, weder spezifische Männlichkeiten einer spezifischen Gruppe per se zuzuschreiben noch toxische Männlichkeiten zu beschönigen. Eine klare gesellschaftliche Kontextualisierung und Analyse kann dabei helfen, sich nicht in Verallgemeinerungen zu verlieren. Spindler gibt auch mögliche Handlungssansätze, wie Geschlechterdemokratie im Rahmen von Migration verbessert werden kann.

Beschreibung

Von Rassismus betroffene Menschen werden immer wieder mit der Frage konfrontiert: Können weiße Menschen nicht auch Rassismus erleben? Nein, aber sie können Diskriminierung auf anderen Ebenen erfahren, z. B. aufgrund ihres Geschlechts, oder auch Stigmatisierung, Vorurteile usw. erleben. Rassismus an sich ist jedoch ein tiefverankertes Konstrukt weißer Personen, um nicht-weiße Menschen zu unterdrücken. Das Video eignet sich auch dazu, wenn von Rassismus betroffene Personen die Argumente fehlen, dem Irrglauben des „Reversiven Rassismus“ entgegenzutreten.

Beschreibung

Esra Karakaya hat sich Emilene Wopana Mudimu, Isra Abdou, Maja Bogojević und Saboura Manpreet Naqshband in ihre Show eingeladen, um über Alltagsrassismus und Racial Profiling von BIPOC zu reden. Dabei geht es weniger um direkte Beschimpfungen, sondern um die äußere Wahrnehmung der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft, die anhand von Reaktionen zur Sprache, Kleidung oder Verhalten stigmatisieren und BIPOC in angepasste Rollen drängt, um als "akzeptabel" oder "richtig" zu gelten.