Adu - 6:30 Uhr - meinTestgelände

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Adu - 6:30 Uhr

Slam-Poet Adu nimmt in diesem Werk verschiedene Rollen ein: die Perspektive einer von Rassismus betroffenen Person und die Perspektive derjenigen, die Rassismus auslösen. Adu beschreibt dabei eindringlich die permanente Angst, die eine betroffene Person verfolgt — im realen Alltag oder in den Träumen. Adu möchte damit eine bewusste Reflexion bei den Zuschauer*innen auslösen, damit diese mit weniger Vorbehalt und Vorurteilen gegenüber vermeintlich „Fremden“ durch das Leben gehen.

Bemerkungen

Triggerwarnung: Die Schilderung der hier dargestellten Rassismuserfahrungen können retraumatisierend sein. 

meinTestgelände ist das Gendermagazin für Jugendliche. Auf der Plattform finden sich Texte, Raps, Songs, Videos, Poetry Slam-Texte oder Comics zu Geschlechterfragen von jungen Menschen. „Gender bezeichnet hierbei die Geschlechterrollen, mit denen sich jede Person auseinander setzen muss.“

Hinweise zur Nutzung: Die Videorecht liegt bei meinTestgelände. Das Video kann dennoch frei eingesetzt, öffentlich gezeigt und eingebunden (nur unter Hinweis des Urheber*innenrechts), nicht aber vervielfältigt oder hochgeladen werden. 

Hinweis

Das Video sollte nur mit entsprechenden Hinweisen (Triggerwarnungen siehe oben) gezeigt werden.

In diesem Video/Text werden klare rassistische Motive beschrieben. Da Adu explizit beide Rollen, Täter*in und Opfer, einnimmt, kann dies für Personen mit wenig Kenntnissen zur Rassismus-Thematik verwirrend sein und benötigt eine anschließende Diskussion über Begrifflichkeiten und deren subjektive Perspektiven. Adu verwendet u. a. den Begriff „Fremdenfeindlichkeit“. Dieses Wort vertritt die Perspektive einer Person mit rassistischen Gedanken. „Fremdenfeindlichkeit“ (anderes Wort: „Ausländerfeindlichkeit“) impliziert, dass Personen aufgrund ihrer (angenommenen) Religion, Hautfarbe, Kultur etc. automatisch als „fremd“ gesehen werden, unabhängig davon, ob diese in Deutschland geboren sind, keiner Religion angehören usw. Mehr Informationen dazu gibt es z. B. hier.

Aufgrund der Länge und des Rollenwechsels eignet sich das Video eher für die Arbeit mit Jugendlichen oder Erwachsenen zum Thema Rassismus und Vorurteile.