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Rassismus

Rassismus beschreibt die Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Kultur oder Religion. Beispiele sind anti-Schwarzer Rassismus oder Antiromaismus. Rassismus kann sich auf Einstellungsebene als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußern. Rassismus und Antifeminismus haben Überschneidungspunkte. So beruhen viele Rassismen und Antifeminismen auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit und biologistischen Argumentationen. Menschen, die rassistische Einstellungen teilen, sind zu hoher Wahrscheinlichkeit auch antifeministisch eingestellt. Außerdem sind Rassismus und Antifeminismus über verschiedene Verschwörungserzählungen, z. B. die des ‚großen Austauschs‘, gekoppelt und spielen eine zentrale Rolle in rechten Weltbildern.

Siehe auch: Alltagsrassismus 

Beschreibung

In diesem Video erklärt Loretta J. Ross als eine der Mitbegründerinnen den Ursprungsgedanken Reproduktiver Gerechtigkeit und führt aus, welche grundsätzlichen Forderungen das Konzept beinhaltet. Sie betont dabei eine systemische Kritik an struktureller Ausbeutung durch Kolonialismus und Kapitalismus.

Transkript in deutscher Übersetzung

Wenn es um Reproduktive Gerechtigkeit geht, fängt man am falschen Ende an, wenn man bei der Schwangerschaft ansetzt. Man muss bei dem ansetzen, was im Leben einer Person vor der Schwangerschaft geschieht. 

Mein Name ist Loretta Ross und ich bin Aktivistin für Reproduktive Gerechtigkeit und Menschenrechte. Ich war eine von zwölf Schwarzen Frauen, die den Begriff „Reproduktive Gerechtigkeit“ mitgeprägt haben, als wir reproduktive Rechte und soziale Gerechtigkeit miteinander verbanden. Schon lange bevor eine schwangere Person überhaupt wusste, dass sie schwanger war, gab es in ihrem Leben Probleme basierend auf sozialer Ungerechtigkeit. Denn wenn sie unter Wohnungsunsicherheit litt, Angst hatte, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, oder Gewalt in ihrem Leben fürchtete, würde dies darüber entscheiden, ob sie eine ungeplante Schwangerschaft behalten würde oder nicht. 

Kurz gesagt: Reproduktive Gerechtigkeit basiert auf drei Grundprinzipien: Jeder Mensch hat das Recht, kein Kind zu bekommen und Verhütungsmittel, einen Schwangerschaftsabbruch oder Enthaltsamkeit zu wählen, wenn das für die jeweilige Person das Richtige ist. Und wir müssen für das Recht kämpfen, die Kinder zu bekommen, die wir haben wollen - das ist der zweite Grundsatz. Daraus entstand eine ganze Bewegung namens „Birth Justice“, bei der es darum geht, die Bedingungen zu gestalten, unter denen wir Kinder bekommen. Der dritte Grundsatz lautet: Sobald das Baby geboren ist, kämpfen wir für das Recht, unsere Kinder in einer sicheren und gesunden Umgebung großzuziehen. Zehn Jahre nach 1994 fügte die LGBT-Bewegung einen vierten Grundsatz hinzu, der sich auf körperliche Selbstbestimmung, Geschlechtsidentität und sexuelle Lust bezieht.

Es überrascht mich nicht, dass sich die reproduktive Gerechtigkeit aus den reproduktiven Erfahrungen Schwarzer Frauen herausgebildet hat, denn als wir aus Afrika entführt und hierher gebracht wurden, um als Strategie zum Vermögensaufbau für den Kapitalismus Kinder zu gebären, wurden unsere Kinder hoch geschätzt. Doch genau dieses Produkt des Mutterleibs wurde nach der Sklaverei problematisiert und kriminalisiert. Mir liegt sehr viel daran, dass die Menschen ihre gesamte Welt durch den Rahmen der Menschenrechte betrachten, denn es spielt keine Rolle, unter welchem wirtschaftlichen oder sozialen System man lebt. Denn wenn es deine Menschenrechte schützt, ist das das System, an dessen Aufbau du arbeiten musst. Wenn es deine Menschenrechte verletzt, ist das das System, an dessen Abschaffung du arbeiten musst.

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Beschreibung

Aufzeichnung der Buchvorstellung von Alicia Beier, Gynäkologin und Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany, „Das Patriarchat im Uterus“, 2025 und Sibel Schick, Journalistin, Podcasterin, „Mein Körper – wessen Entscheidung?“, 2026 moderiert von Anthea Kyere, Antidiskriminierungsberaterin, am 24.03.2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

Reproduktive Selbstbestimmung hängt auch in Deutschland stark mit den Grundfragen sozialer Gerechtigkeit zusammen: Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch und wie komme ich an die nötigen Informationen, um eine Praxis oder Klinik zu finden, in der ich schnell, zugewandt und professionell behandelt werde? Wie und wohin wende ich mich, wenn ich Gewalt erlebe und Schutz brauche? Wie kann ich mir genug Wohnraum leisten, um ein Leben mit den Kindern zu führen, die ich schon habe oder mir wünsche? Wie kann ich mir sicher sein, dass meine Kinder ohne Diskriminierung und mit der Unterstützung aufwachsen, die sie im Laufe ihres Lebens benötigen? Zu all diesen Fragen gehört auch, wer in Deutschland eigentlich als Elternteil gedacht wird, wem das Kinderkriegen ermöglicht werden soll und wem nicht. Rassifizierte, behinderte, queere und arme Menschen erleben oft, dass ihnen das Kinderkriegen abgesprochen und ausgeredet oder es gar strukturell verhindert wird. Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern. Moderiert von Anthea Kyere lud der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

Zur Aufzeichnung

 

Beschreibung

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Abdi ist 21 und kommt aus Somalia. Seit 2014 ist er in Österreich und lebte zunächst in einem Dorf bevor er nach Wien gezogen ist. Er spricht mit Nsheem über die unterschiedlichen Erfahrungen von Stadt zu Land. Auch geht es darum, was seine Eltern für ihn bedeuten. Er erklärt, dass er sich nicht viel mit Politik beschäftigt, weil er in der Politik keine Menschen wie ihn sieht und sich deshalb nicht repräsentiert fühlt. Von Politik, Medien und Gesellschaft wünscht er sich vor allem Akzeptanz. 

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Sajjad ist 17 und kommt aus dem Irak. Als er 2015 nach Österreich gekommen ist, lebte er zunächst auf dem Land. Im Vergleich zu Städten wie derzeit Wien ist ihm dies auch lieber. Heimat bedeutet für ihn seine Großeltern. Die hat er seit er den Irak verlassen hat nicht mehr gesehen. Doch wenn er 18 ist wird er sie endlich besuchen können. Zum Erstarken der Rechten sagt Sajjad, die Abschiebepolitik und Argumente seien egoistisch und rassistisch. Er spricht noch über die Rolle als älterer Bruder und was er in seiner Freizeit macht. 

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Ali ist 17 und vor drei Jahren aus Afghanistan nach Österreich gekommen. Im Video spricht er mit Host Nsheem über seine Erfahrungen in Österreich, was er gerne in seiner Freizeit unternimmt und wie sein Sozialleben aussieht. Er beschreibt, was er sich für die Zukunft wünscht und was Heimat für ihn bedeutet. Dabei geht er auch auf Rassismuserfahrungen ein. Zuletzt gibt er anderen Jungs in ähnlichen Situationen den Ratschlag, sie sollen sich selbst nicht aufgeben, stark bleiben und groß träumen. 

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Moussa, 23, spricht mit Nsheem über die Zukunft, Familie und Politik. Er erklärt, was er macht, wenn es ihm nicht gut geht, was seine Rolle als großer Bruder für ihn bedeutet und wie er Erfolg definiert. Als Österreicher mit ägyptischen Eltern spricht er auch über Rassismuserfahrungen, die er in Wien gemacht hat und macht. Als migrantisierter Österreicher beschreibt Moussa außerdem den andauernden Versuch, als gleichwertiger Teil der österreichischen Gesellschaft anerkannt zu werden. In dem Zuge spricht er über das Erstarken rechter Politik, die Rolle von Solidarität und wie er globale Machtwirkungen wahrnimmt.