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Antifeminismus

Seit es Bestrebungen für gleiche Rechte von Frauen und Männern gibt, gibt es Gegenströmungen, die das nicht wollen. Diese Gegenbewegung nennt man Antifeminismus. Antifeministische Strömungen lehnen eine Gleichstellung der Geschlechter sowie weitere Bemühungen um Selbstbestimmung ab. Im antifeministischen Weltbild gibt es außerdem nur zwei Geschlechter. In den letzten Jahren gab es einen Anstieg von antifeministischen Gruppierungen, die feministische Ideen für Entwicklungen verantwortlich machen, die eigentlich einen anderen Ursprung haben. 

Antifeministische Handlungen sind zum Beispiel Hasskommentare gegen Frauen oder queere Menschen im Netz oder im öffentlichen Leben, oder gezielte Kampagnen gegen Personen oder Gruppierungen, die sich für Gleichstellung einsetzen. Antifeminismus ist sehr eng verbunden mit Rechtspopulismus. Mehr Informationen dazu liefert zum Beispiel die Leipziger Autoritarismus-Studie. Mehr Medien zu Antifeminismus gibt es auch in unserer Antifeminismus begegnenen-Mediathek. Mehr Informationen zu Antifeminismus gibt es auch hier.

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Artikel und Publikationen
Beschreibung

Aufzeichnung der Buchvorstellung von Alicia Beier, Gynäkologin und Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany, „Das Patriarchat im Uterus“, 2025 und Sibel Schick, Journalistin, Podcasterin, „Mein Körper – wessen Entscheidung?“, 2026 moderiert von Anthea Kyere, Antidiskriminierungsberaterin, am 24.03.2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

Reproduktive Selbstbestimmung hängt auch in Deutschland stark mit den Grundfragen sozialer Gerechtigkeit zusammen: Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch und wie komme ich an die nötigen Informationen, um eine Praxis oder Klinik zu finden, in der ich schnell, zugewandt und professionell behandelt werde? Wie und wohin wende ich mich, wenn ich Gewalt erlebe und Schutz brauche? Wie kann ich mir genug Wohnraum leisten, um ein Leben mit den Kindern zu führen, die ich schon habe oder mir wünsche? Wie kann ich mir sicher sein, dass meine Kinder ohne Diskriminierung und mit der Unterstützung aufwachsen, die sie im Laufe ihres Lebens benötigen? Zu all diesen Fragen gehört auch, wer in Deutschland eigentlich als Elternteil gedacht wird, wem das Kinderkriegen ermöglicht werden soll und wem nicht. Rassifizierte, behinderte, queere und arme Menschen erleben oft, dass ihnen das Kinderkriegen abgesprochen und ausgeredet oder es gar strukturell verhindert wird. Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern. Moderiert von Anthea Kyere lud der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

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