Collective Learning / Collective Care: Silvia Federici

Im Gespräch zwischen der marxistischen Feministin Silvia Federici und Jenni Tischer von der Universität für angewandte Kunst in Wien geht es um kollektive Erfahrungen von Care-Arbeit. Schon seit den 1970er Jahren engagiert sich Silvia Federici als marxistische Feministin für die Kampagne Wages for Housework. Diese Forderungen nach Entlohnung für häusliche und familiäre Care-Arbeit werden angesichts der Covid-Pandemie lauter. In ihrem aktuellsten Buch „Beyond the Periphery of the Skin. Rethinking, Remaking, and Reclaiming the Body in Contemporary Capitalism“ erläutert Federici die Bedeutung des Körpers als Ort des Widerstandes und als entscheidendes Instrument des sozialen Wandels. „Wir sind schon lange in einer Krise“, betont Federici. Doch vorwiegend haben ohnehin besonders marginalisierte Menschen an einer kapitalistischen Krise gelitten.

Welche Rolle hat unbezahlte Care-Arbeit im Kapitalismus? Hierarchisierung, gesellschaftliche Spaltung und staatliche Kontrolle des Körpers sind nur einige der Funktionen, die Federici anprangert.