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Familie

siehe auch Care-Arbeit

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Aufzeichnung der Buchvorstellung von Alicia Beier, Gynäkologin und Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany, „Das Patriarchat im Uterus“, 2025 und Sibel Schick, Journalistin, Podcasterin, „Mein Körper – wessen Entscheidung?“, 2026 moderiert von Anthea Kyere, Antidiskriminierungsberaterin, am 24.03.2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

Reproduktive Selbstbestimmung hängt auch in Deutschland stark mit den Grundfragen sozialer Gerechtigkeit zusammen: Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch und wie komme ich an die nötigen Informationen, um eine Praxis oder Klinik zu finden, in der ich schnell, zugewandt und professionell behandelt werde? Wie und wohin wende ich mich, wenn ich Gewalt erlebe und Schutz brauche? Wie kann ich mir genug Wohnraum leisten, um ein Leben mit den Kindern zu führen, die ich schon habe oder mir wünsche? Wie kann ich mir sicher sein, dass meine Kinder ohne Diskriminierung und mit der Unterstützung aufwachsen, die sie im Laufe ihres Lebens benötigen? Zu all diesen Fragen gehört auch, wer in Deutschland eigentlich als Elternteil gedacht wird, wem das Kinderkriegen ermöglicht werden soll und wem nicht. Rassifizierte, behinderte, queere und arme Menschen erleben oft, dass ihnen das Kinderkriegen abgesprochen und ausgeredet oder es gar strukturell verhindert wird. Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern. Moderiert von Anthea Kyere lud der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

Zur Aufzeichnung

 

Prosper über Erwachsenwerden, Geld-Struggels und Movie Nights 💈SEITEN AUF NULL - Die Chefredaktion

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Prosper ist 23 und seit 2018 in Österreich, er ist in Nigerien aufgewachsen. Im Video spricht er über die Rolle von Familie und wie sich die Beziehung zu den Eltern mit dem Erwachsenwerden verändert. Er redet außerdem über die Schwierigkeit, in Österreich ein Visum zu bekommen und dort bleiben zu dürfen. Er ist außerdem sehr gläubig und erklärt, was Religion für ihn bedeutet und wie sich das im Leben zeigt. Prosper erzählt auch davon, wie er Freundschaften pflegt, zum Beispiel bei Filmabenden mit seinen Freunden. Zuletzt gibt er den Zuschauenden mit, dass sie sich fokussieren sollten, um das zu erreichen, was sie erreichen wollen. 

Sajjad über Aufwachsen am Land, Schule und Selbstliebe 💈 SEITEN AUF NULL - Die Chefredaktion

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Sajjad ist 17 und kommt aus dem Irak. Als er 2015 nach Österreich gekommen ist, lebte er zunächst auf dem Land. Im Vergleich zu Städten wie derzeit Wien ist ihm dies auch lieber. Heimat bedeutet für ihn seine Großeltern. Die hat er seit er den Irak verlassen hat nicht mehr gesehen. Doch wenn er 18 ist wird er sie endlich besuchen können. Zum Erstarken der Rechten sagt Sajjad, die Abschiebepolitik und Argumente seien egoistisch und rassistisch. Er spricht noch über die Rolle als älterer Bruder und was er in seiner Freizeit macht. 

Ivan über Familie, mentale Gesundheit & Männlichkeit💈SEITEN AUF NULL - Die Chefredaktion

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Ivan, 23, spricht über Freizeit und wie er mit Sport und Wandern abschalten kann. Er geht darauf ein, was Familie und Freundschaft für ihn bedeutet. Weiter spricht er über mentale Gesundheit bei Männern und darüber, wie wichtig es gerade unter Männern ist, mehr miteinander zu reden und Liebe zu zeigen. Zuletzt geht es noch kurz um Religion. 

Moussa über Vorbilder, Politik & Rassismus 💈SEITEN AUF NULL - Die Chefredaktion

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Moussa, 23, spricht mit Nsheem über die Zukunft, Familie und Politik. Er erklärt, was er macht, wenn es ihm nicht gut geht, was seine Rolle als großer Bruder für ihn bedeutet und wie er Erfolg definiert. Als Österreicher mit ägyptischen Eltern spricht er auch über Rassismuserfahrungen, die er in Wien gemacht hat und macht. Als migrantisierter Österreicher beschreibt Moussa außerdem den andauernden Versuch, als gleichwertiger Teil der österreichischen Gesellschaft anerkannt zu werden. In dem Zuge spricht er über das Erstarken rechter Politik, die Rolle von Solidarität und wie er globale Machtwirkungen wahrnimmt. 

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In der Folge von "ZDF Magazin Royale" geht es darum, wie das Argument für Kinderschutz von rechten Parteien und Institutionen verwendet wird, um queerfeindliche Narrative zu schaffen. Jan Böhmermann geht darauf ein, dass seit Jahren queerfeindliche Straftaten und Angriffe auf queere Menschen bzw. aus queerfeindlichen Motiven heraus stark zunehmen. Er zitiert Medienberichte, die aufzeigen, dass diese Entwicklung sowohl in Deutschland, als auch anderen europäischen Ländern und den USA zu beobachten sei. Böhmermann spricht über den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump, der vor allem mit transfeindlichen Aussagen Stimmung macht. In Großbritannien gilt als eine der prominentesten Personen, die Transfeindlichkeit verbreitet, die "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling. Sie finanziert seit vielen Jahren mit ihrem Vermögen transfeindliche Bewegungen. Bezüglich Deutschland wird in der Folge der neue Charakter in der Sendung "Sandmännchen" und ein Auftritt eines schwulen Mannes in der "Sesamstraße" thematisiert, da in beiden Fällen viele queerfeindliche Kommentare auf Social Media geschrieben wurden. 

Böhmermann beschreibt, wie in vielen Fällen bei diesen Diskussionen mit dem Schutz für Kinder argumentiert wird. Er sagt außerdem, dass damit das heteronormative Bild von Vater-Mutter-Kind als einzig wahres Familienbild bestärkt wird. Im Laufe der Folge spricht Böhmermann darüber, wie queere Sichtbarkeit in Medien nicht zu queeren Kindern führt, sondern eine gesunde Entwicklung fördern kann. Auch zitiert er eine Studie, die belegt, dass sich Kinder von Familien mit zwei Mütten, zwei Vätern oder anderweitigen Konstellationen mindestens genau so gut entwickeln, wenn nicht besser.