Mission Energiewende | Gender & Klima | Geschlecht ist relevant!

Beim Podcast detektor.fm ist Gotelind Alber von GenderCC – Women For Climate zu Gast, die sich für gendergerechte Klimapolitik stark macht. Obwohl es im Diskurs um die Klimakrise häufig darum geht, dass wir „alle im gleichen Boot sitzen“, sind tatsächlich nicht alle Menschen gleichermaßen für den Klimawandel verantwortlich. Auch leiden nicht alle Menschen gleichstark unter den Folgen. So tragen Menschen im Globalen Süden und Frauen auf der ganzen Welt weniger zum Klimawandel bei, da ihr CO2-Output auch aufgrund geringeren Einkommens niedriger ist. Ebenso leben Frauen insgesamt klimafreundlicher als Männer, essen weniger Fleisch und fahren weniger Auto. Trotzdem sind sie stärker von Naturkatastrophen und Nahrungsmittelunsicherheiten betroffen. Klima, Gender und Care-Arbeit sind stark miteinander verwoben. Frauen sind aufgrund gering bezahlter oder unbezahlter Care-Arbeit stärker gefährdet. Gleichzeitig führt die gegenderte Verteilung von Care-Arbeit dazu, dass Frauen strukturell besorgter um die Klimakrise sind.

Wie kann gendergerechte Klimapolitik aussehen? Energiesteuern treffen Menschen mit geringem Einkommen am stärksten und damit häufig Frauen. Deshalb plädiert Gotelind Alber für energieeffizientere Regulierungen schon bevor Produkte auf den Markt kommen und einen besseren Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Gender-Impact-Assessment-Methodik soll geplante Maßnahmen danach beurteilen, welche Auswirkungen sie besonders für Frauen hat.  

Bemerkungen

Hier finden sich zusätzlich weiterführende Links zur Podcastfolge.