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Klimakrise

Beschreibung

Der „Salon des guten Lebens“ ist eine digitale Veranstaltungsreihe für ALLE, die sich auf der Suche nach dem guten Leben befinden. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie wir als Gesellschaft den vielfältigen Herausforderungen in Zukunft begegnen und was jeder von uns in seinem eigenen Radius tun kann, um ein gutes Leben führen zu können.

Der erste virtuelle Salon mit Kübra Gümüşay & ihrem Thema „Streit und Sein - Zukunft“:

Wie können wir eine konstruktive Diskurskultur nähren bei Themen, die sich mit Gerechtigkeitsbestrebungen beschäftigen? Themen wie Feminismus, Antirassismus oder Klimagerechtigkeit, bei denen es im ersten Schritt um das Aufzeigen von Missständen, also die Notwendigkeit von Veränderungen, geht und im nächsten dann um die Diskussion einer gerechteren Zukunft. Wie können wir verhindern, dass sich Debatten im ersten Schritt erschöpfen? Was für Grundlagen braucht es, um zugewandt, konstruktiv, erfolgreich über eine gerechtere Zukunft zu sprechen? 

Darüber spricht Kübra Gümüşay mit folgenden Gästen:

- Mithu M. Sanyal, Autorin des Buches „Identitti“

- Dr. Emilia Roig, Autorin des Buches „WHY WE MATTER. Das Ende der Unterdrückung“

- Asal Dardan, Autorin der Essaysammlung „Betrachtungen einer Barbarin“

Gender Responsive Climate Finance - Heinrich-Böll-Stiftung Washington, DC

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„Aktionen gegen den Klimawandel, die die Hälfte der Bevölkerung nicht berücksichtigen, kann nicht effektiv sein.“

Frauen in Maßnahmen gegen den Klimawandel einzubeziehen ist nicht nur gerecht, sondern auch schlau. Jede geplante Maßnahme muss auf soziale Gerechtigkeit und speziell Gendergerechtigkeit geprüft werden. So muss beim Ausbau des umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs beispielsweise geprüft werden, ob diese Maßnahme wirklich für alle zugänglich ist: Fühlen sich Frauen sicher? Sind Preise erschwinglich für Frauen? Ist der Fahrplan an die zeitlichen Bedürfnisse der Care-Arbeit angepasst? Ein wichtiger Schritt ist die finanzielle Förderung von Projekten von Frauen und dass Frauen einen Platz am Tisch als Entscheidungsträger*innen einnehmen. 

Gender inequality is showing up... in climate change | Amber Fletcher | TEDxRegina - TEDx Talks

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Dr. Amber Fletcher ist Professorin für Soziologie und Sozialwissenschaften an der University of Regina in Kanada. Dr. Fletcher analysiert, dass Frauen stärkere Vulnerabilität bei extremen Klimakatastrophen haben und ihnen gegenderte Hürden entgegenstehen. Die unsichtbaren Expert*innen des Klimawandels werden ständig ignoriert. Frauen in der Landwirtschaft auf der ganzen Welt spielen eine zentrale Rolle im Lebensmittelsystem und leisten die meiste Care-Arbeit. Trotzdem sehen sie sich selbst häufig bloß als Helferinnen oder nebensächlich. Wenn Dr. Fletcher Bäuerinnen interviewt, sagen sie ihr häufig relativierend:

„Ich weiß leider nicht viel über dieses Thema.“ oder „Ich glaube nicht, dass ich sehr hilfreich sein werde.“

Hinzu kommt die emotionale Arbeit, die Frauen oft auf sich nehmen, sodass sie die emotionalen Herausforderungen der Gemeinschaft allein stemmen. Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiten, sollten als Bäuerinnen so viel Anerkennung finden wie Männer und gleichermaßen in politischen Entscheidungsräumen einbezogen werden.

How empowering women and girls can help stop global warming | Katharine Wilkinson - TED

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Die Autorin und Umweltaktivistin Katharine Wilkinson betont, dass Frauen die entscheidende Kraft im Kampf gegen die Klimakrise sind. Empowerment, Selbstbestimmung und Wahlfähigkeit sind unerlässlich. Eine wichtige Ursache der Klimakrise ist geschlechtliche Ungleichheit in der Landwirtschaft. Frauen erzielen auf dem gleichen Land weniger landwirtschaftlichen Ertrag als Männer. Landrechte und Zugang zu Technologien, Krediten und Kapital sind nötig, um die Lücke zu schleißen. So müssen weniger Wälder gerodet werden – ungefähr 2 Billionen Tonnen CO2 Emissionen könnten in dreißig Jahren gespart werden. Gerade im US-Kontext betont Wilkinson, dass bewusste Familienplanung eine Veränderung schaffen kann, denn weniger Kinder verringern den Konsum. Prioritäten müssen anders gesetzt werden. Nur 0,2% der philanthropischen Finanzierungen gehen gezielt an Frauen und Umweltschutz – so viel wie ein einzelner Mann im Vorjahr für ein Gemälde von Basquiat bezahlt hat. „Drawing down emissions depends on rising up“, betont Katharine Wilkinson und ruft dazu auf, die Chance zu nutzen.

Beschreibung

Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

Climate change is not gender neutral feat. @OurChangingClimate - zentouro

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Beschreibung

Die Klimakrise wirkt sich nicht auf alle gleich aus. Gender, Wohnort, Einkommen oder andere Faktoren sind entscheidend. Auch Maßnahmen gegen die Klimakrise sind nicht geschlechterneutral. Zentouro gibt eine Einführung in ökofeministische Anliegen. Was ist die sogenannte „Agricultural gender gap“? Und welche Bedeutung haben Bildung und Familienplanung im Klimakontext?