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Wirtschaft

Wie schaffen wir Integration? Einwanderungsrepublik Deutschland - Heinrich-Böll-Stiftung

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"Wie schaffen wir Integration?" lautet der Titel der Baustellen-Konferenz 2016 der Heinrich-Böll-Stiftung. In dieser Podiumsdiskussion spricht Moderator Peter Siller von der Heinrich-Böll-Stiftung mit Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Dr. Naika Foroutan vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Seyran Ateş, Rechtsanwältin und Autorin und Gari Pavkovic, Integrationsbeauftragter der Stadt Stuttgart.

Etwa eine Millionen Menschen suchten im vorherigen Jahr Schutz in Deutschland. Anlässlich der Ankunft Geflüchteter wird Integration heftig diskutiert. Doch politisch, demografisch und ökonomisch ist Deutschland bereits seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland. 17 Millionen – 20 Prozent – der Gesamtbevölkerung haben heute einen Migrationshintergrund. Kaum ein anderes Thema wird dennoch so kontrovers und emotional diskutiert wie Einwanderung und Integration. Weshalb wachsen heute Ängste und Unsicherheiten in der Bevölkerung, die die Akzeptanz von Einwanderung und Integration erschweren? Weshalb nimmt Radikalisierung in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu? Was macht gelungene sozialen und politischen Zusammenhalt aus?

Fadhumo Musa Afrah: The challenges for refugee women entering the labour market in Germany - Heinrich-Böll-Stiftung

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Fadhumo Musa Afrah wurde in Somalia geboren und ist in Kenia aufgewachsen. Seit April 2014 lebt sie in Deutschland. In Geflüchtetenunterkünften ermutigt sie andere Newcomer aus der unfreiwilligen Untätigkeit herauszufinden. Im Vorfeld des Kongresses „Wie schaffen wir Integration“ haben spricht die Aktivistin über die Herausforderungen und Chancen einer gelungenen Arbeitsmarktintegration. Sie appelliert, dass finanzielle Unabhängigkeit und Empowerment nur erreicht werden können durch die aktive Einbeziehung der Newcomer und das ständige Üben der deutschen Sprache im Alltag.

Gender Responsive Climate Finance - Heinrich-Böll-Stiftung Washington, DC

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„Aktionen gegen den Klimawandel, die die Hälfte der Bevölkerung nicht berücksichtigen, kann nicht effektiv sein.“

Frauen in Maßnahmen gegen den Klimawandel einzubeziehen ist nicht nur gerecht, sondern auch schlau. Jede geplante Maßnahme muss auf soziale Gerechtigkeit und speziell Gendergerechtigkeit geprüft werden. So muss beim Ausbau des umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs beispielsweise geprüft werden, ob diese Maßnahme wirklich für alle zugänglich ist: Fühlen sich Frauen sicher? Sind Preise erschwinglich für Frauen? Ist der Fahrplan an die zeitlichen Bedürfnisse der Care-Arbeit angepasst? Ein wichtiger Schritt ist die finanzielle Förderung von Projekten von Frauen und dass Frauen einen Platz am Tisch als Entscheidungsträger*innen einnehmen. 

Gender inequality is showing up... in climate change | Amber Fletcher | TEDxRegina - TEDx Talks

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Dr. Amber Fletcher ist Professorin für Soziologie und Sozialwissenschaften an der University of Regina in Kanada. Dr. Fletcher analysiert, dass Frauen stärkere Vulnerabilität bei extremen Klimakatastrophen haben und ihnen gegenderte Hürden entgegenstehen. Die unsichtbaren Expert*innen des Klimawandels werden ständig ignoriert. Frauen in der Landwirtschaft auf der ganzen Welt spielen eine zentrale Rolle im Lebensmittelsystem und leisten die meiste Care-Arbeit. Trotzdem sehen sie sich selbst häufig bloß als Helferinnen oder nebensächlich. Wenn Dr. Fletcher Bäuerinnen interviewt, sagen sie ihr häufig relativierend:

„Ich weiß leider nicht viel über dieses Thema.“ oder „Ich glaube nicht, dass ich sehr hilfreich sein werde.“

Hinzu kommt die emotionale Arbeit, die Frauen oft auf sich nehmen, sodass sie die emotionalen Herausforderungen der Gemeinschaft allein stemmen. Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiten, sollten als Bäuerinnen so viel Anerkennung finden wie Männer und gleichermaßen in politischen Entscheidungsräumen einbezogen werden.

How empowering women and girls can help stop global warming | Katharine Wilkinson - TED

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Die Autorin und Umweltaktivistin Katharine Wilkinson betont, dass Frauen die entscheidende Kraft im Kampf gegen die Klimakrise sind. Empowerment, Selbstbestimmung und Wahlfähigkeit sind unerlässlich. Eine wichtige Ursache der Klimakrise ist geschlechtliche Ungleichheit in der Landwirtschaft. Frauen erzielen auf dem gleichen Land weniger landwirtschaftlichen Ertrag als Männer. Landrechte und Zugang zu Technologien, Krediten und Kapital sind nötig, um die Lücke zu schleißen. So müssen weniger Wälder gerodet werden – ungefähr 2 Billionen Tonnen CO2 Emissionen könnten in dreißig Jahren gespart werden. Gerade im US-Kontext betont Wilkinson, dass bewusste Familienplanung eine Veränderung schaffen kann, denn weniger Kinder verringern den Konsum. Prioritäten müssen anders gesetzt werden. Nur 0,2% der philanthropischen Finanzierungen gehen gezielt an Frauen und Umweltschutz – so viel wie ein einzelner Mann im Vorjahr für ein Gemälde von Basquiat bezahlt hat. „Drawing down emissions depends on rising up“, betont Katharine Wilkinson und ruft dazu auf, die Chance zu nutzen.

Der Feminismus hat nicht versagt - Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern spricht mit taz-Journalistin Simone Schmollack über die Corona-Krise, Pflegeberufe und Feminismus. Das öffentliche Leben wird meist von Frauen in systemrelevanten Berufen aufrecht erhalten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder an den Supermarkt- und Drogeriekassen. Es sind Berufe, die finanziell nicht wertgeschätzt werden. Für Simone Schmollack hat die Politik versagt und nicht der Feminismus, der schon immer darauf gedrängt habe, diese Berufe besser zu stellen. Die Autorin hofft, dass nach jahrzehntelangen Versäumnissen die aktuellen Absichtsbekundungen nach der Krise in die Tat umgesetzt und Krankenpfleger*innen, Kassierer*innen und weitere Berufsgruppen besser bezahlt werden. Was muss außerdem gegen häusliche Gewalt getan werden? Braucht es eine neue Definition des Feminismus und können Differenzen zwischen feministischen Richtungen durch die Corona-Krise überwunden werden?