Gesundheit

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Artikel und Publikationen

digital + real: Was ist digitale Gewalt? (Clip 1) - bff: Frauen gegen Gewalt e. V.

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Jenny-Kerstin Bauer, bff-Referentin, und Anne Wizorek, Digital-Beraterin und Autorin, im Gespräch über digitale Gewalt. Laut einer Studie von Amnesty International haben ca. 25 % der Befragten im Netz bereits sexistische oder andere menschenverachtende Diskriminierung erlebt. Was genau macht digitale Gewalt aus und warum wird so wenig darüber gesprochen? Besonders junge Frauen und marginalisierte Gruppen (LGBTQI+, BIPOC usw.) sind davon betroffen. Außerdem: Welche Defizite sollten zukünftig ausgebaut werden, um digitaler Gewalt besser zu begegnen?

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Drei Cis-Frauen und ein Mann in der Rolle des Partners berichten in persönlichen Interviews über ihre Schwangerschaftsabbrüche: Wie kam es dazu, was haben sie davor und danach gefühlt? Und welche Rückschlüsse konnten sie danach für sich ziehen?

Mit dabei ist die Youtuberin Laura (21), die mittlerweile selbst junge Mutter ist. Die Schuldgefühle nach dem Abbruch bespricht sie offen in ihrem Youtubekanal. Giovanna (31) war bei ihrem Schwangerschaftsabbruch in einer instabilen Liebesbeziehung. Jetzt ist sie Aktivistin für reproduktive Gerechtigkeit und befindet sich in einer Wunschschwangerschaft. Michaela (50) bereute ihre Entscheidung nie. Allerdings blickte sie anders zurück, als sie viele Jahre später erfuhr, dass sie keine Kinder bekommen kann. Andreas (60) begleitete damals seine Partnerin beim Schwangerschaftsbbruch, da er sich eine Lebensumstellung zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen konnte. In dieser Doku teilt er seine Perspektiven aus Sicht des Partners und als praktizierender Gynäkologe.

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Der Dokumentarfilm zeigt drastische Fälle der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen in Europa. 2016 starb Valentina Milluzzo in Italien an einer Blutvergiftung. Obwohl bereits eins der Zwillinge im 5. Monaten starb und das andere sehr geringe Überlebenschancen hatte, verweigerten die Ärzt*innen in der Klinik den Schwangerschaftsabbruch. Sie begründeten dies mit dem noch hörbaren Herzschlag des anderen Zwillings. In Italien sind Abbrüche zwar legal möglich, jedoch dürfen Ärzt*innen aus „Gewissensgründen“ diese ablehnen. Man sollte dabei beachten, dass die meisten italienischen Geburtskliniken unter katholischem Einfluss stehen und rund 70 % diese Gewissensklausel wahrnehmen. Vier Jahre zuvor starb in Irland Savita Halappanavar in der 17. Schwangerschaftswoche ebenfalls an einer Blutvergiftung, weil auch ihr ein Schwangerschaftsabbruch trotz Fehlgeburt verweigert wurde. Irland hatte zu der Zeit eines der strengsten Gesetze gegen Schwangerschaftsabbrüche, das diese als illegal behandelt. Die Gesetze sind auch dort stark durch die katholische Kirche beeinflusst und verbaten Abbrüche selbst bei Vergewaltigung, Inzest oder kranken Föten. Nachdem der Fall von Halappanavar publik wurde, kämpften viele Aktivist*innen für eine Gesetztesänderung, die letztendlich im Mai 2018 zu einem Referendum führten.

Die österreichischen Filmemacher*innen wollten mit der Doku auch auf die dort geltende Gewissensklausel aufmerksam machen. Weiterhin zeigt diese Doku auch Fälle, in denen schwangere Personen aufgrund strikter und ambivalenter Gesetze gegen den Schwangerschaftsabbruch nah dem Tod entkamen, körperliche und seelische Folgen davon trugen oder immense Hürden und Wege auf sich nehmen mussten.

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Luisa Szabo und Theresa Berwian sind eine Woche lang in einer der führenden Abtreibungskliniken Süddeutschlands. Während dieser Zeit sprechen sie mit unterschiedlichen Patient*innen. Aus welchen Gründen treiben Personen ab und welche Unterstützung erfahren sie dabei, und von wem? Wie viel kann ein Schwangerschaftsabbruch kosten? Entgegen dem Vorurteil, dass vor allem Minderjährige einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen, haben in dieser Klinik 60 % der Patient*innen bereits Kinder und der Großteil ist zwischen 18-34 Jahre alt. Dennoch entscheiden sich kurz vor der Abtreibung 15 von 100 Schwangeren doch noch gegen den Schwangerschaftsabbruch. 

Die Doku gewährt vor allem Einblick in die medizinische Perspektive eines Schwangerschaftsabbruches: Wie können Föten in welchem Stadium aussehen? Wie können Schwangerschaften trotz Verhütungsmitteln wie der Kupferspirale geschehen? Welche Komplikationen können zu einem Schwangerschaftsabbruch führen? Welche Schritte kann es bei einem Schwangerschaftsabbruch, abhängig von der Methode, geben? Vor allem die Beweggründe des Arztes werden gezeigt: Was hat Friedrich Stapf, einer der bekanntesten Abtreibungs-Ärzte in Deutschland, motiviert, tagtäglich Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen?

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Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

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Die Vorstellung, dass Frauen die besseren Eltern seien und eine natürlich stärkere Bindung zu Kindern haben, ist weit verbreitet. Gibt es einen chemischen Hintergrund dafür? Mai Thi Nguyen-Kim geht dieser Frage anhand chemischer, anthropologischer und psychologischer Erläuterungen auf den Grund.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung in der Schwangerschaft und fördert Wehen und Milchbildung. Auch beim anderen Elternteil wird das „Kuschelhormon“ erhöht – sowohl bei der Geburt des Kindes und sechs Monate später: Zu diesem Zeitpunkt war der Oxytocinspiegel bei beiden Eltern gleich hoch. Bei Vätern bzw. dem anderen Elternteil kann das durch Zeitverbringen, Fürsorgen oder Spielen mit den Kindern geschehen. Auch bei homosexuellen Paaren sind die Level gleich hoch. Außerdem soll die Vater- bzw. Elternschaft (der nicht schwangeren Person) den Testosteronspiegel senken. Bei Gehirnscans zeigte sich, dass eine Region im Gehirn, die für die Emotionsverarbeitung zuständig ist, aktiver wird, wenn Zeit mit Kindern verbracht wird – das geschieht stärker bei dem Teil der Familie, der sich stärker um das Kind kümmert. Bei heterosexuellen Paaren ist das häufig die Person in der Mutterrolle. Bei homosexuellen Paaren hingegen, ist schlichtweg die Person, die am meisten Zeit mit dem Kind verbringt. So hat Geschlecht keinen Einfluss darauf, sondern die Zeit, die aktiv mit dem Kind verbracht wird. Sie wirkt sich darauf aus, wie körperliche chemische Vorgänge sich auf die Fürsorge auswirken.

Mai Thi Nguyen-Kim spricht außerdem mit Natalia Reagan, Dozentin für Anthropologie und Primatologie und Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Entwicklungspsychologe. Sie sind sich einig: Väter können chemisch genauso gute Eltern sein wie Mütter – auch wenn es noch zahlreiche gesellschaftliche Hürden gibt wie die Gender Pay Gap und unterbezahlte Care-Arbeit.öäü