Politik

Gender Responsive Climate Finance - Heinrich-Böll-Stiftung Washington, DC

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Beschreibung

„Aktionen gegen den Klimawandel, die die Hälfte der Bevölkerung nicht berücksichtigen, kann nicht effektiv sein.“

Frauen in Maßnahmen gegen den Klimawandel einzubeziehen ist nicht nur gerecht, sondern auch schlau. Jede geplante Maßnahme muss auf soziale Gerechtigkeit und speziell Gendergerechtigkeit geprüft werden. So muss beim Ausbau des umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehrs beispielsweise geprüft werden, ob diese Maßnahme wirklich für alle zugänglich ist: Fühlen sich Frauen sicher? Sind Preise erschwinglich für Frauen? Ist der Fahrplan an die zeitlichen Bedürfnisse der Care-Arbeit angepasst? Ein wichtiger Schritt ist die finanzielle Förderung von Projekten von Frauen und dass Frauen einen Platz am Tisch als Entscheidungsträger*innen einnehmen. 

How empowering women and girls can help stop global warming | Katharine Wilkinson - TED

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Beschreibung

Die Autorin und Umweltaktivistin Katharine Wilkinson betont, dass Frauen die entscheidende Kraft im Kampf gegen die Klimakrise sind. Empowerment, Selbstbestimmung und Wahlfähigkeit sind unerlässlich. Eine wichtige Ursache der Klimakrise ist geschlechtliche Ungleichheit in der Landwirtschaft. Frauen erzielen auf dem gleichen Land weniger landwirtschaftlichen Ertrag als Männer. Landrechte und Zugang zu Technologien, Krediten und Kapital sind nötig, um die Lücke zu schleißen. So müssen weniger Wälder gerodet werden – ungefähr 2 Billionen Tonnen CO2 Emissionen könnten in dreißig Jahren gespart werden. Gerade im US-Kontext betont Wilkinson, dass bewusste Familienplanung eine Veränderung schaffen kann, denn weniger Kinder verringern den Konsum. Prioritäten müssen anders gesetzt werden. Nur 0,2% der philanthropischen Finanzierungen gehen gezielt an Frauen und Umweltschutz – so viel wie ein einzelner Mann im Vorjahr für ein Gemälde von Basquiat bezahlt hat. „Drawing down emissions depends on rising up“, betont Katharine Wilkinson und ruft dazu auf, die Chance zu nutzen.

Climate change is not gender neutral feat. @OurChangingClimate - zentouro

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Beschreibung

Die Klimakrise wirkt sich nicht auf alle gleich aus. Gender, Wohnort, Einkommen oder andere Faktoren sind entscheidend. Auch Maßnahmen gegen die Klimakrise sind nicht geschlechterneutral. Zentouro gibt eine Einführung in ökofeministische Anliegen. Was ist die sogenannte „Agricultural gender gap“? Und welche Bedeutung haben Bildung und Familienplanung im Klimakontext?

Gender.Klima.Folgen. Referent: Dr. Arn Sauer (Ringvorlesung Nachhaltigkeit) - nachHALLtig Halle

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Beschreibung

Gendergerechtigkeit muss in der Klimapolitik immer mitgedacht werden. Das Forschungsprojekt zu interdependenten Geschlechteraspekten von Klimapolitik des Umweltbundesamts soll diese Verwobenheit angehen. Dr. Arn Sauer gibt in ihrem Vortrag einen Überblick zu den Grundlagen und Ergebnissen. Das Forschungsteam besteht aus dem Wuppertal Institut, GenderCC und dem Institut für sozial-ökologische Forschung Grundansätze. Sie haben bestehende Bundesprogramme auf ihre Genderrelevanz hin analysiert und konkrete Politikempfehlungen gegeben. Arn Sauer stellt das Instrument zur gleichstellungsorientierten Folgenabschätzung (Gender Impact Assessment) vor, das an den Klimabereich angepasst wurde.

Beschreibung

Auf der ganzen Welt tragen Frauen 75% der unbezahlten Arbeit, speziell die Kinderversorgung, das Kochen, das Reinigen oder die Landwirtschaft. Ohne diese Arbeit könnte eine Gesellschaft nicht bestehen. Doch unbezahlte Care-Arbeit ist häufig unsichtbar. Sie sollte als Teil der Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts genutzt werden, um diese mehr wertzuschätzen. Würde dies geschehen, wäre die Wichtigkeit von Care-Arbeit deutlich: Zum Beispiel würde in Tanzania unbezahlte Care-Arbeit 63% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. In der Schweiz würde Care-Arbeit im Bruttoinlandsprodukt den Wert von Banken und der Versicherungsindustrie einnehmen.