Fachgespräch Rassifizierung von Männlichkeiten - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Nicht nur rechtsextreme Männer greifen auf Rassismen zurück, auch bürgerliche Männer reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit Abgrenzung vom imaginierten anderen Mann. Rassifizierte Männlichkeiten und Unterschichtsmännlichkeiten werden als archaisch und unbeweglich beschrieben. Der Abstand zu den als anders definierten Männlichkeiten scheint der Gradmesser der eigenen Emanzipation bürgerlicher Männer zu sein. Özcan Karadeniz thematisiert in seinem Vortrag die Vergeschlechtlichung von Rassifizierung und die Konstruktion einer weiß-bürgerlichen männlichen Norm in Abgrenzung zu veranderten Männlichkeiten.

Fachgespräch: Männlichkeiten und Ideologie der Ungleichwertigkeit - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Torsten Nagel, Leiter der Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus im Landesverband der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein, verfügt über eine langjährige Expertise aus der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus. Er wirft einen Blick aus der Praxis auf Männlichkeit(en) und dem Zusammenhang zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) in der Mitte der Gesellschaft und rechtsextremer Ideologie. Nach einer Lageeinschätzung zum Rechtsextremismus heute geht Nagel anhand von Praxisbeispielen der Frage nach, wie Prävention gegen Rechtsextremismus eine demokratische Zivilgesellschaft stärken kann und warum es notwendig ist, Gender und Männlichkeitskonstruktionen mitzudenken.

#2 Männlichkeit und autoritärer Charakter - sozialpsychologische Deutungen rechter Weltanschauungen - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Sebastian Winter beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit seit vielen Jahren mit Rechtsextremismus und dem Zusammenhang von Geschlecht und Ressentiment. Er geht in seinem Vortrag aus sozialpsychologischer Sicht der Frage nach, was rechte, autoritäre Modelle in einer komplexer werdenden Welt so attraktiv macht und was das für die politische und pädagogische Praxis bedeuten kann.

Beschreibung

Soziale Arbeit ist durch aktuelle Entwicklungen im Rechtspopulismus und Rechtsextremismus besonders herausgefordert. Sie fördert die gesellschaftliche und soziale Entwicklung von Menschen und deren Selbstbestimmung, orientiert an sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und der Achtung der Vielfalt. Sie muss ihre fachlichen und pädagogischen Konzepte geschlechter- und vielfaltssensibel weiterentwickeln, z. B. in der Arbeit mit Jungen und jungen Männern. Es sind Antworten zu finden auf die Frage, wie die Alternativen zu rechten Männlichkeitskonstruktionen und -bildern am besten ermöglicht und unterstützt werden können.

Beschreibung

Aus der Perspektive der Jungen*arbeit wirft Olaf Jantz einen Blick auf die soziale Kategorie der Armut. Unterrepräsentierte Armutsphänomene finden auch in der Pädagogik wenig Aufmerksamkeit, dabei lassen sich mit einer intersektionalen Linse einerseits Gemeinsamkeiten, andererseits auch Unterschiede zu anderen Kategorien wie Rassismus erkennen. Jantz betont dabei, dass an erster Stelle eine kritische Selbstreflexion der eigenen Rolle als pädagogische Fachkraft geschehen muss, da sonst internalisierte klassistische Zuschreibungen reproduziert werden und eine erfolgreiche Arbeit mit den Jungen* behindern können. Anhand von Themenkomplexen, u. a. der Ansprache/Sprache, Identifikation, Anerkennung, Beschämung oder auch Spannungsfeldern zwischen der eigenen akademisierten Disziplin und der Praxis, skizziert Jantz im ersten Teil des Vortrags Herausforderungen der Jungen*arbeit auf diesem Feld. 

Hier geht es zu den anderen Teilen des Vortrags:

Beschreibung

DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung.

Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner („Angela Merkel – Die Unerwartete“) eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung geglückt. Die Bilder, die er gefunden hat, entfalten eine Wucht, die das Kino als Ort der politischen Selbst- vergewisserung neu entdecken lässt. Ein erkenntnisreiches Zeitdokument, das einen unüberhörbaren Beitrag zur aktuellen Diskussion leistet.

Als Torsten Körner 2015 anfing, DIE UNBEUGSAMEN zu entwickeln, war noch nicht absehbar, dass die amerikanischen Präsidentschaftswahlen einen offen frauenfeindlichen Präsidenten ins Weiße Haus bringen würden. Der Weinstein-Skandal und die bis heute andauernde #MeToo-Debatte um Machtmiss- brauch und sexuelle Gewalt wie auch der Aufstieg von Populisten, Autokraten und Clownspolitikern lag noch vor uns, als Körner sich auf eine außergewöhnliche, einzigartige filmische Zeitreise begab. Mitreisende sind zahlreiche Pionierinnen der Bonner Republik, die er an ihre alten Wirkungsstätten einlud, um sie zu interviewen – darunter Herta Däubler-Gmelin (SPD), Marie-Elisabeth Klee (CDU), Ursula Männle (CSU), Christa Nickels (Die Grünen), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Renate Schmidt (SPD) und Rita Süssmuth (CDU). Historische Aufnahmen zeigen darüber hinaus politische Größen wie Aenne Brauksiepe (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP), Waltraud Schoppe und Petra Kelly (Die Grünen). Eindrucksvoll und inspirierend schenkt der facettenreiche Rückblick in die westdeutsche Vergangenheit wertvolle Impulse für die Gegenwart und die Zukunft.

DIE UNBEUGSAMEN ist eine Produktion von Broadview Pictures (Produzent: Emmy-Preisträger Leopold Hoesch) in Koproduktion mit ZDF/3sat, gefördert mit Mitteln der Film- und Medienstiftung NRW, der Be- auftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Deutschen Filmförderfonds.

Digitale Zukunft geschlechtergerecht gestalten - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Das Gutachten zum dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung war eindeutig: im Bereich der Digitalisierung hat Deutschland Nachholbedarf, vor allem mit Blick auf Geschlechtergerechtigkeit. Das betrifft alle Bereiche von der Informatikausbildung, über die Entwicklung von Technologien bis hin zu Technikfolgeabschätzung. Ideen und Vorschläge, wie dieser Gemengelage beizukommen ist, liefert das Gutachten natürlich mit, sie reichen von Partizipation bis Regulierung.

Wir wollen diese Ideen gemeinsam mit unseren Expertinnen diskutieren und den Bogen über Deutschland hinaus nach Europa spannen, denn die Digitalisierung hält sich nicht an Landesgrenzen fest. Mit dem #EUDigitalManifesto liegt ein politisch-aktivistischer Vorschlag auf dem Tisch.

Dabei soll es u. a. um folgende Fragen gehen:

  • Was muss sich bei Technologieentwicklung ändern? Reichen diversere Teams aus?
  • Wer überprüft den gesellschaftlichen Nutzen von Technologie und nach welchen Kriterien?
  • Welche Regulierungsansätze auf europäischer Ebene können uns auch in Deutschland voranbringen?

Es diskutieren:

  • Alexandra Geese, MdEP Fraktion Die Grünen/EFA
  • Fiona Krakenbürger, Open Technology Fund, Heart of Code
  • Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, HWR Berlin & Vorsitzende Sachverständigenkommission 3. Gleichstellungsbericht

Moderation: Francesca Schmidt, Referentin feministische Netzpolitik, GWI

NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER Trailer German Deutsch (2020) - KinoCheck

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Die 17-jährige Autumn arbeitet wie ihre ältere Cousine Skylar als Supermarktkassiererin. Nachdem ihre Periode ausbleibt, wendet sie sich an das Gesundheitszentrum in ihrem Ort, dem ländlichen Pennsylvania. Dort erhält sie jedoch keinen anderen Schwangerschaftstest als die handelsüblichen Tests, die sie selbst im Supermarkt verkauft. Als ihre vermutete Schwangerschaft bestätigt wird, wird Autumn nicht allumfassend beraten, Abtreibung wird gar nicht erst erwähnt. Ein Grund dafür ist, dass für unter 18-Jährige eine Zustimmung der Eltern erfolgen muss. Als ihre Cousine endlich eingeweiht wird, begeben sich beide schnellstmöglich nach New York, da es dort mehr Anlaufstellen für Schwangerschaftsabbrüche gibt. Werden die beiden es schaffen, genug Geld zusammenzukratzen? Erfahren Autumns Eltern davon? Und was passiert eigentlich bei einer Abtreibung?

Beschreibung

Während Kena bei ihrem Vater arbeitet, der als Politiker antreten will, spricht ihre Mutter zuhause schlecht über ihren Ex, Kenas Vater. Kena fühlt sich als Frau in den von der Gesellschaft und Familie vorgegebenen Rollen unwohl. Doch als sie auf Ziki, einer jungen Frau aus der Nachbar*innenschaft, trifft, findet sie endlich eine Person, die sie wirklich versteht. Ziki ist jedoch die Tochter des politischen Rivalen von Kenas Vater. Außerdem werden Zikis Freundinnen eifersüchtig auf Kena. Als Kena und Ziki sich ineinander verlieben, scheint das Ganze aus dem Ruder zu laufen...