Beispiel für moderne Eugenik: Pränataldiagnostik - AbilityWatch

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Kurzvideo

Beispiel für moderne Eugenik: Pränataldiagnostik

Es handelt sich um einen kurzen Clip von AbilityWatch und Sozialhelden e.V., in dem eine Person wesentliche Kritikpunkte an Pränataldiagnostik (PND) zusammenfasst:

  • Die Suggestion, dass es sich bei einem Leben mit Behinderung um ein nicht lebenswertes Leben handelt.
  • Das Problem, dass nicht-invasive Pränataltests (NIPT) nur eine Information über bestimmte genetische Eigenschaften des Fötus geben können, aber keine Behandlung ermöglichen. 
  • Dass es eigentlich darum gehen müsste, gesellschaftliche Barrieren abzubauen.
  • Dass hier eine „embryopathische Indikation“ für den Schwangerschaftsabbruch durch die Hintertür beibehalten wird (indem man sagt, es sei unzumutbar, ein behindertes Kind zu bekommen).
  • Die hohe Falsch-positiv-Rate der Tests, die zu mehr (und nicht weniger) invasiven Untersuchungen führt.

Im Video wird die pränataldiagnostische Praxis als ein Beispiel für moderne Eugenik eingeordnet. Unter Eugenik wird die Lehre von der „Verbesserung des biologischen Erbgutes des Menschen“ verstanden.

Bemerkungen

Da hier eine Person nur spricht, ist der Clip eigentlich ein Audio-Clip, eine Audio-Personenbeschreibung ist dabei. Er ist dennoch gut, weil die wesentlichen Punkte kurz und klar zusammengefasst werden. Gleichzeitig sind die Formulierungen sprachlich anspruchsvoll und eher für Erwachsene geeignet.

Netzwerke zu den Themen:

  • AbilityWatch ist eine Aktionsplattform und versteht sich als Teil einer modernen Behindertenbewegung in Deutschland. AbilityWatch begleitet Politik kritisch, wirft Fragen auf und trägt dazu bei, das soziale Modell von Behinderung zu etablieren.
  • Sozialheld*innen setzen sich für Inklusion und Barrierefreiheit ein, mit Kampagnen, Beratung, Apps & Empowerment durch Menschen mit Behinderung.
  • #AbleismusTötet  ist ein journalistisches Rechercheprojekt zu Gewalt an Menschen mit Behinderungen.
Didaktische Hinweise

Zur Begriffserklärung Eugenik: https://gedenkort-t4.eu/wissen/was-heisst-eugenik

Weiterführende Literatur:

Gisela Bock (2018): „Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Studien zur Rassenpolitik und Geschlechterpolitik“ ist ein Standardwerk zur rassenhygienisch-eugenischen Sterilisationspolitik des Nationalsozialismus, ihre Vorgeschichte in der Weimarer Republik und ihre transnationale Verbreitung. Schwerpunkte: ihr Platz in der Rassenpolitik des "Dritten Reichs" und ihre Bedeutung für die Geschlechterbeziehungen. Online kostenlos verfügbar via refubium.fu-berlin.de.

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