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Ableismus

Ableismus bezeichnet unterschiedliche Diskriminierungsformen gegenüber Menschen mit Behinderung. Der Begriff leitet sich vom anglo-amerikanischen ability („Fähigkeit“) ab und wurde von der US-amerikanischen Behindertenrechtsbewegung geprägt. 

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Artikel und Publikationen
Beschreibung

Julia Tzschätzsch recherchiert für das Format ‚engel fragt‘ des Hessischen Rundfunks zum Thema Pränataldiagnostik (PND). Sie ist selbst Mutter von vier Kindern und hat sich in ihrer letzten Schwangerschaft für den Nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) entschieden. Das ist ein Bluttest, der Wahrscheinlichkeiten für die Trisomien 13, 18 und 21 beim Fötus ermittelt. Ihr Befund war unauffällig, sie hätte sich aber auch für ein Kind mit Trisomie 21 entschieden. Sie fragt sich, wie sich andere werdende Eltern nach einem solchen Test entscheiden und ob es sinnvoll ist, den Test von den Krankenkassen finanzieren zu lassen. Zum Zeitpunkt der Reportage werden 9 von 10 Schwangerschaften, bei denen eine fetale Trisomie 21 festgestellt wird, abgetrieben. Es stellt sich also die Frage: Werden es durch die Kassenleistung noch mehr?

Die Reporterin spricht mit einer Familie mit vier Kindern, von denen zwei mit Trisomie 21 leben und mit Personen, die gerade Eltern wurden oder es bald werden, über ihre Entscheidungen zum Bluttest. Ebenfalls zu Wort kommen ein Pränataldiagnostiker sowie ein Medizinethiker.

Der NIPT wird als medizinischer Fortschritt betrachtet. Zugleich wird betont, dass eine gute Beratung diese Entwicklung begleiten müsse. Diese wird in den Gesprächen als lückenhaft und unzureichend beschrieben. Den Personen, mit denen Tzschätzsch spricht, geht es vor allem darum, gut auf das Leben mit ihrem Kind vorbereitet zu sein. Dafür seien gute Beratung und Zeit notwendig.

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Beschreibung

Es handelt sich um einen kurzen Clip von AbilityWatch und Sozialhelden e.V., in dem eine Person wesentliche Kritikpunkte an Pränataldiagnostik (PND) zusammenfasst:

  • Die Suggestion, dass es sich bei einem Leben mit Behinderung um ein nicht lebenswertes Leben handelt.
  • Das Problem, dass nicht-invasive Pränataltests (NIPT) nur eine Information über bestimmte genetische Eigenschaften des Fötus geben können, aber keine Behandlung ermöglichen. 
  • Dass es eigentlich darum gehen müsste, gesellschaftliche Barrieren abzubauen.
  • Dass hier eine „embryopathische Indikation“ für den Schwangerschaftsabbruch durch die Hintertür beibehalten wird (indem man sagt, es sei unzumutbar, ein behindertes Kind zu bekommen).
  • Die hohe Falsch-positiv-Rate der Tests, die zu mehr (und nicht weniger) invasiven Untersuchungen führt.

Im Video wird die pränataldiagnostische Praxis als ein Beispiel für moderne Eugenik eingeordnet. Unter Eugenik wird die Lehre von der „Verbesserung des biologischen Erbgutes des Menschen“ verstanden.

Bauchgefühl (Ausschnitt) - Theaterstück von Theater Thikwa und hannsjanna - Nicht nur Mütter waren schwanger

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Das Video zeigt einen kurzen Ausschnitt eines Theaterstücks des Theaters thikwa und des feministischen Kollektivs hannsjana, in dem humorvoll Hürden für das Elternwerden und der Wunsch nach reproduktiver Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung thematisiert werden.

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Hauptsache, du kriegst kein Kind – Sterilisation von Menschen mit Behinderungen - andererseits

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In diesem Video geht es um (sexuelle) Selbstbestimmung, Verhütung, Sterilisation und den Wunsch nach Elternschaft von Menschen mit Behinderungen. Es geht darum, dass bis heute trotz entsprechenden rechtlichen Regelungen in Deutschland und Österreich Menschen mit Behinderungen sterilisiert werden, ohne das wirklich selbstbestimmt entschieden zu haben. Zwei Journalistinnen der Redaktion Andererseits  berichten hier darüber, dass Ärzt*innen das Recht teilweise nicht gut genug kennen, es oft fehlende Informationen für und über Menschen mit Behinderungen gibt und damit einhergehend fehlende Barrierefreiheit, fehlender Schutz vor Gewalt und fehlende Aufklärung. Insgesamt wird eine mangelhafte Datenlage festgestellt und betont, dass es viele Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen in Hinblick auf selbstbestimmte Elternschaft gibt. Für diese Recherche haben die Journalistinnen mit über 100 Menschen im deutsch-sprachigen Raum gesprochen und damit die umfassendste Recherche zu Sterilisation und Verhütung von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in diesem Kontext gemacht. In dem Video kommen Menschen mit Lern-Schwierigkeiten zu Wort, die zu ihrem Kinderwunsch und ihren Erfahrungen im Kontext der Sterilisation interviewt wurden. Außerdem kommen auch Ärztinnen zu Wort, die beispielsweise darum gebeten wurden, Sterilisationen vorzunehmen. Ein Prüfer der Vereinten Nationen spricht darüber, dass Österreich und Deutschland im Rahmen der Staatenprüfung der UN die Behindertenrechtskonvention nicht umfassend umsetzen, da z.B. noch solche Sterilisationen ohne Einwilligung stattfinden.

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Beschreibung

Aufzeichnung der Buchvorstellung von Alicia Beier, Gynäkologin und Co-Gründerin von Doctors for Choice Germany, „Das Patriarchat im Uterus“, 2025 und Sibel Schick, Journalistin, Podcasterin, „Mein Körper – wessen Entscheidung?“, 2026 moderiert von Anthea Kyere, Antidiskriminierungsberaterin, am 24.03.2026 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin.

Reproduktive Selbstbestimmung hängt auch in Deutschland stark mit den Grundfragen sozialer Gerechtigkeit zusammen: Was kostet ein Schwangerschaftsabbruch und wie komme ich an die nötigen Informationen, um eine Praxis oder Klinik zu finden, in der ich schnell, zugewandt und professionell behandelt werde? Wie und wohin wende ich mich, wenn ich Gewalt erlebe und Schutz brauche? Wie kann ich mir genug Wohnraum leisten, um ein Leben mit den Kindern zu führen, die ich schon habe oder mir wünsche? Wie kann ich mir sicher sein, dass meine Kinder ohne Diskriminierung und mit der Unterstützung aufwachsen, die sie im Laufe ihres Lebens benötigen? Zu all diesen Fragen gehört auch, wer in Deutschland eigentlich als Elternteil gedacht wird, wem das Kinderkriegen ermöglicht werden soll und wem nicht. Rassifizierte, behinderte, queere und arme Menschen erleben oft, dass ihnen das Kinderkriegen abgesprochen und ausgeredet oder es gar strukturell verhindert wird. Alicia Baier und Sibel Schick analysieren in ihren Büchern die patriarchalen und diskriminierenden gesellschaftlichen Strukturen, die Selbstbestimmung verhindern. Moderiert von Anthea Kyere lud der Abend dazu ein, über reproduktive Gerechtigkeit als gesellschaftliche Aufgabe und politische Forderung zu sprechen: über feministische Perspektiven auf Selbstbestimmung, rechte Körperpolitiken, Solidarität und die Frage, wie Selbstbestimmung jenseits von Tabuisierung, Stigmatisierung und Ungleichheit möglich wird.

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