Silvia Federici, eine der prominentesten marxistischen Feminist*innen, analysiert die Unsichtbarmachung von Frauen in Marx‘ Schriften und im marxistischen Verständnis von Arbeit. Sie spricht über die Rolle der Hausarbeit und Sorgearbeit, die Mechanisierung des Körpers und die Bedeutung der Kontrolle über Körper im Kapitalismus. Sie erklärt, dass Reproduktion von Arbeitskraft eine Kernaufgabe von Frauen ist und warum der Kapitalismus Sexismus braucht.
Unter Care-Arbeit läuft jegliche Form von Arbeit, bei der Fürsorge im Mittelpunkt steht und die meistens nicht entlohnt ist. Das sind zum Beispiel die Erziehung von Kindern oder das Pflegen der Eltern im Alter. Es sind aber auch Dinge wie emotionale Unterstützung von Menschen, denen es nicht gut geht. In unserem binären Gendersystem wird Care-Arbeit Frauen zugeschrieben und oft als selbstverständlich verstanden. Damit gehen unterschiedliche Arbeitsauslastungen und Gehaltsunterschiede einher. Mit dem Wandel hin zu mehr Gleichheit auf dem Arbeitsmarkt im globalen Norden sind es oft Menschen aus ärmeren Ländern, die die hohe Nachfrage für Care-Arbeit zum Beispiel im Pflegebereich decken. Mehr Infos gibt es bei der Bundeszentrale für Politische Bildung bpb.