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Artikel und Publikationen

Colorism & Activism: The Erasure of Dark Skin Femmes - Mayowa's World

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Beschreibung

Mayowa setzt sich mit dem Thema Colorism aus einer persönlichen Perspektive auseinander. Mit dem Fokus auf die Repräsentation von Frauen of Color mit einer dunklen Komplexion, prangert sie an, dass aktivistische Räume verstärkt BIPoC Frauen mit hellerer Haut bevorzugen. Sie nennt Beispiele wie die Aktivistinnen Angela Davis, Angela Rye und Ijeoma Oluo. Durch den überproportionalen Fokus auf hellerhäutige Frauen wird die Erfahrung des Schwarzseins homogenisiert und die verstärkten Diskriminierungen aufgrund dunklerer Haut unsichtbar gemacht. Mayowa betont, dass Paneldiskussionen oder Filme von Colorism profitieren. Personen, die aufgrund dieses Mechanismus privilegierter sind, müssen Colorism aktiv entgegentreten. 

Colorism 101 - Mayowa's World

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Beschreibung

In diesem Video setzt sich Mayowa mit dem Thema Colorism aus einer persönlichen Perspektive auseinander. Sie definiert den Begriff als systemische Diskriminierung aufgrund dunklerer Hauttöne innerhalb von Communities of Color. Sie betont, dass Menschen of Color, die hellere Haut haben, nicht strukturell von Colorism-Diskriminierung betroffen sind. Eine intersektionale Perspektive ist deshalb unerlässlich. Aus ihrer Sicht sind Frauen und Männer unterschiedlich von Colorism betroffen: Während dunkle Haut bei BiPoC-Männern eher mit normativen Idealen von „Männlichkeit“ besetzt wird, erfahren BiPoC-Frauen mit dunklerer Haut verstärkt Unsichtbarmachung – so erfahren Frauen mit hellerer Haut deutlich mehr mediale Repräsentation.

Beschreibung

Die Deutsche Welle begleitet zwei junge Frauen, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus im deutschen Alltag berichten. Beide hatten gerade in ihrer Kindheit und Jugend häufig das Gefühl, die Einzige zu sein  alleine zu sein mit rassistischen Erlebnissen. So wird struktureller Rassismus als persönlicher Einzelfall abgetan. Selbstorganisierte Gruppen von Schwarzen Jugendlichen und ihren Familien schaffen Halt und Zugehörigkeit.   

Beschreibung

Co-Kurator*in Jeanne Nzakizabandi nimmt euch mit zu einem digitalen Rundgang der Ausstellung „Hingucker? Kolonialismus und Rassismus ausstellen“. Nzakizabandi führt durch die verschiedenen Themenräume und gibt Einblicke in ausgewählte Exponate und Hintergründe rund um Kolonialismus und Rassismus in der deutschen Geschichten, insbesondere Schwarzer Geschichte in Deutschland. Die Perspektiven von Fremd- und Selbstwahrnehmung und der Subjekt-Objekt-Beziehung ziehen historische Bezüge und wirken gleichzeitig emanzipierend für die Repräsentation dieser zu selten angesprochenen Themen und Personen.

Beschreibung

Von Rassismus betroffene Menschen werden immer wieder mit der Frage konfrontiert: Können weiße Menschen nicht auch Rassismus erleben? Nein, aber sie können Diskriminierung auf anderen Ebenen erfahren, z. B. aufgrund ihres Geschlechts, oder auch Stigmatisierung, Vorurteile usw. erleben. Rassismus an sich ist jedoch ein tiefverankertes Konstrukt weißer Personen, um nicht-weiße Menschen zu unterdrücken. Das Video eignet sich auch dazu, wenn von Rassismus betroffene Personen die Argumente fehlen, dem Irrglauben des „Reversiven Rassismus“ entgegenzutreten.

Panels for the BIPoC Climate Justice Conference - Konzeptwerk Neue Oekonomie

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Im Panel der BIPoC Climate Justice Conference Germany des Climate Justice Network wurde die Geschichte von Klima und Gerechtigkeitsaktivismus thematisiert. Zu Gast sind Wissenschaftler*innen und Klimaaktivist*innen Brototi Roy, Imeh Ituen und Peter Emorinken-Donatus. Die Geschichtsschreibung von Klimagerechtigkeit wird aus einer weißen Perspektive häufig erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts verortet. Allerdings zeigt eine intersektionale, rassismuskritische Perspektive die Kontinuitäten vom indigenen Klimaaktivismus, der sich seit Jahrhunderten gegen die Umweltzerstörung einsetzt und mit dem Kolonialismus einherging. Die Gäste der Paneldiskussion sind sich einig: Intersektionalität kommt im Klimaaktivismus zu kurz. Das führt dazu, dass Hierarchien innerhalb der Klimabewegung und Gewalt gegen indigene Klimaaktivist*innen nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.

Maisha Maureen Eggers über Kinderbücher und Empowerment (Teil 1) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung

Prof. Dr. Maisha Maureen Eggers ist Erziehungswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies) an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Im Interview spricht sie über die Rolle von Kinderbüchern für Empowerment. Vorurteilsbewusste Literatur ist in der Bildungspraxis unerlässlich. Am Beispiel Pippi Langstrumpf zeigt sie die Wichtigkeit von Solidarität und Rassismuskritik an Kinderbüchern. Differenz wird als Mittel der Erzählung verwendet. So werden Nebencharaktere zur Protagonistin Pippi als Kontrastmittel eingesetzt, um Pippis Handlungsmacht zu erhöhen. Auch rassifizierte Teile der Welt werden mit abschätziger Fremdheit besetzt, um das Selbst zu definieren und weiße Dominanz zu stärken. Dagegen sollten Kinderliteratur durch Erzählungen einen emanzipierenden und stärkenden Zugang ermöglichen, indem sie Vielschichtigkeit thematisieren und neue Handlungsräume für Kinder erobern. Entscheidend ist auch, Kindern Wege zu vermitteln, mit eigenen Diskriminierungserfahrungen umzugehen.

Beschreibung

Gemeinsam begeben sich die Reporterin Nadine Hadad und die Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly auf Spurensuche durch Berlin. Sie besuchen relevante Orte, die afrodeutsche Geschichte sichtbar machen, wie das May-Ayim-Ufer oder eine Gedenktafel an dem Ort, an dem der afroamerikanische Wissenschaftler W. E. B. Du Bois lebte. Die geschichtlichen Spuren zeigen die lange Geschichte afrodeutschen Widerstandes. Schon 1919 forderte Martin Dibobe in einer Petition an die Deutsche Nationalversammlung Gleichberechtigung für Schwarze Menschen in Deutschland und den Kolonien. Natasha A. Kelly erläutert eindringlich, warum May Ayim so wichtig für die Schwarze deutsche Selbstermächtigung war. Gleichzeitig besuchen Hadad und Kelly auch Orte, die noch von rassistischer Fremdbezeichnung geprägt sind, wie Straßen, die noch die Namen ehemaliger Kolonialherren tragen.

Beschreibung

Rassismus soll von Schwarzen Menschen oft erst bewiesen werden, u. a. durch das Offenbaren traumatischer persönlicher Erfahrungen. Aber als wissenschaftliches Thema wird Rassismus selten anerkannt und Wissenschaftler*innen der Black Studies werden in Deutschland delegitimiert. Dabei wird Rassismus als strukturelles und historisch gewachsenes Phänomen vollkommen außer Acht gelassen. Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly erklärt die lange Kontinuiät von Rassismus in Deutschland und die Verwobenheit mit der deutschen Kolonialgeschichte. Speziell greift sie die Debatte um den „Rasse“-Begriff im Grundgesetz auf. Sie begründet, warum sie den Begriff „Rasse“ als unerlässlich sieht. Sie beleuchtet, warum Rassismus regelmäßig ignoriert wird und was nötig ist, um ihn zu überwinden. Darüber hinaus geht es um den persönlichen Werdegang von Natasha A. Kelly und ihre eigene Politisierung und die Auseinandersetzung mit afrodeutscher Geschichte.