Beschreibung

Die Deutsche Welle begleitet zwei junge Frauen, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus im deutschen Alltag berichten. Beide hatten gerade in ihrer Kindheit und Jugend häufig das Gefühl, die Einzige zu sein — alleine zu sein mit rassistischen Erlebnissen. So wird struktureller Rassismus als persönlicher Einzelfall abgetan. Selbstorganisierte Gruppen von Schwarzen Jugendlichen und ihren Familien schaffen Halt und Zugehörigkeit.   

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Die mittlerweile 80-jährige Miss Major Griffin-Gracy hat bereits vieles hinter sich: Sie war als Transfrau im Gefängnis, ist ehemalige Sexarbeiterin und war eine führende Person der Stonewall-Aufstände. Sie setzt sich seit langem für LGBTQI-Rechte ein. Besonders wichtig sind ihr die Rechte von Transfrauen of Color, die Polizeigewalt oder Gewalt in Männergefängnissen erlebt haben.
 

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Rassismus soll von Schwarzen Menschen oft erst bewiesen werden, u. a. durch das Offenbaren traumatischer persönlicher Erfahrungen. Aber als wissenschaftliches Thema wird Rassismus selten anerkannt und Wissenschaftler*innen der Black Studies werden in Deutschland delegitimiert. Dabei wird Rassismus als strukturelles und historisch gewachsenes Phänomen vollkommen außer Acht gelassen. Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly erklärt die lange Kontinuiät von Rassismus in Deutschland und die Verwobenheit mit der deutschen Kolonialgeschichte. Speziell greift sie die Debatte um den „Rasse“-Begriff im Grundgesetz auf. Sie begründet, warum sie den Begriff „Rasse“ als unerlässlich sieht. Sie beleuchtet, warum Rassismus regelmäßig ignoriert wird und was nötig ist, um ihn zu überwinden. Darüber hinaus geht es um den persönlichen Werdegang von Natasha A. Kelly und ihre eigene Politisierung und die Auseinandersetzung mit afrodeutscher Geschichte.

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Nachdem im ersten Teil von Amiras Besuch über ihre Erfahrungen als Muslima gesprochen wurde, gehen nun beide gemeinsam an den Ort, wo CurlyJay aka Joana aufgewachsen ist. Hier spricht Joana mit Amira über ihre Rassismuserfahrungen, Mobbing und dem Zugehörigkeitsgefühl in der Kindheit und Jugend und was das Gefühl mit ihnen macht, alleine zu sein und keine Unterstützung zu bekommen.

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Jana Pareigis, Fernsehmoderation, reist durch Deutschland und spricht mit anderen Afrodeutschen und Schwarzen Menschen über deren Repräsentation  in den deutschen Medien, aber auch über ihr (alltägliches) Leben in Deutschland und Rassismuserfahrungen. Mit dabei sind bekannte Gesichter wie Samy Deluxe, der NS-Zeitzeuge Theodor W. Michael und viele andere, die versuchen in Deutschland als Deutsche akzeptiert zu werden. Die Diskriminierung und das Unsichtbarmachen Schwarzer Stimmen ist tief in der deutschen Geschichte verankert und verbindet viele Afrodeutsche und Schwarze Menschen. 

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Gemeinsam begeben sich die Reporterin Nadine Hadad und die Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly auf Spurensuche durch Berlin. Sie besuchen relevante Orte, die afrodeutsche Geschichte sichtbar machen, wie das May-Ayim-Ufer oder eine Gedenktafel an dem Ort, an dem der afroamerikanische Wissenschaftler W. E. B. Du Bois lebte. Die geschichtlichen Spuren zeigen die lange Geschichte afrodeutschen Widerstandes. Schon 1919 forderte Martin Dibobe in einer Petition an die Deutsche Nationalversammlung Gleichberechtigung für Schwarze Menschen in Deutschland und den Kolonien. Natasha A. Kelly erläutert eindringlich, warum May Ayim so wichtig für die Schwarze deutsche Selbstermächtigung war. Gleichzeitig besuchen Hadad und Kelly auch Orte, die noch von rassistischer Fremdbezeichnung geprägt sind, wie Straßen, die noch die Namen ehemaliger Kolonialherren tragen.