Beschreibung

Angesichts der Bundestagswahl 2021 wird die Debatte um die beiden Paragraphen §218 und §219a vorangetrieben. §218 kriminalisiert Schwangerschaftsabbrüche im Strafgesetzbuch im selben Abschnitt wie Mord und Totschlag. Daran ist also eine ethische Frage gebunden, die das „Leben“ des Ungeborenen (hier sollte sich jede Person selbst fragen, ab wann das Leben anfängt) gegen das Selbstbestimmungsrecht schwangerer Personen stellt.

Das Video versucht beide Seiten zu beleuchten. Adriana Beran vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung Münster hat selbst erlebt, welches Stigma und aufgestülpten Schuldgefühle Beran bis zum eigenen Schwangerschaftsabbruch begleiteten, obwohl Beran sich danach erleichtert fühlte. Beran berichtet dabei auch vom medikamentösen Abbruch, den Beran selbst nutzte. Berans Position wird im Video auch von der Linken vertreten.

Im Gegensatz dazu steht Fabiola Kaminski, Pro-Life Aktivist*in. Kaminski setzt sich für das Leben von Ungeborenen ein und erklärt, wie Kaminski zu diesem Thema gekommen ist. Auch die CDU/CSU vertritt ähnliche Ansichten.

Im Video wird deutlich, dass beide Aktivist*innen sich für Frauenrechte, Aufklärung und mehr politische Aufmerksamkeit einsetzen, die Herangehensweisen und Positionierungen unterscheiden sich jedoch sehr stark voneinander. Weiterhin wird im Schnelldurchlauf die Entwicklung des §218 erklärt und welche drei sicheren Methoden des Schwangerschaftsabbruches in Deutschland praktiziert werden. Hier findet ihr auch eine Einordnung der größeren Parteien in Deutschland, die sich eher für oder gegen die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der dazugehörigen „Werbung“ (§219a) aussprechen.

My body, my choice! Kämpfe um das Recht auf Abtreibung in Polen, Deutschland und weltweit - leftvision

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Beschreibung

Hanna von Dziewuchy Berlin, einem queerfeministischen polnischen Kollektiv in Berlin, gibt Antworten zur Frage: Wie unterscheidet sich die Lage in Polen 2020 im Gegensatz zu 2016, wo bereits versucht wurde, Schwangerschaftsabbrüche zu kriminalisieren? Und was hat eine nationalistische, religiös-fundamentalistische und rechtsextreme Gesinnung damit zu tun? Während die juristische Lage in Deutschland zwar etwas besser ist, kommt hier der starke Gegenwind vor allem aus der Gesellschaft, was Dr. med. Jana Maeffert von Doctors for Choice berichtet. Der „Marsch fürs Leben“, der zu den Positionierungen von „Pro-Life“ (alternativ: Lebensschützer*innen) einzuordnen ist, gewinnt immer mehr Anhänger*innen, die teils Praxen und Kliniken bedrohen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Lilli vom What the Fuck?! Bündnis beschreibt, wie Aktivist*innen, die sich gegen den Marsch fürs Leben stellen, Repressionen von Staatsbehörden erleben.

Beschreibung

Vier junge Cis-Frauen erzählen über ihren Schwangerschaftsabbruch. Wie kam es dazu? Was haben sie gefühlt, als sie erfahren haben, dass sie schwanger sind? Wer hat sie (nicht) unterstützt und wie sind sie an Informationen gekommen? Durch die unterschiedlichen persönlichen Stories wird klar, dass Abtreibungen nie von gesellschaftlichen Erwartungen anderer frei sein können, was den schwangeren Personen ihre Selbstbestimmung raubt. Zusätzlich sorgt es oft für aufkommende „Schuldgefühle“ bei den Abtreibenden, denn es gibt nur wenig positive, befreiende oder empowernde Berichte. Noch immer sind Schwangerschaftsabbrüche in vielen Gesellschaften stigmatisiert.