trailer Zora - Christine Lamberty

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Der Dokumentarfilm behandelt die Geschichte der Roten Zora, die sich in den 1970ern und 80ern in der BRD als feministische und militantische FrauenLesbenvereinigung geheim organisierte. Sie ging aus dem Kontext der Studierendenbewegungen, der Frauenbewegungen und den sogenannten Revolutionären Zellen hervor, die als linksextremistisch eingestuft wurden und sich der Autonomen Bewegung zuordneten. Ihr Aktivismus positionierte sich u. a. gegen Gewalt gegen Frauen, Gen- und Reproduktionstechnologien und dem Ausbeutungsmechanismus des Patriarchats. Allen voran stand sie aber für die Emanzipation und Selbstbestimmung von FrauenLesben. Der Film lässt ehemalige Zoras sprechen, interviewt aber auch Zeitzeug*innen und eine Historikerin. Zudem werden FrauenLesben zur Kontextualisierung des heutigen Geschehens befragt.

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„Gender“ – dieses Wort macht offenbar einigen Menschen Angst. Rechtsextreme, Populist*innen und erzkonservative Christ*innen verwenden das Wort ohne jeden Sachverstand und wollen gezielt Panik schüren. Leider sind sie damit in Teilen der Bevölkerung erfolgreich. So bilden sich Allianzen im „Kampf gegen links-grün-versiffte Politik“, die von ganz rechts bis in die Mitte der Gesellschaft und liberale Feuilletons hineinreichen.

Dabei verbirgt sich hinter der Wissenschaft der Gender Studies lediglich die Frage danach, welche Rolle die Kategorie „Geschlecht“ für die eigene Identität und für die gesellschaftliche Ordnung spielt. Dennoch sind Gender-Wissenschaftler*innen derzeit massiven Angriffen und beleidigenden Attacken ausgesetzt. Keine andere akademische Disziplin wird derart lächerlich gemacht wie die Geschlechterforschung. Wieso gibt es einen so aggressiven Widerstand gegen ein so kleines Forschungsgebiet?

Über diese Frage und über die bedeutende Rolle der Gender Studies sprachen wir mit der Soziologin und Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung Sabine Hark (TU Berlin) und dem Publikum.

 

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Ist Rap eine Waffe gegen Diskriminierung? Was Musik für verschiedene BIPOC bedeutet und welche Möglichkeiten Rap-Musik bietet, rassistische, sexistische und anderen Formen der Diskriminierung zu bekämpfen, möchte der Journalist Malcolm Ohanwe in dieser Folge des ARD-Formats RESPEKT herausfinden. Bevor er als Journalist gegen Diskriminierung anfing zu kämpfen, wollte er ursprünglich selbst Deutschrapper werden. Er sprach mit vier Raper*innen: Dem Münchner Rapper Xay, dessen Eltern Uiguren sind, das ist eine muslimische Minderheit in China. Von ihm erfährt Malcolm, wie ihm die Musik zu einer neuen Identität verhalf. Der Schwarzen Berliner Rapperin Aisha Vibes, die bereits mit über eine Millionen Aufrufen ihrer Videos etabliert ist. Sie erzählt davon, wie es ist, gleich zwei Minderheiten anzugehören: Als Frau im Rap und als Schwarze in Deutschland. Der queerfeministische Kurdin Ebow, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat und ebenfalls mit Rap ihre Erfahrungen verarbeiten und Diskriminierung bekämpfen möchte. Und mit dem Bonner Sugar MMFK, der in Deutschland geboren und zur Schule gegangen ist. Seine Eltern waren kurz vor seine Geburt aus Angola nach Deutschland geflohen. Er hat Deutschland nie verlassen. Nun droht ihm die Abschiebung.

Malcolms Fazit der Recherche lautet: „Rap hilft der Demokratie, weil wir gezwungen sind uns mit anderen Lebenswelten zu beschäftigen.“

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Vortrag mit Prof. Andrea Petö, Central European University, Budapest, Ungarn

Die Wahlen zum Europaparlament werden von Rechten und Anti-Gender-Bewegungen dazu genutzt werden, die liberalen Demokratien in Europa anzugreifen und grundlegend zu verändern. Das Feindbild „Gender-Ideologie“ bildet dabei den symbolischen Kitt zwischen verschiedenen religiösen, fundamentalistischen und politischen Kräften. Menschenrechte und die Gleichheit aller Geschlechter werden in Frage gestellt, gesellschaftliche Diskurse immer weiter nach rechts verschoben.

Ausgehend von aktuellen Entwicklungen im Ungarn des Viktor Orban analysiert Prof. Andrea Petö in ihrem Vortrag, was das Neue an diesen Angriffen auf feministische Errungenschaften ist. Sie zeigt auf, dass die Anti-Gender-Bewegungen eine nationalistische, neokonservative Antwort auf die Krise der globalen neoliberalen Weltordnung ist und dass es wichtig ist, sich ihr entgegenzustellen.

Andrea Petö, 54, ist Professorin für Gender Studies an der Central European University in Budapest und eine der profiliertesten Historikerinnen Ungarns. Ihre Arbeiten zu Gender, Politik, Holocaust und Krieg wurden in 18 Sprachen übersetzt. Sie forscht zurzeit am Institut für Zeitgeschichte der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Für die Heinrich-Böll-Stiftung hat sie eine feministische Einschätzung zur Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn 1956 abgegeben.