In dem Video vom Y-Kollektiv wird eine Familie porträtiert, deren älteres Kind Trisomie 21 hat. Für die Familie selbst war die Entscheidung für die Pränataldiagnostik (PND) kein Thema, da die Eltern diese nicht in Anspruch genommen haben. Die Pränataldiagnostik wird aber problematisiert und die Eltern selbst kritisieren das Verfahren. Die gesellschaftliche Dimension, also Druck auf Eltern, fehlende Inklusion von Menschen mit Behinderung usw., wird hervorgehoben. Zugleich wird der Alltag mit ihrem Kind in realistischer und positiver Weise dargestellt, als ein ziemlich „normaler“ Familienalltag. Herausforderungen durch die Behinderung des älteren von zwei Kindern werden aber auch thematisiert.
Es gibt eine kurze Sequenz mit einer Gynäkologin, die darüber berichtet, dass die meisten Eltern sich nach einer Diagnose gegen das Kind entscheiden. Ihre eigene Rolle und die Rolle der Diagnostik selbst wird allerdings nicht problematisiert.
Im letzten Abschnitt steht ein Erwachsener mit Trisomie 21 im Mittelpunkt, der selbst zu Wort kommt und sich gegen Abtreibungen nach Pränataldiagnostik positioniert.
Den Rahmen des Beitrags bildet der Journalist, dessen eigene Betroffenheit den Anlass bildet: Er ist selbst kürzlich Vater geworden und hat Pränataldiagnostik in Anspruch genommen.