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Von der Eizellspende bis zur Leihmutterschaft. Wo sind die ethischen Grenzen? | Deutschlandfunk

In dieser Diskussion treffen unterschiedliche gesellschaftliche und politische Positionen aufeinander: Mit der Rechtsphilosophin Friederike Wapler, einem Mitglied der Regierungskommission zur reproduktiven Selbstbestimmung, der Grünen-Politikerin Saskia Weishaupt, der Gynäkologin und Psychotherapeutin Silke Koppermann sowie Vertreter*innen von Familien nach Eizellspende und Leihmutterschaft kommen juristische, medizinische, feministische, politische und persönliche Perspektiven zu Wort. Im Mittelpunkt steht die Situation ungewollt kinderloser Menschen. In Deutschland sind Eizellspende und Leihmutterschaft verboten, weshalb viele Betroffene ins Ausland ausweichen. Diskutiert wird, ob das Recht auf Fortpflanzungsfreiheit diese Verfahren umfassen sollte und wie ein rechtlicher Rahmen aussehen könnte.

Bei der Eizellspende stehen sich das Selbstbestimmungsargument von Menschen mit Kinderwunsch und die körperlichen Belastungen der Spenderinnen gegenüber, ebenso das Spannungsverhältnis zwischen Freiwilligkeit und möglicher Ausbeutung, wenn finanzielle Not zur Spende führt. Einbezogen wird auch die Perspektive der so entstandenen Kinder: welche Bedeutung die genetische Herkunft für die Identität hat und welches Recht sie haben, diese zu kennen - eine mögliche Legalisierung müsste also auch das Kindeswohl berücksichtigen.

Bei der Leihmutterschaft liegt der Fokus stärker auf dem Verhältnis zwischen Wunscheltern und austragender Person: Kann die Entscheidung als selbstbestimmt gelten, oder stellen die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen, unter denen sie vor allem in ärmeren Ländern stattfindet, diese Freiwilligkeit infrage? Der Sorge vor einer Kommerzialisierung von Schwangerschaft steht der Perspektive derer gegenüber, für die Leihmutterschaft die einzige Möglichkeit auf ein genetisch eigenes Kind ist.

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