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Fernsehserie

Perfect Life

In der spanischen Serie Perfect Life wird María ungeplant schwanger. Der Vater des Kindes Gari hat eine kognitive Beeinträchtigung. Nachdem Maria davon erfährt, beginnt sie, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was dies für ihre Schwangerschaft und die mögliche Elternschaft bedeutet. Sie fragt sich unter anderem, ob Garis Behinderung vererbbar ist, und wird von ihrem Umfeld mit der Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs konfrontiert. Zugleich beschäftigt sie die Frage, ob Gari als Mensch mit Behinderung Vater sein kann. Im weiteren Verlauf der Serie setzt sich Maria zunehmend mit ihren eigenen Vorstellungen von Behinderung, Elternschaft und einem möglichen Leben mit einem behinderten Kind auseinander.

Bemerkungen

Auf arte verfügbar bis zum 31.12.2026.

Didaktische Hinweise

Die Serie greift ein verbreitetes Vorurteil auf und widerlegt es: Eine geistige Behinderung des Vaters bedeutet nicht, dass auch das Kind eine Behinderung haben muss. Gleichzeitig wird sichtbar, wie sehr María selbst von ableistischen Vorstellungen geprägt ist. Ihre Fragen und Zweifel zeigen, dass sie Behinderung zunächst mit Vererbung, einem möglicherweise weniger lebenswerten Leben und Einschränkungen von Elternschaft verbindet. Die Serie lässt María zwar mit diesen Vorstellungen konfrontiert werden, beleuchtet ihre ableistischen Annahmen jedoch nur begrenzt kritisch. Auch Gustavo äußert ausdrücklich, dass er kein Kind mit einer Behinderung haben wolle. Dadurch wird deutlich, wie selbstverständlich die Vorstellung eines „gesunden“ Kindes gegenüber einem Kind mit Behinderung als wünschenswerter gesetzt wird, ohne dass diese Wertung in der Serie in gleicher Weise problematisiert wird.

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