Video

Böll.Global 6: Wie sich die Covid-19-Krise auf Frauen und LSBTIQ auswirkt - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

An den Beispielen Brasilien und Horn von Afrika blickt die sechste Ausgabe von Böll.Global mit einem intersektionalen feministischen Fokus auf die Pandemie. Kolleg*innen der Stiftungsbüros aus Rio de Janeiro und Nairobi sprechen über die Herausforderungen, die die Pandemie für Frauen und LSBTIQ mit sich bringt. Im Fokus stehen u. a. folgende Fragen: Welchen Herausforderungen begegnen Frauen und LSBTIQ während der Pandemie? Inwieweit betrifft die ökonomische Vulnerabilität Frauen und LSBTIQ in besonderem Maße? Was bedeutet die Zunahme von geschlechtsspezifischer Gewalt für Frauen und LSBTIQ? Welche Möglichkeiten und Chancen bieten sich in der Pandemie für Frauen und LSBTIQ?

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert mit:

  •  Jana Prosinger, Globale Einheit für Feminismus und Geschlechterdemokratie,
  •  Ulf Terlinden, Büro Nairobi – Kenia, Uganda, Tansania, Somalia/Somaliland
  •  Annette von Schönfeld, Büro Rio de Janeiro - Brasilien

Das Video ist ein Mitschnitt des Online-Gesprächs aus der Reihe zu Folgen und Umgang mit der Pandemie vom Mittwoch, den 27.01.2021.

Beschreibung

Was wäre, wenn du einen Euro für jeden Akt der emotionalen Arbeit bekämst? Diese Frage beantwortet Melissa Lozada-Oliva in ihrem Gedicht auf emotionale, starke und empowernde Weise.

„If I had a nickel for every time I stayed up too late for someone who would never wake up for me, a dollar for every minute I tried to make a sad man feel less sad, a penny for every time I had to bend and stretch to prove to someone that I'm here, that I exist, my heart would rattle and shake with all of the coins spilling back into it, I would stop digging around in my pockets for pieces of myself“

Damit spricht sie die Nicht-Bezahlung emotionaler Arbeit an, insbesondere im privaten Beziehungsbereich und gegenüber (weißen) Männern. Sie thematisiert damit unausgesprochene Unterdrückungsmechanismen von Geschlechterrollen. Dabei gilt zu beachten, dass sie aus nicht-weißer Perspektive performt.

Collective Learning / Collective Care: Silvia Federici - dieAngewandte

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Im Gespräch zwischen der marxistischen Feministin Silvia Federici und Jenni Tischer von der Universität für angewandte Kunst in Wien geht es um kollektive Erfahrungen von Care-Arbeit. Schon seit den 1970er Jahren engagiert sich Silvia Federici als marxistische Feministin für die Kampagne Wages for Housework. Diese Forderungen nach Entlohnung für häusliche und familiäre Care-Arbeit werden angesichts der Covid-Pandemie lauter. In ihrem aktuellsten Buch „Beyond the Periphery of the Skin. Rethinking, Remaking, and Reclaiming the Body in Contemporary Capitalism“ erläutert Federici die Bedeutung des Körpers als Ort des Widerstandes und als entscheidendes Instrument des sozialen Wandels. „Wir sind schon lange in einer Krise“, betont Federici. Doch vorwiegend haben ohnehin besonders marginalisierte Menschen an einer kapitalistischen Krise gelitten.

Welche Rolle hat unbezahlte Care-Arbeit im Kapitalismus? Hierarchisierung, gesellschaftliche Spaltung und staatliche Kontrolle des Körpers sind nur einige der Funktionen, die Federici anprangert.

Beschreibung

Hanna und Martin haben ein Familienmodell, das oft als unkonventionell angesehen wird und noch nicht weit verbreitet ist. Sie haben zwei Kinder und haben sich bei der der Betreuung ihrer Kinder entschieden, die Care-Arbeit gleichberechtigt zu verteilen. Sie hinterfragen Familienmodelle, die selten hinterfragt werden. Gesellschaftlich leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Familien-Arbeit als Männer. Hanna und Martin arbeiten rund 30 Stunden in der Woche und treten beruflich kürzer, um mehr Zeit für die Familien-Arbeit zu haben. Für beide zahlt sich das Modell aus, obwohl sie Abstriche gemacht haben, weniger verdienen und mit gesellschaftlichen Klischees konfrontiert werden.

What Is Emotional Labor? - The Entropy System

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Emotionale Arbeit wird tagtäglich performt. Beispiele dafür finden sich sowohl im Arbeitsumfeld, in privaten Beziehungen, als auch in alltäglichen Interaktionen mit Menschen in der Öffentlichkeit. Eine Verkaufsperson im Laden grüßt dich freundlich und fragt, was du brauchst — das ist emotionale Arbeit, die du automatisch entgegennimmst. Dein Onkel hört dir zu, wenn du über deine Sorgen sprichst — auch das ist emotionale Arbeit, die du wahrscheinlich aktiv gesucht hast. Viele fragen sich nun, wieso man das als Performance bezeichnen könnte? Wyn gibt Antworten dazu. Wyn spricht auch darüber, dass insbesondere marginalisierte Gruppen wie BiPOC oder queere Menschen im besonderen Maße emotionale Arbeit leisten müssen, um bestimmte (unangenehme) Situationen zu vermeiden. Das Video ist auch ein Appell für mehr Verständnis untereinander und der Wichtigkeit von gesunden persönlichen Grenzziehungen, damit die mentale Gesundheit nicht an „Überstunden“ von emotionaler Arbeit leidet.

«Marx imagined a totally asexual worker» - Rosa-Luxemburg-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Silvia Federici, eine der prominentesten marxistischen Feminist*innen, analysiert die Unsichtbarmachung von Frauen in Marx‘ Schriften und im marxistischen Verständnis von Arbeit. Sie spricht über die Rolle der Hausarbeit und Sorgearbeit, die Mechanisierung des Körpers und die Bedeutung der Kontrolle über Körper im Kapitalismus. Sie erklärt, dass Reproduktion von Arbeitskraft eine Kernaufgabe von Frauen ist und warum der Kapitalismus Sexismus braucht.

Der 'Equal Care Day' in 1'40 erklärt.  - #EqualCareDay - Equal Care Day

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Seit 2016 macht der bundesweite Aktionstag am 29. Februar bzw. 1. März auf die ungleich verteilte Care-Arbeit (bzw. Sorge- und/oder Pflegearbeit) aufmerksam. Es geht um die Sichtbarmachung dieser oft nicht ernst genommenen Arbeit. Egal, ob es um die Care-Arbeit zuhause, in der Erwerbstätigkeit oder Freizeit geht: Geschlechterrollen prägen nach wie vor ungleiche Verhältnisse, Bezahlung und Wertschätzung. Die Initiator*innen Sascha Verlan und Almut Schnerring erklären euch in diesem Video kurz und knapp, was es mit dem Equal Care Day auf sich hat.

Beschreibung

Auf der ganzen Welt tragen Frauen 75% der unbezahlten Arbeit, speziell die Kinderversorgung, das Kochen, das Reinigen oder die Landwirtschaft. Ohne diese Arbeit könnte eine Gesellschaft nicht bestehen. Doch unbezahlte Care-Arbeit ist häufig unsichtbar. Sie sollte als Teil der Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts genutzt werden, um diese mehr wertzuschätzen. Würde dies geschehen, wäre die Wichtigkeit von Care-Arbeit deutlich: Zum Beispiel würde in Tanzania unbezahlte Care-Arbeit 63% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. In der Schweiz würde Care-Arbeit im Bruttoinlandsprodukt den Wert von Banken und der Versicherungsindustrie einnehmen.

Beschreibung

Der Erklärfilm zeigt den Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht. Es stellt die geschichtliche Entwicklung ab dem Ende des 18. Jahrhunderts in Europa dar. Während der Industrialisierung begann die strikte Trennung der männlich dominierten öffentlichen Sphäre der Erwerbsarbeit und der weiblich dominierten privaten Sphäre der Familienarbeit, die aber nicht als „Arbeit“ anerkannt wird. Diese Trennung in Europa setzte sich als Norm durch und verfestigte das traditionelle binäre Geschlechterdenken. Durch diese Kategorisierung werden zudem Menschen diskriminiert, die sich nicht mit binären Geschlechterrollen identifizieren. Welche Unterschiede gab es vor der Wende und wie sieht es heute aus? Was ist der „Gender Care Gap“ und welche Zusammenhänge bestehen zum „Gender Pay Gap“?

#gelände19 // Marlon - Lea - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Im Rahmen des Workshops #gelände19 entstand der emotionale Rap „Lea“ von Marlon, den er am Abschlussabend im Rahmen der Jugendkulturwoche das erste Mal öffentlich aufführte. Darin verarbeitet Marlon seinen Schmerz, seine Wut und Trauer nach dem Schicksal seiner Freundin Lea: Sie war 13 Jahre alt, wurde wegen ihrer Hautfarbe an einer „Schule gegen Rassismus“ gemobbt und wählte anschließend den Freitod.