Rassismus

Rassismus beschreibt die Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Kultur oder Religion. Beispiele sind anti-Schwarzer Rassismus oder Antiromaismus. Rassismus kann sich auf Einstellungsebene als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußern. Rassismus und Antifeminismus haben Überschneidungspunkte. So beruhen viele Rassismen und Antifeminismen auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit und biologistischen Argumentationen. Menschen, die rassistische Einstellungen teilen, sind zu hoher Wahrscheinlichkeit auch antifeministisch eingestellt. Außerdem sind Rassismus und Antifeminismus über verschiedene Verschwörungserzählungen, z. B. die des ‚großen Austauschs‘, gekoppelt und spielen eine zentrale Rolle in rechten Weltbildern.

Interview mit Tamara Hentschel - Reistrommel e.V. - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung

Tamara Hentschel wurde 1987 durch Zufall Wohnheimbetreuerin für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen. Nach der Wende hat sie den deutsch-vietnamesischen Verein „Reistrommel“ mit aufgebaut. 2003 erhielt sie für ihre 20-jährige Tätigkeit für die Integration der Vietnames*innen in Deutschland und ihr Engagement auf dem Gebiet der Völkerverständigung und der Humanität das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Im Interview spricht sie über die Konsequenzen ungewollter Schwangerschaften von vietnamesischen Vertragsarbeiterinnen und über Rassismus, der sich nach der Wende in Ost-Berlin breitgemacht hat. Der Film entstand in Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung, Gesellschaft für interkulturelle Zusammenarbeit gGmbH, Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Integrationsbeauftragte des Landes Berlin.

Ein Jahr nach Hanau - Gedanken zu Deutschland von Leila El-Amaire - Heinrich-Böll-Stiftung

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Beschreibung

Für Leila El-Amaire braucht es ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau klare politische Konsequenzen, proaktive Aufklärung und echte Solidarität auf Augenhöhe – den Betroffenen muss zugehört werden und ihre Sorgen und Forderungen müssen ernstgenommen werden.

Am 19. Februar 2020 tötete ein Rechtsextremist zehn Menschen in Hanau. Es war der dritte rechtsterroristische Anschlag in Deutschland innerhalb von neun Monaten nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 1. Juni 2019 und dem Attentat in Halle am 9. Oktober 2019.

Ein Jahr nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat die Heinrich-Böll-Stiftung Künstler*innen und Aktivist*innen gefragt, was sich in Deutschland ändern muss, um rechten Terror in Zukunft zu verhindern. Was wünschen sie sich ein Jahr nach Hanau von der Politik? Wie kann rechter Terror bekämpft und Betroffene besser geschützt werden? Und was kann jede*r einzelne tun, um für eine solidarische Gesellschaft der Vielen einzustehen?

In Solidarität mit den Angehörigen, Überlebenden und Betroffenen und in Gedenken an Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili-Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Rassismus im Wandel - Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e. V.

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Beschreibung

Das Erklärvideo macht deutlich, wie austauschbar die rassistischen „Feindbilder“ im Laufe der Zeit in Deutschland wirken. Egal, ob es jüdische Personen, Gastarbeitende oder Geflüchtete sind — die „Anderen“ sind immer Schuld. Das Video regt dazu an, die Rassismusdebatten der vergangenen 100 Jahre zu reflektieren: Wer war davon betroffen und wieso? Welche Merkmale prägten die Debatten? Welche Rolle spielte Gender dabei? Wie wurde die Debatte in den Medien dargestellt? Und die größte Frage dabei ist: Was hat sich am Rassismusproblem verändert?

Beschreibung

Begriffe wie „Fremdenfeindlichkeit“ oder „Ausländerfeindlichkeit“ werden häufig statt „Rassismus“ verwendet. Prof. Dr. Paul Mecheril ist Professor für Interkulturelle Bildung am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktor des dortigen Center for Migration, Education and Cultural Studies. Im Gespräch erklärt er Özcan Karadeniz vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften, welche essenziellen Unterschiede zwischen diesen Begriffen stehen. Was hat diese Diskriminierung mit Zugehörigkeit zu tun? Was hat Rassismus mit Machtverhältnissen zu tun? Und wieso kann Rassismus greifen, obwohl wir nicht von Rassismus sprechen?

Adu - 6:30 Uhr - meinTestgelände

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Beschreibung

Slam-Poet Adu nimmt in diesem Werk verschiedene Rollen ein: die Perspektive einer von Rassismus betroffenen Person und die Perspektive derjenigen, die Rassismus auslösen. Adu beschreibt dabei eindringlich die permanente Angst, die eine betroffene Person verfolgt — im realen Alltag oder in den Träumen. Adu möchte damit eine bewusste Reflexion bei den Zuschauer*innen auslösen, damit diese mit weniger Vorbehalt und Vorurteilen gegenüber vermeintlich „Fremden“ durch das Leben gehen.

Beschreibung

Die Deutsche Welle begleitet zwei junge Frauen, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus im deutschen Alltag berichten. Beide hatten gerade in ihrer Kindheit und Jugend häufig das Gefühl, die Einzige zu sein  alleine zu sein mit rassistischen Erlebnissen. So wird struktureller Rassismus als persönlicher Einzelfall abgetan. Selbstorganisierte Gruppen von Schwarzen Jugendlichen und ihren Familien schaffen Halt und Zugehörigkeit.