Eine schwer fassbare Figur schleicht durch die Film- und Fernsehgeschichte, deren Sexualität nur angedeutet wird. Hereinspaziert: Die Queer-kodierte Figur. Viele Jahre lang, als queer sein auf dem Bildschirm noch nicht ausgesprochen werden konnte, haben wiedererkennbare Zeichen, Stereotype und Standardcharaktere wie die jungfräuliche Tante oder der eingefleischte Junggeselle eine Botschaft an das fachkundige Publikum gesendet. Heute wird Queer Coding in Form von Queerbaiting fortgesetzt, das sich mit romantischen Anspielungen an ein queeres Publikum wendet, aber aus Angst, queerfeindliche Zuschauer*innen vor den Kopf zu stoßen, nie etwas liefert.
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
www.boell.de
info@boell.de