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Nachdem seine Freundin stirbt, zieht der Drehbuchautor Metin seine einjährige Tochter alleinerziehend groß. Dabei bekommt er Hilfe von liebenswerten Freund*innen. Plötzlich muss Metin zur Trauerfeier und die Herausforderungen des Elternseins und Berufsalltags gleichzeitig meistern: von Übermüdung, Kita-Eingewöhnung, Frühstücksbrei und Klobürsten. Mit Humor werden Verzweiflung und Trauer spürbar gemacht.

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In der sechsten Staffel der Serie Druck geht es um Fatou, die sich in Kieu-My verliebt. Fatou navigiert die typischen Gefühle und Gedanken, die im Teenageralter im Zentrum stehen: Liebe, Freund*innenschaften, Sexualität, Ausgrenzungen und Leistungsdruck. Dass Fatou Schwarz und lesbisch ist, ist gleichzeitig wichtig und nebensächlich. Mit einer empowernden Selbstverständlichkeit zeigt die Serie Jugendliche of Color und thematisiert Rassismus, Sexualität, Diskriminierung und soziale Ungerechtigkeit. Jede Staffel fokussiert sich auf eine andere Protagonistin. Auf authentische und bestärkende Weise werden Charaktere mehrdimensional dargestellt und gesellschaftliche Themen finden sich in individuellen Geschichten und Freund*innenschaften wieder.

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Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

Collective Learning / Collective Care: Silvia Federici - dieAngewandte

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Im Gespräch zwischen der marxistischen Feministin Silvia Federici und Jenni Tischer von der Universität für angewandte Kunst in Wien geht es um kollektive Erfahrungen von Care-Arbeit. Schon seit den 1970er Jahren engagiert sich Silvia Federici als marxistische Feministin für die Kampagne Wages for Housework. Diese Forderungen nach Entlohnung für häusliche und familiäre Care-Arbeit werden angesichts der Covid-Pandemie lauter. In ihrem aktuellsten Buch „Beyond the Periphery of the Skin. Rethinking, Remaking, and Reclaiming the Body in Contemporary Capitalism“ erläutert Federici die Bedeutung des Körpers als Ort des Widerstandes und als entscheidendes Instrument des sozialen Wandels. „Wir sind schon lange in einer Krise“, betont Federici. Doch vorwiegend haben ohnehin besonders marginalisierte Menschen an einer kapitalistischen Krise gelitten.

Welche Rolle hat unbezahlte Care-Arbeit im Kapitalismus? Hierarchisierung, gesellschaftliche Spaltung und staatliche Kontrolle des Körpers sind nur einige der Funktionen, die Federici anprangert.

Böll.Global 6: Wie sich die Covid-19-Krise auf Frauen und LSBTIQ auswirkt - Heinrich-Böll-Stiftung

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An den Beispielen Brasilien und Horn von Afrika blickt die sechste Ausgabe von Böll.Global mit einem intersektionalen feministischen Fokus auf die Pandemie. Kolleg*innen der Stiftungsbüros aus Rio de Janeiro und Nairobi sprechen über die Herausforderungen, die die Pandemie für Frauen und LSBTIQ mit sich bringt. Im Fokus stehen u. a. folgende Fragen: Welchen Herausforderungen begegnen Frauen und LSBTIQ während der Pandemie? Inwieweit betrifft die ökonomische Vulnerabilität Frauen und LSBTIQ in besonderem Maße? Was bedeutet die Zunahme von geschlechtsspezifischer Gewalt für Frauen und LSBTIQ? Welche Möglichkeiten und Chancen bieten sich in der Pandemie für Frauen und LSBTIQ?

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert mit:

  •  Jana Prosinger, Globale Einheit für Feminismus und Geschlechterdemokratie,
  •  Ulf Terlinden, Büro Nairobi – Kenia, Uganda, Tansania, Somalia/Somaliland
  •  Annette von Schönfeld, Büro Rio de Janeiro - Brasilien

Das Video ist ein Mitschnitt des Online-Gesprächs aus der Reihe zu Folgen und Umgang mit der Pandemie vom Mittwoch, den 27.01.2021.

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Was wäre, wenn du einen Euro für jeden Akt der emotionalen Arbeit bekämst? Diese Frage beantwortet Melissa Lozada-Oliva in ihrem Gedicht auf emotionale, starke und empowernde Weise.

„If I had a nickel for every time I stayed up too late for someone who would never wake up for me, a dollar for every minute I tried to make a sad man feel less sad, a penny for every time I had to bend and stretch to prove to someone that I'm here, that I exist, my heart would rattle and shake with all of the coins spilling back into it, I would stop digging around in my pockets for pieces of myself“

Damit spricht sie die Nicht-Bezahlung emotionaler Arbeit an, insbesondere im privaten Beziehungsbereich und gegenüber (weißen) Männern. Sie thematisiert damit unausgesprochene Unterdrückungsmechanismen von Geschlechterrollen. Dabei gilt zu beachten, dass sie aus nicht-weißer Perspektive performt.

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Prof. Dr. Shalini Randeria, Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (OWM Wien), referiert zum Rückschlag gegen reproduktive Rechte, der Rückkehr des Pronatalismus.

Antifeministische und ultrakonservative Kräfte sind in ganz Europa auf dem Anstieg. Das hat besonders starke Auswirkungen auf reproduktive Rechte. Randeria erläutert Antinatalismus, dem Einschränken von Geburten, sowie Pronatalismus, dem Fördern von Geburten. Beide Konzepte sind entscheidende Einschnitte in die reproduktive Autonomie und verwoben mit Nationalismus und Rassismus. Randeria beginnt damit, festzustellen, dass reproduktive Rechte schon immer für viele Frauen aufgrund der Herkunft oder Klasse de facto eingeschränkt waren und nur einer privilegierten Minderheit zugesprochen wurden. Mit einem Fokus auf Pronatalismus erklärt Randeria das nationalistische Bestreben, weiße Familien zu vermehren und die Panik vor dem „Aussterben“ – eine Haltung, die zutiefst von Eugenik (Wissenschaft von der Verbesserung der Erbanlagen in der menschlichen Bevölkerung)  geprägt ist und immer gesellschaftsfähiger wird. Bevölkerungspolitik ist immer mit Fragen um Migration verknüpft. Nicht nur in osteuropäischen Ländern besteht dieses Phänomen – Randeria erläutert speziell Beispiele aus Dänemark, Schweden und Deutschland.

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Das hier gezeigte Video ist die erste Episode "Why School Is So Challenging With ADHD | Body Language". Es spiegelt auf visueller und metaphorischer Ebene Probleme in der Jugend und Schule mit ADHD (Attention Deficit Hyperactivity Disorder) wider, aber auch, wie die richtige Diagnose das Leben verändern und wie man mit dem richtigen Umgang Empowerment daraus ziehen kann.

Die komplette 2. Staffel gibt es hier. Die Episodenübersicht:

  1. Why School Is So Challenging With ADHD | Body Language

  2. What It Feels Like To Have Depression | Body Language

  3. What Body Dysmorphic Disorder Feels Like | Body Language

  4. Reclaiming My Body After Rape: Living With PTSD

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Marktplatz: teilnehmende Organisationen und Kooperationspartner*innen stellen sich vor

Die Netzwerktagung „Haltung zeigen“ bot gleichstellungspolitischen und feministischen Akteur*innen und Multiplikator*innen die Möglichkeit, einen Einblick in den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Antifeminismus zu bekommen. Sie gab Raum, Erfahrungen im Umgang mit antifeministischen Angriffen in der eigenen beruflichen, ehrenamtlichen, politischen oder NGO-Praxis mit Menschen aus verschiedenen Kontexten zu reflektieren und sich darüber auszutauschen. Es wurden gemeinsam Strategien im Umgang mit Antifeminismus ausgewertet und weiterentwickelt. Die Beiträge und Impulse bezogen nach Möglichkeit intersektionale Perspektiven und Ansätze ein, insbesondere die Verquickung von Sexismus und (antimuslimischem) Rassismus.


Andere Ausschnitte aus der Veranstaltung:

I. Begrüßung, Grußworte, Einführung

II. Feminismus in Krisenzeiten – Was heißt Solidarität?

III. Angriff auf die Demokratie? Antifeminismus in Deutschland und Europa.

V. Ursachenforschung 1: Wie begünstigen Rechtspopulismus und Autoritarismus antifeministische Einstellungen / Haltungen?

VI. Wider den Hass, feministisch und solidarisch

VII. Ursachenforschung 2: Wie wirken sich Männlichkeitskonstruktionen auf antifeministische Einstellungen / Haltungen aus?

VIII. Ursachenforschung 3: Welche Rolle spielen soziale Fragen für antifeministische Einstellungen / Haltungen?

IX. Gemeinsam gegen Antifeminismus: Netzwerk-Marktplatz

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Panels for the BIPoC Climate Justice Conference - Konzeptwerk Neue Oekonomie

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Im Panel der BIPoC Climate Justice Conference Germany des Climate Justice Network wurde die Geschichte von Klima und Gerechtigkeitsaktivismus thematisiert. Zu Gast sind Wissenschaftler*innen und Klimaaktivist*innen Brototi Roy, Imeh Ituen und Peter Emorinken-Donatus. Die Geschichtsschreibung von Klimagerechtigkeit wird aus einer weißen Perspektive häufig erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts verortet. Allerdings zeigt eine intersektionale, rassismuskritische Perspektive die Kontinuitäten vom indigenen Klimaaktivismus, der sich seit Jahrhunderten gegen die Umweltzerstörung einsetzt und mit dem Kolonialismus einherging. Die Gäste der Paneldiskussion sind sich einig: Intersektionalität kommt im Klimaaktivismus zu kurz. Das führt dazu, dass Hierarchien innerhalb der Klimabewegung und Gewalt gegen indigene Klimaaktivist*innen nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.