Terminal

Eine Jugendliche und eine Frau sitzen am Gate im Flughafen. Beide scheinen sich bedrückt zu fühlen und kommen etwas holprig miteinander ins Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass beide auf dem Weg nach Manchester sind, um einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. Sie erzählen sich gegenseitig ihre persönlichen Umstände und welche Schamgefühle sie mit sich tragen.

Der Kurzfilm entstand zu einer Zeit, in der Irland eines der strengsten europäischen Abtreibungsgesetze hatte. Selbst bei Vergewaltigungen, Inzest oder kranken Föten wurde eine Abtreibung unter Strafe gestellt. Bis dahin gingen viele schwangere Personen nach Großbritannien, um dort Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen. Durch das Referendum im Mai 2018 sind Schwangerschaftsabbrüche legalisiert worden.

Hinweis

Der Kurzfilm kann sehr gut als vorher/nachher Beispiel einer Reform des Schwangerschaftsabbruchs im internationalen Vergleich dienen. Erst 2018 erreichte Irland, das bislang eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze überhaupt hatte, dank der revolutionären Yes-Kampagne die Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Per Volksentscheid stimmte die klare Mehrheit für die Abschaffung des 8. Zusatzparagrafen der Verfassung. Die Kampagne von Together For Yes brachte dabei als Dachorganisation über 70 diverse irische Organisationen, Gruppen und Gemeinden der Zivilgesellschaft zusammen. Wie die teils kontroversen Meinungen zum Schwangerschaftsabbruch doch zur Einheit und schlussendlich zur Reformierung des Gesetzes führten, ist dabei besonders interessant.