May Ayim: Hoffnung im Herz

Die Doku von 1997 porträtiert die ghanaisch-deutsche Dichterin, Wissenschaftlerin und politische Aktivistin May Ayim. Sie war eine Pionierin der Schwarzen Deutschen Bewegung. Mit ihrer Forschung zum Afrodeutschsein der Vergangeneheit und ihrer damaligen Gegenwart setzte sie wichtige Grundsteine für subjektive Stimmen in der Forschung. Darüber hinaus war sie vor allem international für ihre Lyrik bekannt, während ihr in Deutschland zunächst keine Beachtung geschenkt wurde. Humor und die Macht von Worten gaben ihr den Raum, Identitätsarbeit und gleichzeitig Aktivismus auf kreative Weise zu leisten.

Ayim war außerdem Mitherausgeberin von Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte (mit Katharina Oguntoye und Dagmar Schultz). 1996 wählte sie in Berlin den Freitod. Mit ihrem Dasein inspirierte sie den Namen des ersten deutschen panafrikanischen Literaturpreises. Selbst nach ihrem Tod trägt sie zur Dekolonialisierung in Deutschland bei: Seit 2010 trägt das ehemalige Gröbenufer (benannt nach einem ehemaligen Kolonialisten) an der Berliner Spree ihren Namen.

Bemerkungen

In dieser Doku kommen veraltete und rassistische Begriffe wie das N-Wort vor.

Triggerwarnung: Die Schilderung der hier dargestellten Rassismus-Erfahrungen können retraumatisierend sein. 

Hinweis

Die Doku sollte nur mit entsprechenden Hinweisen (Triggerwarnungen siehe oben) gezeigt werden.