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Panels for the BIPoC Climate Justice Conference - Konzeptwerk Neue Oekonomie

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Im Panel der BIPoC Climate Justice Conference Germany des Climate Justice Network wurde die Geschichte von Klima und Gerechtigkeitsaktivismus thematisiert. Zu Gast sind Wissenschaftler*innen und Klimaaktivist*innen Brototi Roy, Imeh Ituen und Peter Emorinken-Donatus. Die Geschichtsschreibung von Klimagerechtigkeit wird aus einer weißen Perspektive häufig erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts verortet. Allerdings zeigt eine intersektionale, rassismuskritische Perspektive die Kontinuitäten vom indigenen Klimaaktivismus, der sich seit Jahrhunderten gegen die Umweltzerstörung einsetzt und mit dem Kolonialismus einherging. Die Gäste der Paneldiskussion sind sich einig: Intersektionalität kommt im Klimaaktivismus zu kurz. Das führt dazu, dass Hierarchien innerhalb der Klimabewegung und Gewalt gegen indigene Klimaaktivist*innen nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.

Maisha Maureen Eggers über Kinderbücher und Empowerment (Teil 1) - Heinrich-Böll-Stiftung

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Prof. Dr. Maisha Maureen Eggers ist Erziehungswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies) an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Im Interview spricht sie über die Rolle von Kinderbüchern für Empowerment. Vorurteilsbewusste Literatur ist in der Bildungspraxis unerlässlich. Am Beispiel Pippi Langstrumpf zeigt sie die Wichtigkeit von Solidarität und Rassismuskritik an Kinderbüchern. Differenz wird als Mittel der Erzählung verwendet. So werden Nebencharaktere zur Protagonistin Pippi als Kontrastmittel eingesetzt, um Pippis Handlungsmacht zu erhöhen. Auch rassifizierte Teile der Welt werden mit abschätziger Fremdheit besetzt, um das Selbst zu definieren und weiße Dominanz zu stärken. Dagegen sollten Kinderliteratur durch Erzählungen einen emanzipierenden und stärkenden Zugang ermöglichen, indem sie Vielschichtigkeit thematisieren und neue Handlungsräume für Kinder erobern. Entscheidend ist auch, Kindern Wege zu vermitteln, mit eigenen Diskriminierungserfahrungen umzugehen.

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Gemeinsam begeben sich die Reporterin Nadine Hadad und die Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly auf Spurensuche durch Berlin. Sie besuchen relevante Orte, die afrodeutsche Geschichte sichtbar machen, wie das May-Ayim-Ufer oder eine Gedenktafel an dem Ort, an dem der afroamerikanische Wissenschaftler W. E. B. Du Bois lebte. Die geschichtlichen Spuren zeigen die lange Geschichte afrodeutschen Widerstandes. Schon 1919 forderte Martin Dibobe in einer Petition an die Deutsche Nationalversammlung Gleichberechtigung für Schwarze Menschen in Deutschland und den Kolonien. Natasha A. Kelly erläutert eindringlich, warum May Ayim so wichtig für die Schwarze deutsche Selbstermächtigung war. Gleichzeitig besuchen Hadad und Kelly auch Orte, die noch von rassistischer Fremdbezeichnung geprägt sind, wie Straßen, die noch die Namen ehemaliger Kolonialherren tragen.

Beschreibung

Rassismus soll von Schwarzen Menschen oft erst bewiesen werden, u. a. durch das Offenbaren traumatischer persönlicher Erfahrungen. Aber als wissenschaftliches Thema wird Rassismus selten anerkannt und Wissenschaftler*innen der Black Studies werden in Deutschland delegitimiert. Dabei wird Rassismus als strukturelles und historisch gewachsenes Phänomen vollkommen außer Acht gelassen. Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin Natasha A. Kelly erklärt die lange Kontinuiät von Rassismus in Deutschland und die Verwobenheit mit der deutschen Kolonialgeschichte. Speziell greift sie die Debatte um den „Rasse“-Begriff im Grundgesetz auf. Sie begründet, warum sie den Begriff „Rasse“ als unerlässlich sieht. Sie beleuchtet, warum Rassismus regelmäßig ignoriert wird und was nötig ist, um ihn zu überwinden. Darüber hinaus geht es um den persönlichen Werdegang von Natasha A. Kelly und ihre eigene Politisierung und die Auseinandersetzung mit afrodeutscher Geschichte.

Beschreibung

Es gibt ein anderes Europa und Europäische Identitäten, die oft übersehen werden. In "Afropean" beschreibt Johny Pitts seine Reise durch eine Vielzahl europäischer Städte durch die Linse Schwarzer Europäer*innen, lernt neue Orte kennen und schafft das Gefühl einer Afropäischen Gemeinschaft, die dem wachsenden Nationalismus die Stirn bietet. 

'Sex is not a crime': the women protesting Poland's new abortion law - The Guardian

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Seit Polen ein Gesetz verabschiedet hat, das Abreibungen verbietet, folgen die größten Proteste, die das Land seit vier Jahrzehnten erlebt hat. Frauen wehren sich gegen staatliche und religiöse Barrieren. Der Guardian begleitet Karolina Więckiewicz. Sie ist Anwältin und arbeitet für die Charity Abortion Without Borders. Das Projekt berät Frauen rechtlich und hilft ihnen, Abtreibungen sicher und legal im Ausland zu organisieren. Ihrer Meinung nach ist die wichtigste Aufgabe, Frauen zu bestärken, ihnen klar zu machen, dass sie nicht alleine sind und sie sich Scham und kirchlicher Autorität selbstbestimmt widersetzen können.

Beschreibung

Jana Pareigis, Fernsehmoderation, reist durch Deutschland und spricht mit anderen Afrodeutschen und Schwarzen Menschen über deren Repräsentation  in den deutschen Medien, aber auch über ihr (alltägliches) Leben in Deutschland und Rassismuserfahrungen. Mit dabei sind bekannte Gesichter wie Samy Deluxe, der NS-Zeitzeuge Theodor W. Michael und viele andere, die versuchen in Deutschland als Deutsche akzeptiert zu werden. Die Diskriminierung und das Unsichtbarmachen Schwarzer Stimmen ist tief in der deutschen Geschichte verankert und verbindet viele Afrodeutsche und Schwarze Menschen. 

Beschreibung

In diesem empowernden Video berichten Menschen mit Behinderungen in Europa von Alltagserfahrungen, persönlichen Erfolgen und dem Stigma und der Diskriminierung, die ihnen entgegengebracht werden. Besonders betont werden multiple Diskriminierungen (Intersektionalität). Darüber hinaus zeigt das Video gruppenorientiertes Arbeiten an Projekten gegen Ableismus von bzw. mit Menschen mit Behinderungen.

Corona Diaries - Tag der Gleichstellung - Medienprojekt Wuppertal

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Der 5. Mai ist der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Welche strukturellen, institutionellen und andere Diskriminierungen erleben sie? Wo muss Barrierefreiheit ausgebaut werden? Was wünschen sich Menschen mit Behinderungen von der Gesellschaft? Die Protagonist*innen sprechen vor allem über ihr Leben in Zeiten der Corona-Pandemie.

'We are the most homophobic country in the EU': Poland’s election and the LGBT fightback - The Guardian

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Andrzej Duda wirbt seit seiner Amtszeit 2015 als polnischer Präsident für "traditionelle Werte". Bart Staszewski, LGBT-Aktivist*in, wird im Wahlkampf im Sommer 2020 dabei begleitet, auf die sogenannten "LGBT-freien" Zonen (ca. 1/3 Polens) aufmerksam zu machen, die insbesondere in ländlicheren Gegenden vorzufinden sind. Staszewski spricht über die politische Instrumentalisierung von LGBT im Wahlkampf und die psychischen Belastungen von LGBT, die vor allem jüngere Menschen betreffen. Die Kurzdoku zeigt, dass die Hoffnung für eine bessere Zukunft immer noch da ist. 

Duda hat den Wahlkampf gewonnen und bleibt weiterhin polnischer Präsident.