Rassismus

Rassismus beschreibt die Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Kultur oder Religion. Beispiele sind anti-Schwarzer Rassismus oder Antiromaismus. Rassismus kann sich auf Einstellungsebene als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit äußern. Rassismus und Antifeminismus haben Überschneidungspunkte. So beruhen viele Rassismen und Antifeminismen auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit und biologistischen Argumentationen. Menschen, die rassistische Einstellungen teilen, sind zu hoher Wahrscheinlichkeit auch antifeministisch eingestellt. Außerdem sind Rassismus und Antifeminismus über verschiedene Verschwörungserzählungen, z. B. die des ‚großen Austauschs‘, gekoppelt und spielen eine zentrale Rolle in rechten Weltbildern.

Beschreibung

Othering leitet sich von dem englischen Begriff "other" ("andersartig") ab. Der Begriff wird im Deutschen manchmal mit "VerAnderung" oder "Fremd-Machung" übersetzt. Othering beschreibt, wenn eine Gruppe oder eine Person sich von einer anderen Gruppe abgrenzt, indem sie die nicht-eigene Gruppe als andersartig und fremd beschreibt. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Machtgefälles: die als anders Beschriebenen sind von Diskriminierung betroffen und haben deswegen wenig Möglichkeiten, sich gegen die Zuschreibungen zu wehren. (Für weitere Informationen zur Definition, siehe hier) Entstanden ist das Konzept im Kontext der postkolonialen Theorie, vor allem von Edward Said und Gayatri C. Spivak geprägt.

In dieser Folge von Diversity von A-Z erklärt die Choreografin, Performerin und Dozentin Olivia Hyunsin Kim, was der Begriff für sie bedeutet und vor allem was er im Kulturbetrieb bedeutet. Anhand einiger Beispiele zeigt sie, wie sie in ihrer Arbeit mit Stereotypen statt nur gegen sie arbeitet, um sie von innen zu empowern.

Beschreibung

Sollte das Video oben nicht richtig angezeigt werden, geht's hier zum Video auf YouTube.

Was bedeutet Othering?

Othering leitet sich von dem englischen Begriff "other" ("andersartig") ab. Othering beschreibt, wenn eine Gruppe oder eine Person sich von einer anderen Gruppe abgrenzt, indem sie die nicht-eigene Gruppe als andersartig und fremd beschreibt. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Machtgefälles: die als anders Beschriebenen sind von Diskriminierung betroffen und haben deswegen wenig Möglichkeiten, sich gegen die Zuschreibung zu wehren. (Für weitere Informationen zur Definition, siehe hier) Entstanden ist das Konzept im Kontext der postkolonialen Theorie, vor allem von Edward Said und Gayatri C. Spivak geprägt.

In dieser Rosapedia-Folge erklärt Rosa Mag wo der Begriff her kommt und was er bedeutet.

Beschreibung

The following video investigates the interwoveness of white supremacy in U.S Americas history and how its still in full effect to this day. The video has the format of a crash course on white supremacy, how it manifested itself back in the day and nowadays.

Beschreibung

CurlyJay erzählt in diesem Beitrag von ihren Rassismuserfahrungen und wie diese ihre eigene Identität geprägt haben. Sie identifiziert sich als Mixed-race, erklärt, was dieser Begriff bedeutet und definiert andere Begriffe wie Rassismus. Ein zentrales Thema für Joanas Identitätsfrage sind ihre Afrohaare, die sie jahrelang täglich glättete. Sie spricht auch über rassistische Bemerkungen bis hin zu systematischer Diskriminierung von Lehrer*innen in ihrer Schulzeit, aber auch über Alltagsrassismen ihrer Mitschüler*innen. Sie denkt darüber nach, was ihrem 15-jährigem Ich damals geholfen hätte und nennt verschiedene Medien, die ihr geholfen haben sich mit ihrer Identität auseinander zu setzen. 

 

Beschreibung

In folgendem Video wird die Kampagne "#120db" der rechtsextremen identitären Bewegung betrachtet und ihre sexistischen, rassistischen und an sich widersprüchlichen Thesen analysiert.

Beschreibung

Kimberlé Crenshaw begründete 1989 das Konzept der Intersektionalität. In diesem TED-Talk spricht sie über die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Intersektionalität in der heutigen Gesellschaft. Sie erzählt die Geschichte des Falls von Emma DeGraffenreid, deren Klage wegen Rassismus und Sexismus bei einem Autohersteller zurückgewiesen wurde. Es fehlte der gesetzliche Rahmen, um die zweifach Diskriminierung in diesem Fall strafrechtlich anzuerkennen. Deshalb erklärte Crenshaw das Problem anhand des bildlichen Vergleichs einer Straßenkreuzung. Aus diesem Fall heraus entwickelte sie also das Konzept der Intersektionalität.

Wenn wir ein Problem nicht sehen können, können wir es nicht lösen. In diesem Vortrag adressiert sie die sexistische und rassistische Gewalt, die heute in den USA von der Polizei ausgeht. In den Medien werden die Opfer von solchen Übergriffen, die proportional häufig Schwarze Frauen* sind, unsichtbar gemacht. Crenshaw nennt die Kampagne "Say Her Name" des African American Policy Forums, das daran arbeitet diese Geschichten sichtbar zu machen und die Aufmerksamkeit auf die massive Gewalt an Schwarzen Frauen* zu lenken. 

A Geography Class for Racist People - Lilly Singh

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Die indisch-kanadische Youtuberin Lilly Singh teilt aus: Humorvoll und sarkastisch antwortet sie auf die (sexistisch-)rassistischen Kommentare, die sie regelmäßig für ihre Arbeit in den Medien bekommt. Sie klärt über rassistische Klischees und Vorurteile auf, die ihr als Kanadierin mit indischem Familienhintergrund begegnen. Beispiele sind u. a. eine Verallgemeinerung südasiatischer Länder, die Annahme, sie könne den nordamerikanischen Raum nicht als ihre Heimat empfinden oder dass alle Muslim*as Terrorist*innen sind. Anhand eines einzigen Hassreden-Kommentars lässt sich intersektionale Diskriminierung sehr gut verdeutlichen, da sich bei Lilly mehrere Kategorien überschneiden: (antimuslimischer) Rassismus, Sexismus und Islamfeindlichkeit, gekoppelt mit amerikanischem Nationalismus.

Mehr zu den unterschiedlichen Begriffsdeutungen bzw. Diskurse über „antimuslimischen Rassismus“ und „Islamfeindlichkeit“ findet ihr hier.

Things Not To Say To Someone Of Mixed Race - BBC Three

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

In dieser Folge schildern Menschen, die sich als "mixed race" identifizieren, Eltern mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund haben, welche täglichen Mikroagressionen sie erleben. Vor allem Objektivierung, Exotisierung und Colorism spielen hier eine entscheidende Rolle. Der falschen Vorstellung davon, "Seiten wählen" zu müssen und sich für eine Herkunft zu entscheiden, stellen die Protagonistinnen sich entgegen und zelebrieren ihre vielfältige Herkunft.