Geschlechterdemokratie

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Artikel und Publikationen

Migration und Männlichkeit erklärt - Interview und Analyse mit Prof.in Susanne Spindler - Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e. V.

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Özcan Karadeniz vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften spricht mit Susanne Spindler, Professorin für Soziale Arbeit und Migration an der Hochschule Düsseldorf. Spindler thematisiert hegemoniale weiße Männlichkeit, die in einer sozial konstruierten Hierarchie an der Spitze steht. Dabei werden immer „andere“ Männlichkeiten in Beziehung dazu gestellt, sodass die hegemoniale Männlichkeit ihren Status erhalten kann. So werden rassifizierte oder migrantische Männlichkeiten als negativer dargestellt. Am Beispiel migrantischer bzw. muslimischer Männlichkeit sprechen beide über die Wichtigkeit, weder spezifische Männlichkeiten einer spezifischen Gruppe per se zuzuschreiben noch toxische Männlichkeiten zu beschönigen. Eine klare gesellschaftliche Kontextualisierung und Analyse kann dabei helfen, sich nicht in Verallgemeinerungen zu verlieren. Spindler gibt auch mögliche Handlungssansätze, wie Geschlechterdemokratie im Rahmen von Migration verbessert werden kann.

Spaltet Gendern die Gesellschaft? StudioM - MONITOR - Monitor

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Georg Restle diskutiert mit Journalistin Şeyda Kurt, Schriftsteller Nele Pollatschek und Prof. Gesine Schwan, Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, über das Gendern. Wie ist der Weg zu genderneutraler Sprache? Ist sie nötig? Kann das Gendersternchen helfen, Diskriminierungen entgegenzutreten? Stehen materielle Ungerechtigkeiten vor sprachlichen? Spaltet die Gender-Debatte?

„Jeder Satz, den ich benutze, ist politisch“, sagt Journalistin Şeyda Kurt. Sie betont, dass wir alle gendern, unsere Sprache ist immer vergeschlechtlicht – meistens eben zugunsten der maskulinen Form. Das generische Maskulinum macht die Vielfalt der Gesellschaft unsichtbar und führt sprachliche Gewalt fort. So ist Sprache keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für eine gerechte Gesellschaft.

Hingegen plädiert Nele Pollatschek: „Der Weg zu Gleichheit ist Gleichheit – gleiche Formen für alle“. Sie bezeichnet sich selbst als Schriftsteller und sieht eine „zwanghafte Markierung in Sprache“ als diskriminierend und hierarchisierend. Dabei ist die Endung „in“ diskriminierend und soll abgeschafft werden. Sie führt das englische Beispiel an, das die weiblich markierte Form ablehnt. Pollatschek sieht sich damit in der radikal feministischen Tradition.

Hingegen argumentiert Gesine Schwan, dass das Gendern spaltet und sich die Gesellschaft somit auch in kollektive Identitäten spaltet. Für Kurt ist die Spaltung ohnehin existent und es geht in der Debatte eher darum: „Wer darf was sagen? Wer darf mich kritisieren?“

Poetry-Slam: "Männlichkeit" - meinTestgelände

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Memo von den HeRoes Duisburg spricht im Poetry-Slam über anerzogene bzw. gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit. Darf überhaupt wer definieren, was Männlichkeit oder Weiblichkeit ist? Und wieso werden diese bei anderen Kulturen anders aufgefasst? Memo plädiert für eine individuelle Selbstbestimmtheit dieser Konstrukte und eine Rückbesinnung zur Menschlichkeit.

Gender.Klima.Folgen. Referent: Dr. Arn Sauer (Ringvorlesung Nachhaltigkeit) - nachHALLtig Halle

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Gendergerechtigkeit muss in der Klimapolitik immer mitgedacht werden. Das Forschungsprojekt zu interdependenten Geschlechteraspekten von Klimapolitik des Umweltbundesamts soll diese Verwobenheit angehen. Dr. Arn Sauer gibt in ihrem Vortrag einen Überblick zu den Grundlagen und Ergebnissen. Das Forschungsteam besteht aus dem Wuppertal Institut, GenderCC und dem Institut für sozial-ökologische Forschung Grundansätze. Sie haben bestehende Bundesprogramme auf ihre Genderrelevanz hin analysiert und konkrete Politikempfehlungen gegeben. Arn Sauer stellt das Instrument zur gleichstellungsorientierten Folgenabschätzung (Gender Impact Assessment) vor, das an den Klimabereich angepasst wurde.

Der Feminismus hat nicht versagt - Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern spricht mit taz-Journalistin Simone Schmollack über die Corona-Krise, Pflegeberufe und Feminismus. Das öffentliche Leben wird meist von Frauen in systemrelevanten Berufen aufrecht erhalten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder an den Supermarkt- und Drogeriekassen. Es sind Berufe, die finanziell nicht wertgeschätzt werden. Für Simone Schmollack hat die Politik versagt und nicht der Feminismus, der schon immer darauf gedrängt habe, diese Berufe besser zu stellen. Die Autorin hofft, dass nach jahrzehntelangen Versäumnissen die aktuellen Absichtsbekundungen nach der Krise in die Tat umgesetzt und Krankenpfleger*innen, Kassierer*innen und weitere Berufsgruppen besser bezahlt werden. Was muss außerdem gegen häusliche Gewalt getan werden? Braucht es eine neue Definition des Feminismus und können Differenzen zwischen feministischen Richtungen durch die Corona-Krise überwunden werden?

„Wie ich es sehe...“ Gender erklärt aus der Sicht von Jugendlichen - meinTestgelände

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Anhand von 10 Thesen erklären in diesem Video vier Jugendliche bzw. junge Erwachsene unterschiedlicher Hintergründe ihre Negativerfahrungen mit Genderrollen-, klischees und -vorurteilen. Gender bezeichnet das soziale bzw. kulturelle Geschlecht. Aus einer intersektionalen Perspektive (z. B. Religionszugehörigkeit) sprechen sie über die Einschränkungen, die sie in ihrer Jugend erleben oder erlebt haben. Dabei geht es unter anderem auch um strukturelle Ungleichheiten, Normativität, Equal Care-Arbeit, Sexismus, Empowerment und Aktivismus.

Das Video wurde als Gegenreaktion zu aktuellen populistischen und antifeministischen Debatten produziert.