Antifeminismus

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Artikel und Publikationen
Beschreibung

Da die Dokumentation von ARTE gerade online nicht in voller Länge verfügbar ist (siehe hier für neue Wiederholungstermine), hier Filmausschnitte aus der ARTE-Dokumentation "Feindbild Frau" und Gespräch der Zeit-Stiftung. 

 Die Dokumentation von ARTE über den aufschwellenden Antifeminismus bietet einen Einblick in die Erfahrungen die Frauen mit Hass machen, sowohl im Netz als auch in Politik, Sport und im öffentlichen Leben. Sie zeigt dabei geschichtliche Zusammenhänge auf, porträtiert die Erfahrungen von prominenten Frauen wie Claudia Roth und bettet diese in statistische Hintergründe ein. Es wird außerdem auf die Menschen geblickt, die diese Form von Gewalt ausüben: Rechtspopulisten, Rechtsextreme, Fundamentalisten und Maskulinisten. Wer steckt dahinter und was sind ihre Motive?

Beschreibung

 

Der Verein Kaleb aus Chemnitz findet sich neben vielen seriösen Angeboten, als offizielle Schwangerenberatungsstelle auf einer Informationsseite des Sozialministeriums Sachsen. Er bekommt sogar Geld für seine Arbeit vom Freistaat. Die Recherchen in diesem Film zeigen aber: Die Beratung bei Kaleb Chemnitz e.V. ist alles andere als ergebnisoffen - so wie es eigentlich sein müsste, wenn es um das Thema Abtreibung geht. Vielmehr vertritt der Verein Auffassungen von sogenannten Lebensschützer:innen und evangelikale Christ:innen. Abtreibung bedeutet Kindstötung. Autorin Sabine Cygan war undercover in einer Beratung bei Kaleb in Chemnitz. Was sie dort erlebt hat, wirft die Frage auf: Wie kann es sein, dass der Verein finanziell vom Freistaat Sachsen gefördert wird?

Beschreibung

Antifeminismus ist eine zentrale Ideologie innerhalb der extremen Rechten. Das Erstarken extrem rechter Bewegungen und menschenfeindlicher Weltanschauungen in den letzten Jahren in Deutschland geht daher auch mit einem Erstarken von Antifeminismus einher. Dabei nutzt die extreme Rechte aus, dass Antifeminismus im Vergleich zu Rassismus oder Antisemitismus weniger stark als menschenfeindlich erkannt und gewertet wird. Tatsächlich aber war auch eine antifeministische Ideologie einer der zentralen Handlungsimpulse des Attentäters von Halle und vieler weiterer Rechtsterroristen. Dennoch können über antifeministische Themen Menschen bis weit in die politische Mitte angesprochen, mobilisiert und organisiert werden. Antifeministische Positionen und Meinungen haben zudem eine Brückenfunktion über diverse rechtsradikale Lager und eine Scharnierfunktion bis weit in konservative oder bürgerliche Kreise hinein. Das gilt auch im Allgäu. Doch was hat es mit dem organisierten Antifeminismus im Allgäu auf sich?  Wie weit ist er verbreitet und was macht ihn gefährlich? Worin liegt seine Attraktivität und wie lässt sich dem begegnen? Darüber spricht Allgäu rechtsaußen in einer Livestream-Aufnahme mit der Leiterin der Fachstelle Gender, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung, Judith Rahner.