Beschreibung

Vier öffentliche Personen berichten über ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt und Hassrede. Ob Aktivist*in, Autor*in, Extremismusforscher*in oder Journalist*in: Digitale Gewalt nimmt keinen Halt vor unterschiedlichen Personen, egal, ob öffentlich oder privat. Raul Aguayo-Krauthausen, Julia Ebner, Kübra Gümüşay und Philipp Awounou zeigen, wie real digitale Gewalt ist. Das (politische) Mundtotmachen, die Einschüchterung und Hacker*innenangriffe gefährden das Sicherheitsgefühl im Netz, auf der Straße und Zuhause. Soziale Medien und Internetplattformen gewähren zu wenig Hilfe, der Hass wird selten als einer benannt und das Vorgehen dagegen ist enorm schwierig. Dennoch gilt: Digitale Gewalt muss als solches anerkannt werden, verfolgt werden und aus dem Netz verschwinden.

A Geography Class for Racist People - Lilly Singh

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Die indisch-kanadische Youtuberin Lilly Singh teilt aus: Humorvoll und sarkastisch antwortet sie auf die (sexistisch-)rassistischen Kommentare, die sie regelmäßig für ihre Arbeit in den Medien bekommt. Sie klärt über rassistische Klischees und Vorurteile auf, die ihr als Kanadierin mit indischem Familienhintergrund begegnen. Beispiele sind u. a. eine Verallgemeinerung südasiatischer Länder, die Annahme, sie könne den nordamerikanischen Raum nicht als ihre Heimat empfinden oder dass alle Muslim*as Terrorist*innen sind. Anhand eines einzigen Hassreden-Kommentars lässt sich intersektionale Diskriminierung sehr gut verdeutlichen, da sich bei Lilly mehrere Kategorien überschneiden: (antimuslimischer) Rassismus, Sexismus und Islamfeindlichkeit, gekoppelt mit amerikanischem Nationalismus.

Mehr zu den unterschiedlichen Begriffsdeutungen bzw. Diskurse über „antimuslimischen Rassismus“ und „Islamfeindlichkeit“ findet ihr hier.

Hass im Netz und was wir dagegen tun können | Kübra Gümüşay - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

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Twitter Facebook und Co. - Chancen und Risiken neuer Medien Netzaktivismus und frauenpolitisches Engagement gehören zusammen.

Was bedeutet Netzfeminismus? Was begegnet uns an Zuspruch aber auch an neuen und alten Feindseligkeiten, wie zum Bespiel Antifeminismus in Form von Hatespeech und Cybermobbing? Wie können wir das Netz für unsere Anliegen nutzen und uns gleichzeitig vor digitalen Angriffen schützen?

Diese Fragen und noch einige mehr spiegeln aktuelle Debatten über Feminismus im Netz wieder und sind Anlass, das Thema näher zu beleuchten. Beim FrauenFachForum des Landesfrauenrats Sachsen-Anhalt e. V. am 15. Februar 2017 standen Diskurse und Strategien, Chancen und Risiken neuer Medien in der frauenpolitischen Arbeit im Fokus.

Kübra Gümüşay, Jounalistin, Bloggerin und Netzaktivistin, spricht zum Thema "Hass im Netz und was wir dagegen tun können".

 

 

Beschreibung

Da die Dokumentation von ARTE gerade online nicht in voller Länge verfügbar ist (siehe hier für neue Wiederholungstermine), hier Filmausschnitte aus der ARTE-Dokumentation "Feindbild Frau" und Gespräch der Zeit-Stiftung. 

 Die Dokumentation von ARTE über den aufschwellenden Antifeminismus bietet einen Einblick in die Erfahrungen die Frauen mit Hass machen, sowohl im Netz als auch in Politik, Sport und im öffentlichen Leben. Sie zeigt dabei geschichtliche Zusammenhänge auf, porträtiert die Erfahrungen von prominenten Frauen wie Claudia Roth und bettet diese in statistische Hintergründe ein. Es wird außerdem auf die Menschen geblickt, die diese Form von Gewalt ausüben: Rechtspopulisten, Rechtsextreme, Fundamentalisten und Maskulinisten. Wer steckt dahinter und was sind ihre Motive?

PoetrySlam: Netzwerkkonferenz Haltung zeigen - Heinrich-Böll-Stiftung

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Die Netzwerktagung „Haltung zeigen“ bot gleichstellungspolitischen und feministischen Akteur*innen und Multiplikator*innen die Möglichkeit, einen Einblick in den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu Antifeminismus zu bekommen. Sie gab Raum, Erfahrungen im Umgang mit antifeministischen Angriffen in der eigenen beruflichen, ehrenamtlichen, politischen oder NGO-Praxis mit Menschen aus verschiedenen Kontexten zu reflektieren und sich darüber auszutauschen. Es wurden gemeinsam Strategien im Umgang mit Antifeminismus ausgewertet und weiterentwickelt. Die Beiträge und Impulse bezogen nach Möglichkeit intersektionale Perspektiven und Ansätze ein, insbesondere die Verquickung von Sexismus und (antimuslimischem) Rassismus.


Andere Ausschnitte aus der Veranstaltung:

I. Begrüßung, Grußworte, Einführung

II. Feminismus in Krisenzeiten – Was heißt Solidarität?

III. Angriff auf die Demokratie? Antifeminismus in Deutschland und Europa.

V. Ursachenforschung 1: Wie begünstigen Rechtspopulismus und Autoritarismus antifeministische Einstellungen / Haltungen?

VI. Wider den Hass, feministisch und solidarisch

VII. Ursachenforschung 2: Wie wirken sich Männlichkeitskonstruktionen auf antifeministische Einstellungen / Haltungen aus?

VIII. Ursachenforschung 3: Welche Rolle spielen soziale Fragen für antifeministische Einstellungen / Haltungen?

IX. Gemeinsam gegen Antifeminismus: Netzwerk-Marktplatz

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Männerwelten - Belästigung von Frauen | Joko & Klaas 15 Minuten Live - Joko & Klaas

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Im 15-Minuten-Format von Joko und Klaas führt uns Sophie Passmann durch die „Dauerausstellung“ Männerwelten. Das Video führt uns virtuell durch die Ausstellung, unter anderem mit Fotos, Rollenspielen, Auszügen aus privaten Chatnachrichten oder öffentlichen Kommentaren. Die Ausstellung soll auf eins aufmerksam machen: Sexismus und Frauenhass sind alltäglich für Frauen*, Mädchen* und als solche gelesene Personen. Prominente Frauen zeigen die ihnen zugeschickten Dickpics oder lesen ihre auf sie gerichteten frauenfeindlichen und sexistischen Kommentare vor, die deutlich machen, welchen Hassreden (hate speech) sie immer wieder begegnen müssen. Es werden aber auch viele schmerzhafte Schilderungen und Erfahrungsberichte von (teils anonymen) Privatpersonen auf verschiedene Arten dargestellt, die zeigen, dass virtuelle oder physische sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen auch ein großer Teil dieses gesellschaftlichen Problems sind.

Mit dabei sind auch: Palina Rojinski, Jeannine Michaelsen, Visa Vie, Stefanie Giesinger, Katrin Bauerfeind und Collien Ulmen-Fernandes.