Nivedita Prasad über Rassismus, Selbstverortung und das Buch "Inderkinder" - Heinrich-Böll-Stiftung

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Dr. Nivedita Prasad ist Menschenrechtsaktivistin und arbeitet als Dozentin für verschiedene Universitäten zu den Themen Rassismus, Migration, Diskriminierung und Menschenrechte. Anfang der 90er Jahre war sie maßgeblich daran beteiligt, Women of Color Spaces (Räume für Perspektiven Schwarzer/migrierter Frauen) in Deutschland zu etablieren. Sie arbeitet mit Frauen, denen in Deutschland das „Recht auf Rechte“ verwehrt wurde und verbindet in ihrer Forschung Theorie und Praxis. In diesem Interview spricht Nivedita Prasad über Selbstverortung, den Rassismus in Deutschland und das Buch "Inderkinder".

Fadhumo Musa Afrah: The challenges for refugee women entering the labour market in Germany - Heinrich-Böll-Stiftung

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Fadhumo Musa Afrah wurde in Somalia geboren und ist in Kenia aufgewachsen. Seit April 2014 lebt sie in Deutschland. In Geflüchtetenunterkünften ermutigt sie andere Newcomer aus der unfreiwilligen Untätigkeit herauszufinden. Im Vorfeld des Kongresses „Wie schaffen wir Integration“ haben spricht die Aktivistin über die Herausforderungen und Chancen einer gelungenen Arbeitsmarktintegration. Sie appelliert, dass finanzielle Unabhängigkeit und Empowerment nur erreicht werden können durch die aktive Einbeziehung der Newcomer und das ständige Üben der deutschen Sprache im Alltag.

Mein Traum - Mein Vorbild: Ricco & Saniye - Heinrich-Böll-Stiftung

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Ricco träumt davon, nach dem Abschluss von Schule und Ausbildung ein eigenes Restaurant aufzumachen. Im Café "Bittersüß" lässt er sich von Besitzerin Saniye erklären, was er mitbringen muss, um sein Ziel zu erreichen. Ihr Café wurde schnell zum zentralen Treffpunkt im Kiez. Als Teil der Reihe "Vorbilder im Gespräch" geht es darum, welche Hürden Menschen mit Migrationshintergrund überwinden und wie Saniye als Frau of Color beruflich erfolgreich ist und es gleichzeitig schafft, auf sich selbst zu achten. 

Mein Traum - Mein Vorbild: Dalena & Franca - Heinrich-Böll-Stiftung

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Die 18-jährige Berlinerin Dalena macht gerade ihr Abitur. Ihr Traum ist es, Flugbegleiterin zu werden. Um mehr über den Job zu erfahren, trifft sie sich mit der Franca, einer erfahrenen Flugbegleiterin, die Erfahrung mit den Freuden und Hürden gemacht hat. Als Teil der Reihe "Vorbilder im Gespräch" geht es darum, welche Hürden Menschen mit Migrationshintergrund überwinden und wie Franca damit umgeht, beispielsweise von Passagieren nach ihrer Herkunft gefragt zu werden. 

Interview mit Tamara Hentschel - Reistrommel e.V. - Heinrich-Böll-Stiftung

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Tamara Hentschel wurde 1987 durch Zufall Wohnheimbetreuerin für vietnamesische Vertragsarbeiter*innen. Nach der Wende hat sie den deutsch-vietnamesischen Verein „Reistrommel“ mit aufgebaut. 2003 erhielt sie für ihre 20-jährige Tätigkeit für die Integration der Vietnames*innen in Deutschland und ihr Engagement auf dem Gebiet der Völkerverständigung und der Humanität das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Im Interview spricht sie über die Konsequenzen ungewollter Schwangerschaften von vietnamesischen Vertragsarbeiterinnen und über Rassismus, der sich nach der Wende in Ost-Berlin breitgemacht hat. Der Film entstand in Kooperation mit: Heinrich-Böll-Stiftung, Gesellschaft für interkulturelle Zusammenarbeit gGmbH, Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Integrationsbeauftragte des Landes Berlin.

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In der Gehrenseestraße 1 wohnten vor allem vietnamesische Vertragsarbeiter*innen, die ab 1980 in die DDR kamen. Regisseur Duc Ngo Ngoc interviewt Nguyen Anh Tuan, der hier als Kind wohnte.

1980 trat ein Abkommen zur Übernahme von Arbeitskräften zwischen der DDR und Vietnam in Kraft. Daraufhin kamen rund 60.000 vietnamesische „Vertragsarbeiter*innen“ nach Ostdeutschland, von denen 16.000 nach der Wiedervereinigung im Land blieben und ihre Familienangehörigen nachholten - Nguyen Anh Tuan war einer von ihnen. Er lebte von 1990 bis 1997 als eines der ersten Kinder im Wohnheim Gehrenseestraße.  

Im Film besucht er die verlassene Wohnsiedlung, erzählt von der Geschichte seiner Familie und teilt persönliche Familienfotos aus der Zeit. „Die ersten Jahre habe ich mich nicht raus getraut“, erinnert sich Nguyen Anh Tuan an die „ausländerfeindliche Begrüßungskultur“. Er erinnert sich aber auch an Sticker aus dem Bravo Magazin und daran, dass deutsche Wort „Fahrrad“ zu lernen. In engen Schlafzimmern eröffneten einige Familien die ersten Lokale, die heute erfolgreiche Restaurants sind. „Liebe und Zusammenhalt waren unter Vietnamesen das Stärkste und das Schönste, was ich hier erlebt habe“, hält er fest.

Pandemie & Gesellschaft #10 - Flüchtlingsschutz und Solidarität in Zeiten globaler Pandemie - Heinrich-Böll-Stiftung

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Die Situation in den überfüllten Geflüchtetenlagern an den EU-Außengrenzen ist angesichts der globalen Pandemie alarmierend. Unter dem Hashtag #LeaveNoOneBehind​​ wird die sofortige Evakuierung der Lager und besserer Schutz von Geflüchteten gefordert.

Im Gespräch mit Mekonnen Mesghena von der Heinrich-Böll-Stiftung plädiert SEEBRÜCKE-Mitgründerin und Sprecherin Liza Pflaum für solidarisches Handeln. Sie verweist darauf, dass die Kommunen auch während der Pandemie weiterhin aufnahmebereit sind. Es fehle lediglich seitens der Bundesregierung die Bereitschaft, den Forderungen nachzukommen. Die Aufnahme von nur 47 Kindern bleibe weit hinter den Kapazitäten, die Kommunen derzeit für die Unterbringung von Geflüchteten haben und sei angesichts der Größe Deutschlands "lächerlich".

Auch die Lager in Libyen müssen angesichts der verheerenden Menschenrechtsverletzungen - und das nicht erst seit der Pandemie - dringend evakuiert werden. Anstatt in militärische Abschottung sollte die EU in den Schutz von Menschen investieren.

#zuhauselesen mit Sandra Gugić - Heinrich-Böll-Stiftung

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"Wer nimmt uns die Angst, oder schürt sie?" fragt Sandra Gugić. In der vierten Episode von #zuhauselesen​ spricht Autorin Sandra Gugić über die Systemrelevanz von Literatur und das Politische im Poetischen. Sie liest aus ihrem Lyrikdebüt “Protokolle der Gegenwart”.

Sandra Gugić, 1976 in Wien geboren, ist eine österreichische Autorin serbischer Herkunft. 2009 begann sie zu schreiben. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2012 gewann sie den Open Mike. Ihr erster Roman "Astronauten" (C.H. Beck) erschien 2015 und erhielt den Reinhard-Priessnitz-Preis. 2019 erschien ihr Lyrikdebüt “Protokolle der Gegenwart” im Verlagshaus Berlin. Zuletzt wurden ihr das Stipendium des Berliner Senats und das Heinrich-Heine-Stipendium zugesprochen. Sandra Gugić lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin.