Beschreibung

Antifeminismus ist eine zentrale Ideologie innerhalb der extremen Rechten. Das Erstarken extrem rechter Bewegungen und menschenfeindlicher Weltanschauungen in den letzten Jahren in Deutschland geht daher auch mit einem Erstarken von Antifeminismus einher. Dabei nutzt die extreme Rechte aus, dass Antifeminismus im Vergleich zu Rassismus oder Antisemitismus weniger stark als menschenfeindlich erkannt und gewertet wird. Tatsächlich aber war auch eine antifeministische Ideologie einer der zentralen Handlungsimpulse des Attentäters von Halle und vieler weiterer Rechtsterroristen. Dennoch können über antifeministische Themen Menschen bis weit in die politische Mitte angesprochen, mobilisiert und organisiert werden. Antifeministische Positionen und Meinungen haben zudem eine Brückenfunktion über diverse rechtsradikale Lager und eine Scharnierfunktion bis weit in konservative oder bürgerliche Kreise hinein. Das gilt auch im Allgäu. Doch was hat es mit dem organisierten Antifeminismus im Allgäu auf sich?  Wie weit ist er verbreitet und was macht ihn gefährlich? Worin liegt seine Attraktivität und wie lässt sich dem begegnen? Darüber spricht Allgäu rechtsaußen in einer Livestream-Aufnahme mit der Leiterin der Fachstelle Gender, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung, Judith Rahner.

Beschreibung

Laura plädiert für mehr Frauenbündnisse und Schwesternschaften. Während Männergruppen im Alltag fast schon selbstverständlich sind, gibt es wenige Frauengruppen, vor allem feministische. Welche historischen und aktuellen Beispiele gibt es? Schließlich fußte auch die erste Welle der Frauenbewegung auf dem Allgemeinen Deutschen Frauenverein, der 1865 gegründet wurde.

Martina Schöggl hat mit Freundinnen das größte Frauenetzwerk Wiens Sorority gegründet. Sie berichtet über inhaltliche Belange des Vereins und was es eigentlich heißt, sich in so einer Größe zu organisieren. Was können andere von solchen Projekten lernen?

Incels oder Pick-Up-Artists sind antifeministische Männergruppierungen. Janosch vom Kritische Männlichkeit-Blog spricht über Möglichkeiten, sich als Mann in feministischen Gruppen zu engagieren. Was gibt es dabei zu beachten?

08 - Feminismus mit Vorsatz - Popfeminismus - Na wenn Beyoncé das sagt… - Feminismus mit Vorsatz

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Laura hat das Publikum gefragt: Bezeichnet ihr euch selbst als Feminist*in? Was sind Gründe dafür oder dagegen? Sie lässt dabei die verschiedensten Leute zu Wort kommen, die ein klares Bild abzeichnen: Es gibt hier kein richtig oder falsch. Vor allem die Männer halten sich mit der Selbstbezeichnung zurück. Schade, aber verständlich, da der feministische Fokus oft nur auf Frauen liegt.

Außerdem gibt es in dieser Podcastfolge ein großes Lob an Margarete Stokowskis Untenrum frei (2016). Es wird besprochen, wie das Buch uns alle ermutigen kann, Teil der feministischen Bewegung zu sein – egal, ob man sich nun selbst als Feminist*in sieht oder nicht. Zudem geht es darum, dass Feminismus nicht nur alleine gedacht werden kann: Feminismus verschränkt sich mit anderen Unterdrückungsformen wie Rassismus, Klassismus, Ableismus etc. Hier kommt das Konzept der Intersektionalität ins Spiel. Aber auch der Kapitalismus spielt eine wesentliche Rolle in den meisten Feminismen. Die Mehrzahl drückt die verschiedenen Strömung des Feminismus aus. Weitere Punkte sind außerdem das Zusammenspiel von Humanismus und Feminismus und welchen Einfluss Rollenvorbilder, der sogenannte „male gaze“ (der männliche Blick) oder „Femvertising“ im popkulturellen Feminismus haben.