Beschreibung

Die Dokumentarfilmreihe gibt Männern (19-57 Jahren) eine Stimme, die Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch, Übergriffen und Vergewaltigungen in ihrer Kindheit bzw. Jugend durch Personen aus ihrem unmittelbaren Umfeld machten. Die Betroffenen beschreiben dabei die Herangehensweise der Täter, der Umgang mit ihnen als Opfer und ihre eigene Sicht darauf, die körperlichen und seelischen Folgen, die auf ihre Identität und Beziehungen einwirkten und wer oder was ihnen zur Bewältigung all dieser Schmerzen geholfen hat.

  1. Da war noch was (1:02:02)
  2. Ich bin Überlebender - Sexualisierte Gewalterfahrungen im evangelischen Heim (28:20)
  3. Michael (25:19)
  4. Ingo (24:32)
  5. Hermann (22:47)
  6. Uwe (20:57)
  7. Experteninterview mit Markus Wickert von Mut (3:54)
  8. Experteninterview mit Jörg Schuh von Tauwetter e.V. (21:02)
Beschreibung

Die #metoo-Bewegung macht über das Ausmaß, das vor allem Frauen betrifft, an sexueller Belästigung, Nötigung und Missbrauch bzw. Gewalt im Alltag und darüber hinaus aufmerksam. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, wieso so wenig Betroffene darüber sprechen, geschweige denn eine Anzeige gegen die Tatperson stellen. Das Phänomen der Opferbeschuldigung ("Victim blaming") erschwert den Betroffenen den Schritt zur Anzeige, doch auch bei den Behörden oder vor Gericht, erleben die Betroffenen einen harten Kampf für die Gerechtigkeit, der neben der vergangenen körperlichen, oft auch eine emotionale Grenzüberschreitung mit sich bringt. Die Doku berichtet über vier Frauen, die den Mut hatten, Anzeige zu erstellen und was sich danach für sie getan hat.

Den zweiten Teil gibt es hier.

Beschreibung

Der zweite Teil der Doku, trifft die Frauen nach einem Jahr seit dem ersten Dreh wieder. Was hat sich bei den Gerichtsprozessen getan und wie haben die Frauen weiterhin ihre traumatisierenden Erfahrungen verarbeitet? Wer und was unterstützt sie bei der Bewältigung des Erlebten und ihren Emotionen? Die Doku zeigt auch, wie das Teilen von Erfahrungen mit anderen ihnen wieder mehr Stärke und Mut gibt.

Den ersten Teil gibt es hier.

Beschreibung

Alle 32 Stunden wird in Argentinien eine Frau ermordet - damit ist die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, ermordet zu werden, etwa doppelt so hoch wie in Europa. Fast 3000 Frauen wurden in den letzten zehn Jahren ermordet, meist von ihren Ehemännern, Partnern oder Ex-Partnern. Vor fünf Jahren fingen feministische Aktivist*innen in Argentinien an, gegen häusliche Gewalt und Frauenmorde auf die Straße zu gehen. Aus diesen Protesten hat sich eine Bewegung entwickelt, die internationalen Anklang gefunden hat, etwa in Ländern wie Peru, Mexiko oder Kolumbien. Ni una menos, nicht eine weniger, ist das Motto der internationalen Protestbewegung, die für Frauenrechte kämpft, neben der Gewalt gegen Frauen auch für das Recht auf legale Abtreibung. In den machistischen Strukturen sehen die Aktivist*innen den Nährboden für die Gewalt.

Die Reportage begleitet die Eltern von Mónica Garnica, eine Frau, die von ihrem Ehemann ermordet wurde, zum Prozess vor Gericht. Auch mit der Staatsanwältin Mónica Cuñarro, die den ersten Fall lebenslanger Haft für den Mörder einer Frau erreichen konnte, sprechen die Reporter*innen. Erst seit 2012 ist der Femizid, der Mord an einer Frau, Tatbestand im argentinischen Gesetzbuch. Cuñarro kämpft für harte Urteile - und für eine bessere Begleitung der Opfer: „Wenn Frauen Anzeige erstatten, leben sie besonders gefährlich. Dann steigt die Gewalt an – um zu verhindern, dass die Frau vor Gericht aussagt.“ 

Beschreibung

 

Was bedeutet es, wenn Morde an Frauen als Eifersuchtstat, Totschlag oder Familiendrama benannt werden? 122 Frauen wurden 2018 in Deutschland von ihren Ehemännern oder Ex-Partnern laut Bundeskriminalamt ermordet - es sind Femizide. Ein Femizid ist nach wie vor kein richtiger Straftatbestand in Deutschland. Hinzu kommt, dass es bei der Polizei und den Ämtern kein standardisiertes Verfahren gibt und somit kaum Daten von den Behörden gesammelt und zur Verfügung gestellt werden können. 

Beschreibung

In Deutschland fehlen noch immer 14.600 Plätze in Frauenhäusern, obwohl Deutschland vor nun fast drei Jahren die Istanbul-Konvention, die den Schutz von Personen, die von Gewalt betroffen sind, regeln soll, unterzeichnet hat. Das bedeutet, dass jede zweite Person, die Schutz sucht, abgewiesen werden muss. Woran liegt das und welche Maßnahmen müsste die Politik durchsetzen, um besseren Schutz für alle Betroffenen von Gewalt sicherzustellen?