'Sex is not a crime': the women protesting Poland's new abortion law - The Guardian

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Beschreibung

Seit Polen ein Gesetz verabschiedet hat, das Abreibungen verbietet, folgen die größten Proteste, die das Land seit vier Jahrzehnten erlebt hat. Frauen wehren sich gegen staatliche und religiöse Barrieren. Der Guardian begleitet Karolina Więckiewicz. Sie ist Anwältin und arbeitet für die Charity Abortion Without Borders. Das Projekt berät Frauen rechtlich und hilft ihnen, Abtreibungen sicher und legal im Ausland zu organisieren. Ihrer Meinung nach ist die wichtigste Aufgabe, Frauen zu bestärken, ihnen klar zu machen, dass sie nicht alleine sind und sie sich Scham und kirchlicher Autorität selbstbestimmt widersetzen können.

Beschreibung

Der Dokumentarfilm zeigt drastische Fälle der Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen in Europa. 2016 starb Valentina Milluzzo in Italien an einer Blutvergiftung. Obwohl bereits eins der Zwillinge im 5. Monaten starb und das andere sehr geringe Überlebenschancen hatte, verweigerten die Ärzt*innen in der Klinik den Schwangerschaftsabbruch. Sie begründeten dies mit dem noch hörbaren Herzschlag des anderen Zwillings. In Italien sind Abbrüche zwar legal möglich, jedoch dürfen Ärzt*innen aus „Gewissensgründen“ diese ablehnen. Man sollte dabei beachten, dass die meisten italienischen Geburtskliniken unter katholischem Einfluss stehen und rund 70 % diese Gewissensklausel wahrnehmen. Vier Jahre zuvor starb in Irland Savita Halappanavar in der 17. Schwangerschaftswoche ebenfalls an einer Blutvergiftung, weil auch ihr ein Schwangerschaftsabbruch trotz Fehlgeburt verweigert wurde. Irland hatte zu der Zeit eines der strengsten Gesetze gegen Schwangerschaftsabbrüche, das diese als illegal behandelt. Die Gesetze sind auch dort stark durch die katholische Kirche beeinflusst und verbaten Abbrüche selbst bei Vergewaltigung, Inzest oder kranken Föten. Nachdem der Fall von Halappanavar publik wurde, kämpften viele Aktivist*innen für eine Gesetztesänderung, die letztendlich im Mai 2018 zu einem Referendum führten.

Die österreichischen Filmemacher*innen wollten mit der Doku auch auf die dort geltende Gewissensklausel aufmerksam machen. Weiterhin zeigt diese Doku auch Fälle, in denen schwangere Personen aufgrund strikter und ambivalenter Gesetze gegen den Schwangerschaftsabbruch nah dem Tod entkamen, körperliche und seelische Folgen davon trugen oder immense Hürden und Wege auf sich nehmen mussten.

Ich habe abgetrieben - Repro Rechte

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Beschreibung

Der dokumentarische Kurzfilm entstand in Anlehnung an das stern-Cover aus dem Jahre 1971 (u. a. mit Alice Schwarzer) mit dem Titel „Wir haben abgetrieben“. Hinter dem „Wir“ standen 374 Cis-Frauen, die sich klar gegen den Paragrafen §218 stellten. Dieser beschreibt Schwangerschaftsabbrüche als Straftat. Mittlerweile können schwangere Personen unter Umständen den Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Ein „Muss“ ist dabei immer ein Beratungsgespräch bei vorgegebenen Stellen. Erst 72 Stunden danach darf der Abbruch erfolgen. Weiterhin ist es für durchführende Ärzt*innen laut Paragrafen §219a auch eine Straftat, wenn diese selbst Patient*innen über ihr Angebot dazu informieren. Anlass dieses Projektes war die Verurteilung der Frauenärztin Kristina Hänel, die neben anderen die Debatte zur rechtlichen und sozialpolitischen Lage in Deutschland mehr in die Öffentlichkeit brachte.