Digitale Zukunft geschlechtergerecht gestalten - Heinrich-Böll-Stiftung

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Das Gutachten zum dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung war eindeutig: im Bereich der Digitalisierung hat Deutschland Nachholbedarf, vor allem mit Blick auf Geschlechtergerechtigkeit. Das betrifft alle Bereiche von der Informatikausbildung, über die Entwicklung von Technologien bis hin zu Technikfolgeabschätzung. Ideen und Vorschläge, wie dieser Gemengelage beizukommen ist, liefert das Gutachten natürlich mit, sie reichen von Partizipation bis Regulierung.

Wir wollen diese Ideen gemeinsam mit unseren Expertinnen diskutieren und den Bogen über Deutschland hinaus nach Europa spannen, denn die Digitalisierung hält sich nicht an Landesgrenzen fest. Mit dem #EUDigitalManifesto liegt ein politisch-aktivistischer Vorschlag auf dem Tisch.

Dabei soll es u. a. um folgende Fragen gehen:

  • Was muss sich bei Technologieentwicklung ändern? Reichen diversere Teams aus?
  • Wer überprüft den gesellschaftlichen Nutzen von Technologie und nach welchen Kriterien?
  • Welche Regulierungsansätze auf europäischer Ebene können uns auch in Deutschland voranbringen?

Es diskutieren:

  • Alexandra Geese, MdEP Fraktion Die Grünen/EFA
  • Fiona Krakenbürger, Open Technology Fund, Heart of Code
  • Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, HWR Berlin & Vorsitzende Sachverständigenkommission 3. Gleichstellungsbericht

Moderation: Francesca Schmidt, Referentin feministische Netzpolitik, GWI

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Bei der Podiumsdiskussion auf dem veganen Sommerfest am 24. August 2019 diskutieren Josephine Apraku, Dr. Michaela Dudley, Anna-Lena Klapp und Dörte Röhl mit Moderator Lars Walther von veggieworld über das Thema Frauen* in der veganen Bewegung. Es geht dabei ihre Positionen, ihre Expertise, wie sie dargestellt werden und was sich an der derzeitigen Situation ändern muss. Ganz nach dem Schema Männer erklären die Welt und Frauen hören zu zeigen auch Studienergebnisse das Problem: Podien sind zu 80% mit männlichen Experten besetzt - so sieht es vor allem auch in der veganen Bewegung aus. 

Frauen* müssen sich meist erst als Expert*innen beweisen, wohingegen Männer selbstverständlich als solche anerkannt werden. Wie in jeder gesellschaftlichen Struktur, ist auch die vegane Bewegung nicht frei von Machtstrukturen und Diskriminierung - ganz im Gegenteil. Gerade deshalb sei es wichtig, eine diskriminierungs- und machtkritische Perspektive mit Blick auf Privilegien, vor allem in der globalen Verantwortung, in der Bewegung zu etablieren, genau wie überall anders in der Gesellschaft auch.

In diesem Podcast sprechen die Expert*innen u.a. über Rassismus und Sexismus, sowie über die globalen Dimensionen von Veganismus, vor allem auch im Hinblick auf den Klimawandel, über White Veganism, aber auch über Lösungsansätze. Was veganer Aktivismus mit der MeToo-Bewegung und Feminismus zu tun hat, welche Auswirkungen es hat, wenn nur weiße, meist männliche YouTuber*innen vegane Rezepte in ihren Videos kochen, und was sich ändern muss innerhalb der veganen Community, beantwortet diese Podcast-Folge.

Fachgespräch Rassifizierung von Männlichkeiten - Heinrich-Böll-Stiftung

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Nicht nur rechtsextreme Männer greifen auf Rassismen zurück, auch bürgerliche Männer reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit Abgrenzung vom imaginierten anderen Mann. Rassifizierte Männlichkeiten und Unterschichtsmännlichkeiten werden als archaisch und unbeweglich beschrieben. Der Abstand zu den als anders definierten Männlichkeiten scheint der Gradmesser der eigenen Emanzipation bürgerlicher Männer zu sein. Özcan Karadeniz thematisiert in seinem Vortrag die Vergeschlechtlichung von Rassifizierung und die Konstruktion einer weiß-bürgerlichen männlichen Norm in Abgrenzung zu veranderten Männlichkeiten.

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Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

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Am 02. März 2018 sprach die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt mit Expertinnen aus Kenia und Deutschland über die Stärkung von Frauenrechten durch fairen Handel (Das Gespräch fand auf Englisch und Deutsch statt). Anlässlich des internationalen Frauentages wurde zur Podiumsdiskussion zum Thema: „Frauenrechte durch fairen Handel stärken“ eingeladen. Am Beispiel der Blumen- und Textilproduktion wurde mit Expertinnen und dem Publikum über die Möglichkeiten und Herausforderungen des fairen Handels und dessen Auswirkungen auf die Rechte von Frauen gesprochen.

Frauen stellen die Hälfte der Beschäftigten im ostafrikanischen Blumensektor. Die Arbeitsbedingungen sind meist schlecht und durch zahlreich eingesetzte Pestizide sind sie enormen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Auch in der Bekleidungsindustrie ist ein Großteil der Textilarbeiter*innen weiblich. Arbeit zu Hungerlöhnen unter miserablen Bedingungen bei fehlendem Schutz ist in Fabriken in Bangladesch oder Myanmar an der Tagesordnung. In öffentlichkeitswirksamen Kampagnen fordern Frauen in der Textilbranche daher die Stärkung von Frauen- und Arbeitsrechten. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten werden Frauen dabei unterstützt, in eine verbesserte Arbeitssituation eintreten zu können.

Es diskutierten:

  • Esther Nyambura Juma, Mitarbeiterin der Fairtrade Bigot Flowers Rosenfarm in Kenia
  • Serah Mwangi aus Kenia, Referentin für Geschlechtergerechtigkeit bei Fairtrade Africa
  • Anna Grasemann, Bildungsreferentin für saubere Kleidung bei FEMNET e.V.
  • Moderation: Christel Riemann-Hanewinckel, Vorsitzende des Verwaltungsrates des Kindernothilfe e.V.

Diskussionspunkte:

  • 0:00 Input Esther Juma, Mitarbeiterin einer Fairtrade-Rosenfarm in Kenia
  • 3:57 Input Serah Mwangi, Referentin für Geschlechtergerechtigkeit bei Fairtrade Africa
  • 7:32 Input Anna Grasemann, Bildungsreferentin für saubere Kleidung bei FEMNET e.V.
  • 15:29 ein typischer Arbeitstag als Rosenfarmerin und Mutter
  • 16:15 Temperaturen und Arbeitsablauf auf Rosenfarm
  • 17:00 Warum Rosen aus Afrika? Wasserverbrauch
  • 21:35 Sind Fairtradeunternehmen Genossenschaften oder privat?
  • 22:36 Welche Strategien bewegen Handel und Modeketten zum Umlenken

Climate change is not gender neutral feat. @OurChangingClimate - zentouro

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Die Klimakrise wirkt sich nicht auf alle gleich aus. Gender, Wohnort, Einkommen oder andere Faktoren sind entscheidend. Auch Maßnahmen gegen die Klimakrise sind nicht geschlechterneutral. Zentouro gibt eine Einführung in ökofeministische Anliegen. Was ist die sogenannte „Agricultural gender gap“? Und welche Bedeutung haben Bildung und Familienplanung im Klimakontext?

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Was bedeutet Othering?

Othering leitet sich von dem englischen Begriff "other" ("andersartig") ab. Othering beschreibt, wenn eine Gruppe oder eine Person sich von einer anderen Gruppe abgrenzt, indem sie die nicht-eigene Gruppe als andersartig und fremd beschreibt. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Machtgefälles: die als anders Beschriebenen sind von Diskriminierung betroffen und haben deswegen wenig Möglichkeiten, sich gegen die Zuschreibung zu wehren. (Für weitere Informationen zur Definition, siehe hier) Entstanden ist das Konzept im Kontext der postkolonialen Theorie, vor allem von Edward Said und Gayatri C. Spivak geprägt.

In dieser Rosapedia-Folge erklärt Rosa Mag wo der Begriff her kommt und was er bedeutet.