May Ayim: Hoffnung im Herz / Hope In My Heart / Esperança No Coração - DS

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Beschreibung

Die Doku von 1997 porträtiert die ghanaisch-deutsche Dichterin, Wissenschaftlerin und politische Aktivistin May Ayim. Sie war eine Pionierin der Schwarzen Deutschen Bewegung. Mit ihrer Forschung zum Afrodeutschsein der Vergangeneheit und ihrer damaligen Gegenwart setzte sie wichtige Grundsteine für subjektive Stimmen in der Forschung. Darüber hinaus war sie vor allem international für ihre Lyrik bekannt, während ihr in Deutschland zunächst keine Beachtung geschenkt wurde. Humor und die Macht von Worten gaben ihr den Raum, Identitätsarbeit und gleichzeitig Aktivismus auf kreative Weise zu leisten.

Ayim war außerdem Mitherausgeberin von Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte (mit Katharina Oguntoye und Dagmar Schultz). 1996 wählte sie in Berlin den Freitod. Mit ihrem Dasein inspirierte sie den Namen des ersten deutschen panafrikanischen Literaturpreises. Selbst nach ihrem Tod trägt sie zur Dekolonialisierung in Deutschland bei: Seit 2010 trägt das ehemalige Gröbenufer (benannt nach einem ehemaligen Kolonialisten) an der Berliner Spree ihren Namen.

Beschreibung

Die mittlerweile 80-jährige Miss Major Griffin-Gracy hat bereits vieles hinter sich: Sie war als Transfrau im Gefängnis, ist ehemalige Sexarbeiterin und war eine führende Person der Stonewall-Aufstände. Sie setzt sich seit langem für LGBTQI-Rechte ein. Besonders wichtig sind ihr die Rechte von Transfrauen of Color, die Polizeigewalt oder Gewalt in Männergefängnissen erlebt haben.
 

Der 'Equal Care Day' in 1'40 erklärt.  - #EqualCareDay - Equal Care Day

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Beschreibung

Seit 2016 macht der bundesweite Aktionstag am 29. Februar bzw. 1. März auf die ungleich verteilte Care-Arbeit (bzw. Sorge- und/oder Pflegearbeit) aufmerksam. Es geht um die Sichtbarmachung dieser oft nicht ernst genommenen Arbeit. Egal, ob es um die Care-Arbeit zuhause, in der Erwerbstätigkeit oder Freizeit geht: Geschlechterrollen prägen nach wie vor ungleiche Verhältnisse, Bezahlung und Wertschätzung. Die Initiator*innen Sascha Verlan und Almut Schnerring erklären euch in diesem Video kurz und knapp, was es mit dem Equal Care Day auf sich hat.

Beschreibung

Der Erklärfilm zeigt den Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht. Es stellt die geschichtliche Entwicklung ab dem Ende des 18. Jahrhunderts in Europa dar. Während der Industrialisierung begann die strikte Trennung der männlich dominierten öffentlichen Sphäre der Erwerbsarbeit und der weiblich dominierten privaten Sphäre der Familienarbeit, die aber nicht als „Arbeit“ anerkannt wird. Diese Trennung in Europa setzte sich als Norm durch und verfestigte das traditionelle binäre Geschlechterdenken. Durch diese Kategorisierung werden zudem Menschen diskriminiert, die sich nicht mit binären Geschlechterrollen identifizieren. Welche Unterschiede gab es vor der Wende und wie sieht es heute aus? Was ist der „Gender Care Gap“ und welche Zusammenhänge bestehen zum „Gender Pay Gap“?

Beschreibung

Auf der ganzen Welt tragen Frauen 75% der unbezahlten Arbeit, speziell die Kinderversorgung, das Kochen, das Reinigen oder die Landwirtschaft. Ohne diese Arbeit könnte eine Gesellschaft nicht bestehen. Doch unbezahlte Care-Arbeit ist häufig unsichtbar. Sie sollte als Teil der Berechnungen des Bruttoinlandsprodukts genutzt werden, um diese mehr wertzuschätzen. Würde dies geschehen, wäre die Wichtigkeit von Care-Arbeit deutlich: Zum Beispiel würde in Tanzania unbezahlte Care-Arbeit 63% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. In der Schweiz würde Care-Arbeit im Bruttoinlandsprodukt den Wert von Banken und der Versicherungsindustrie einnehmen.

Beschreibung

Sexuelle Belästigung und Übergriffe am Arbeitsplatz waren bei der #MeToo-Bewegung der Auslöser dafür, dass weltweit Menschen auf ihre frauenfeindlichen Erfahrungen aufmerksam machten. Doch bereits vor der Bewegung führten in Südkorea öffentliche Auftritte von Betroffenen, u. a. von Kim Ji-eun, die für den Rücktritt eines Präsidentschaftskandidaten sorgte, zu einem Wandel. Dort ist das Ausmaß der Misogynie verschärft: Es entwickelte sich in den letzten Jahren der Begriff "Molka", der den weit verbreiteten Voyeurismus (meist durch Miniaturkameras) an öffentlichen Orten wie Toiletten beschreibt. Betroffen sind meist Frauen, die aber auch in privaten Bereichen ohne Zustimmung bei intimen Momenten gefilmt wurden und oft auf der ehemaligen Pornowebsite Soranet (1999-2015) landeten. Die Arbeit von Organisationen (siehe Bemerkung unten) wie Digital Sexual Crime Out trug maßgeblich zum positivem Wandel in Südkoreas Gesellschaft bei.