Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.
Unter Care-Arbeit läuft jegliche Form von Arbeit, bei der Fürsorge im Mittelpunkt steht und die meistens nicht entlohnt ist. Das sind zum Beispiel die Erziehung von Kindern oder das Pflegen der Eltern im Alter. Es sind aber auch Dinge wie emotionale Unterstützung von Menschen, denen es nicht gut geht. In unserem binären Gendersystem wird Care-Arbeit Frauen zugeschrieben und oft als selbstverständlich verstanden. Damit gehen unterschiedliche Arbeitsauslastungen und Gehaltsunterschiede einher. Mit dem Wandel hin zu mehr Gleichheit auf dem Arbeitsmarkt im globalen Norden sind es oft Menschen aus ärmeren Ländern, die die hohe Nachfrage für Care-Arbeit zum Beispiel im Pflegebereich decken. Mehr Infos gibt es bei der Bundeszentrale für Politische Bildung bpb.