Beschreibung

Aus der Perspektive der Jungen*arbeit wirft Olaf Jantz einen Blick auf die soziale Kategorie der Armut. Unterrepräsentierte Armutsphänomene finden auch in der Pädagogik wenig Aufmerksamkeit, dabei lassen sich mit einer intersektionalen Linse einerseits Gemeinsamkeiten, andererseits auch Unterschiede zu anderen Kategorien wie Rassismus erkennen. Jantz betont dabei, dass an erster Stelle eine kritische Selbstreflexion der eigenen Rolle als pädagogische Fachkraft geschehen muss, da sonst internalisierte klassistische Zuschreibungen reproduziert werden und eine erfolgreiche Arbeit mit den Jungen* behindern können. Anhand von Themenkomplexen, u. a. der Ansprache/Sprache, Identifikation, Anerkennung, Beschämung oder auch Spannungsfeldern zwischen der eigenen akademisierten Disziplin und der Praxis, skizziert Jantz im ersten Teil des Vortrags Herausforderungen der Jungen*arbeit auf diesem Feld. 

Hier geht es zu den anderen Teilen des Vortrags:

#gelände19 // Marlon - Lea - meinTestgelände

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Im Rahmen des Workshops #gelände19 entstand der emotionale Rap „Lea“ von Marlon, den er am Abschlussabend im Rahmen der Jugendkulturwoche das erste Mal öffentlich aufführte. Darin verarbeitet Marlon seinen Schmerz, seine Wut und Trauer nach dem Schicksal seiner Freundin Lea: Sie war 13 Jahre alt, wurde wegen ihrer Hautfarbe an einer „Schule gegen Rassismus“ gemobbt und wählte anschließend den Freitod.

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Was wäre, wenn du einen Euro für jeden Akt der emotionalen Arbeit bekämst? Diese Frage beantwortet Melissa Lozada-Oliva in ihrem Gedicht auf emotionale, starke und empowernde Weise.

„If I had a nickel for every time I stayed up too late for someone who would never wake up for me, a dollar for every minute I tried to make a sad man feel less sad, a penny for every time I had to bend and stretch to prove to someone that I'm here, that I exist, my heart would rattle and shake with all of the coins spilling back into it, I would stop digging around in my pockets for pieces of myself“

Damit spricht sie die Nicht-Bezahlung emotionaler Arbeit an, insbesondere im privaten Beziehungsbereich und gegenüber (weißen) Männern. Sie thematisiert damit unausgesprochene Unterdrückungsmechanismen von Geschlechterrollen. Dabei gilt zu beachten, dass sie aus nicht-weißer Perspektive performt.

Be yourself aber jemand anderes: Die Identitäts-Kunst von Maria Guta | Arte TRACKS - Arte TRACKS

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Für Choreografie ist Gender ein Hindernis das überwunden werden muss, um die Tänzer*innen zu befreien. Die Choreograf*innen Luiga Riva und Mette Ingvartsen wollen ihre Tänzer*innen aus dem Klischee-Korsett befreien. Mit Klebebandmuskeln werden männliche Schönheitsideale parodiert und mit zusammengebundenen Beinen die Einschränkungen von Frauen  metaphorisch sichtbar gemacht.

Climate Change and Women - Dr. Dewi Candraningrum - Heinrich-Böll-Stiftung Southeast Asia

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Südostasien spricht mit Dr. Dewi Candraningrum über den Klimawandel und Frauen. Sie ist Dozentin, Künstlerin und Gründerin des Jejer Wadon Art Space in Boyolali, Indonesien. Sie verbindet Kunst, Ökologie und Gender. Candraningrum betont, dass Frauen eine entscheidende Rolle in der Klimakrise spielen. Sie haben eine besonders hohe Vulnerabilität und Ressourcenabhängigkeit, da sie die meiste Care-Arbeit leisten.

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Soufian & Emre von den HeRoes aus Duisburg haben im Rahmen des Fachtags 2018 „Wie ich es sehe“ zum fünften Geburtstag von meinTestgelände im BMFSFJ zum Thema Männlichkeit performt. Sie sprechen ausdrucksstark über ihre Erfahrungen als Jugendliche, ihre unterdrückten Emotionen und die fehlende Freiheit, nicht so sein zu können, wie man wirklich ist. Sie zeigen, dass auch Jugendliche bzw. junge Männer* viele Gefühle haben, doch der gesellschaftliche Druck sie in die Schranken gewiesen hat.