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Müssen Jungs jetzt alle mit Puppen spielen? Ist es okay, wenn ein Mädchen lieber Friedrich genannt werden möchte? Es ist längst pädagogischer Konsens, Kinder nicht in starre Rollenerwartungen zu drängen. Doch im Alltag stellt sich oft die Frage, wie das umgesetzt werden kann. In der zehnten Folge unseres Podcasts spricht die Moderatorin Katrin Rönicke mit Melike Berfê Ҫınar, Diplompolitologin und langjährige Referentin in der Frühen Bildung zum Thema Antidiskriminierung, über den Weg zur geschlechtersensiblen KiTa. Denn auch wenn wir nicht mehr in den Fünfzigern leben: Studien zeigen, dass Jungen und Mädchen noch immer anders behandelt werden. Noch immer fallen Sätze wie „Jungs müssen eben raufen“, werden Mädchen eher angehalten, brav am Tisch zu sitzen. In dieser Folge zeigt Melike Berfê Ҫınar auf, warum sie statt „geschlechtersensibel“ lieber von „vielfaltssensibel und diskriminierungskritisch“ spricht. Warum man Bücher vorlesen sollte, in denen beiläufig erwähnt wird, dass ein Kind zwei Mütter oder zwei Väter hat. Warum Fachkräfte öfter mal von „Familie“ sprechen sollten statt von „Mama und Papa“. Wie sie sich verhalten sollten, wenn ein Junge ein Kleid tragen möchte, die Eltern dies aber ablehnen. Und warum die KiTa der Ort ist, der Kinder für das ganze Leben stärken kann.

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Kat Blaque ist eine Aktivistin und Video-Bloggerin aus Kalifornien, die aus einer Schwarzen, feministischen Trans*-Perspektive über unterschiedliche Aspekte ihres Lebens berichtet. Seit einiger Zeit erscheint ihre wöchentliche Serie True Tea bei YouTube, in der Blaque Fragen von Zuschauer_innen und Zuhörer_innen beantwortet. Die Themen drehen sich größtenteils um Rassismus, Transphobie, Sexismus, Fat-Shaming und Schwarze Kultur. Fragen, die von der Vloggerin bei True Tea beantwortet werden sind unter anderem: „Can Black people be racist?“, „Can men be feminists?“, „What’s wrong with cultural appropriation?“

Eine Einsendung einer Zuschauer*in zur Episode "True Tea" thematisiert die Schwierigkeiten ihrer weißen Mutter das Konzept White Privilege näher zu bringen, weil die Mutter das Gespräch verweigert. In der Nachricht wird Bezug zu den Baltimore Riots genommen, die durch die Verhaftung des 25-jährigen Afroamerikaners Freddie Gray am 12. April 2015 und seine Verletzungen der Wirbelsäule und Verfallen in ein Koma augelöst wurden. 

Kat Blaque nimmt Bezug auf Kategorien, wie class, gender und race und setzt diese in intersektionalen Bezug zueinander, um ihre Wirkweisen auf verschiedene Lebensrealitäten zu verdeutlichen. Vor allem soziale Klasse wird hier näher besprochen und ihre Instrumentalisierung, um entgegen anderweitiger Privilegierungen zu argumentieren.