In dem kurzen Video sprechen zwei Personen über gendergerechte Sprache. Eine Person spricht sich für die positiven Auswirkungen inklusiver Sprache aus, während die andere Beteiligte Barrierefreiheit und den Willen der Mehrheit als Gegenargument anbringt. Davor und danach wird kurz über die Erfahrung des Gesprächs sowie Annäherung bei Konflikten reflektiert.
Georg Restle diskutiert mit Journalistin Şeyda Kurt, Schriftsteller Nele Pollatschek und Prof. Gesine Schwan, Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, über das Gendern. Wie ist der Weg zu genderneutraler Sprache? Ist sie nötig? Kann das Gendersternchen helfen, Diskriminierungen entgegenzutreten? Stehen materielle Ungerechtigkeiten vor sprachlichen? Spaltet die Gender-Debatte?
„Jeder Satz, den ich benutze, ist politisch“, sagt Journalistin Şeyda Kurt. Sie betont, dass wir alle gendern, unsere Sprache ist immer vergeschlechtlicht – meistens eben zugunsten der maskulinen Form. Das generische Maskulinum macht die Vielfalt der Gesellschaft unsichtbar und führt sprachliche Gewalt fort. So ist Sprache keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für eine gerechte Gesellschaft.
Hingegen plädiert Nele Pollatschek: „Der Weg zu Gleichheit ist Gleichheit – gleiche Formen für alle“. Sie bezeichnet sich selbst als Schriftsteller und sieht eine „zwanghafte Markierung in Sprache“ als diskriminierend und hierarchisierend. Dabei ist die Endung „in“ diskriminierend und soll abgeschafft werden. Sie führt das englische Beispiel an, das die weiblich markierte Form ablehnt. Pollatschek sieht sich damit in der radikal feministischen Tradition.
Hingegen argumentiert Gesine Schwan, dass das Gendern spaltet und sich die Gesellschaft somit auch in kollektive Identitäten spaltet. Für Kurt ist die Spaltung ohnehin existent und es geht in der Debatte eher darum: „Wer darf was sagen? Wer darf mich kritisieren?“
Genderverbot in Bayern: Warum provoziert das Gendern so? | Was jetzt? – Die Woche - DIE ZEIT
Was bringt es, gendersensible Sprache zu verhindern, und warum machen Genderstern, Doppel- und Mediopunkt so viele Menschen wütend? Das bespricht Moderatorin Dilan Gropengiesser in der 35. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Paula-Irene Villa Braslavsky, Soziologieprofessorin mit einem Schwerpunkt in den Genderstudies von der Ludwig-Maximilians-Universität München, und mit Peter Eisenberg, emeritierter Professor der Sprachwissenschaften der Universität Potsdam. "Umerziehung, Sprachwahnsinn, Rechtschreib-Horror": Wenn es um gendergerechte Sprache für Männer, Frauen und nonbinäre Menschen geht, steigt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Puls. Die einen sind dafür, eine Mehrheit partout dagegen, und manche ziehen deswegen sogar vor Gericht. Ein gesellschaftlicher Konsens ist nicht in Sicht. Die Politik jedoch schafft Tatsachen: In Sachsens Schulen sind Gendersonderzeichen seit 2021 untersagt. In Bayern gilt seit April ein umfassendes Genderverbot in Behörden und Schulen, auch Hessen verbietet seinen Beamten neuerdings, den Genderstern oder Doppelpunkt zu benutzen, und auch im Bund werden Forderungen nach Sprachverboten lauter.
Esra Karakaya hat sich Emilene Wopana Mudimu, Isra Abdou, Maja Bogojević und Saboura Manpreet Naqshband in ihre Show eingeladen, um über Alltagsrassismus und Racial Profiling von BIPOC zu reden. Dabei geht es weniger um direkte Beschimpfungen, sondern um die äußere Wahrnehmung der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft, die anhand von Reaktionen zur Sprache, Kleidung oder Verhalten stigmatisieren und BIPOC in angepasste Rollen drängt, um als "akzeptabel" oder "richtig" zu gelten.
Things Not To Say To A Non-Binary Person - BBC deepwatch
BBC lädt nicht-binäre Menschen ein über häufige Vorannahmen über deren Körper und Identität zu sprechen. „Es ist momentan so in Mode genderfluid zu sein“, „Sind deine Pronomen Er oder Sie oder They oder Was?“, „Welche Toilette benutzt du?“ und Anderes wird auf teilweise komödiantische und umgangssprachliche Weise thematisiert.
Mit:
Saskia Reed & Nadia Vogel, Saffron Kershaw-Mee & Jake Edwards, Roly West & Rosamund Liebeskind, Elecktra Snow & James Hughes.
In diesem Ted-Talk spricht die junge muslimische Amerikanerin aus Colorado, Amal Kassir, über ihren Ansatz, eine Lösung gegen die sich verstärkenden Mechanismen einer ethnischen Spaltung, die "growing ethnic division", zu finden. Ihre Antwort simpel - es fängt alles mit der einfachen Fragen an: "Wie heißt du?" Ihr Name, Amal, bedeutet Hoffnung. Doch zu oft werden ihr Namen zugeschrieben, die auf rassistischen, anti-muslimischen Zuschreibungen beruhen.