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Der Feminismus hat nicht versagt - Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern spricht mit taz-Journalistin Simone Schmollack über die Corona-Krise, Pflegeberufe und Feminismus. Das öffentliche Leben wird meist von Frauen in systemrelevanten Berufen aufrecht erhalten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder an den Supermarkt- und Drogeriekassen. Es sind Berufe, die finanziell nicht wertgeschätzt werden. Für Simone Schmollack hat die Politik versagt und nicht der Feminismus, der schon immer darauf gedrängt habe, diese Berufe besser zu stellen. Die Autorin hofft, dass nach jahrzehntelangen Versäumnissen die aktuellen Absichtsbekundungen nach der Krise in die Tat umgesetzt und Krankenpfleger*innen, Kassierer*innen und weitere Berufsgruppen besser bezahlt werden. Was muss außerdem gegen häusliche Gewalt getan werden? Braucht es eine neue Definition des Feminismus und können Differenzen zwischen feministischen Richtungen durch die Corona-Krise überwunden werden?

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Die Vorstellung, dass Frauen die besseren Eltern seien und eine natürlich stärkere Bindung zu Kindern haben, ist weit verbreitet. Gibt es einen chemischen Hintergrund dafür? Mai Thi Nguyen-Kim geht dieser Frage anhand chemischer, anthropologischer und psychologischer Erläuterungen auf den Grund.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung in der Schwangerschaft und fördert Wehen und Milchbildung. Auch beim anderen Elternteil wird das „Kuschelhormon“ erhöht – sowohl bei der Geburt des Kindes und sechs Monate später: Zu diesem Zeitpunkt war der Oxytocinspiegel bei beiden Eltern gleich hoch. Bei Vätern bzw. dem anderen Elternteil kann das durch Zeitverbringen, Fürsorgen oder Spielen mit den Kindern geschehen. Auch bei homosexuellen Paaren sind die Level gleich hoch. Außerdem soll die Vater- bzw. Elternschaft (der nicht schwangeren Person) den Testosteronspiegel senken. Bei Gehirnscans zeigte sich, dass eine Region im Gehirn, die für die Emotionsverarbeitung zuständig ist, aktiver wird, wenn Zeit mit Kindern verbracht wird – das geschieht stärker bei dem Teil der Familie, der sich stärker um das Kind kümmert. Bei heterosexuellen Paaren ist das häufig die Person in der Mutterrolle. Bei homosexuellen Paaren hingegen, ist schlichtweg die Person, die am meisten Zeit mit dem Kind verbringt. So hat Geschlecht keinen Einfluss darauf, sondern die Zeit, die aktiv mit dem Kind verbracht wird. Sie wirkt sich darauf aus, wie körperliche chemische Vorgänge sich auf die Fürsorge auswirken.

Mai Thi Nguyen-Kim spricht außerdem mit Natalia Reagan, Dozentin für Anthropologie und Primatologie und Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Entwicklungspsychologe. Sie sind sich einig: Väter können chemisch genauso gute Eltern sein wie Mütter – auch wenn es noch zahlreiche gesellschaftliche Hürden gibt wie die Gender Pay Gap und unterbezahlte Care-Arbeit.öäü

Lidia - Ich bin meine eigene Marionette - meinTestgelände

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Die Poetry Slammerin Lidia musste früh erwachsen werden. Als Waisenkind, das nicht in (Geschlechter-)Normen passt und Depressionen hat, wurde sie ständig gemobbt und hat Hassreden (hate speech) erfahren. Trotz allem zeigt sie, dass einen das alles nicht brechen muss, sondern Betroffene im Gegenteil sogar stärker machen kann - auch wenn es nicht immer leicht ist. Sie behandelt außerdem Themen der Freund*innenschaft, Vertrauen anderen und sich selbst gegenüber und die eigene Selbstfindung.

Sommerkörper - Chai mit Chale ShouShou - Chaimitchaleshoushou

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In vertrauter, persönlicher Atmosphäre schlürft Chale ShouShou mit ihren Zuschauer*innen Chai-Tee und spricht über Liebe, Sexualität, Beziehungen und Rassismus. In der ersten Folge geht es um das Phänomen des „Sommerkörpers“. Bilder auf den eigenen Körper gehen einher mit einer Art Entschuldigung für das eigene Dasein. So verspüren alle ein beschämtes, unsicheres Gefühl, egal welchen Körper sie haben. Chale ShouShou ermutigt dazu

„sich selbst zu gestatten, perfekt zu sein“

– in jedem Körper und in jeder Jahreszeit.

GRRRLs Voice: Was glaubst du, wer du bist?! - meinTestgelände

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Die GRRRLs Voice haben für den Frauentag ein Videobotschaft produziert, die auf die Selbstbestimmung von Mädchen* und Frauen* aufmerksam machen soll. Egal, ob es um Vorurteile, verbale Beleidigungen oder Sexismus geht — Mädchen* und Frauen* werden meist nicht ernstgenommen, insbesondere wenn sie nicht ins Klischee oder eben genau in diese Klischees fallen. Niemand hat das Recht, ihnen ihre eigenen Rechte und Freiheiten abzusprechen oder Macht auf sie auszuüben.

GRRRLs Voice - Du bist niemals schuld! - meinTestgelände

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Die Mädchen* der Grrrls Voice of HeRoes Duisburg senden mit diesem Video ein Statement gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen*. Sie appelieren auch für mehr Mut, darüber zu reden und sich Hilfe zu holen. Egal ob emotionale, verbale, digitale, häusliche, sexualisierte oder andere Formen der Gewalt — Betroffene dürfen sich nicht selbst dafür die Schuld geben oder Gewalt als normal empfinden.

Lebensläufe - Jasmin über ihre Ausbildung zur LKW-Fahrerin - meinTestgelände

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Jasmin hatte eigentlich schon immer Spaß an LKWs, weil sie es von ihrem Vater kennt. Doch Jasmins Eltern redeten ihr anfangs davon ab, später LKW-Fahrerin zu werden, weil der Vater ihr etwas anderes gewünscht hatte. Sie entschied sich also für eine Ausbildung in einem anderen Zweig und kehrte doch wieder zum LKW zurück. Im Alltag wundern sich viele, was eine Frau in einer Männerdomäne zu suchen hat. Diese gegenderten Vorurteile begegnen ihr tagtäglich. Und doch spricht sie unbeeindruckt über ihre Leidenschaft, die Freiheit, die sie beim Fahren hat und das negative Stigma, das an ähnlichen Berufen haftet. 

„Wie ich es sehe...“ Gender erklärt aus der Sicht von Jugendlichen - meinTestgelände

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Anhand von 10 Thesen erklären in diesem Video vier Jugendliche bzw. junge Erwachsene unterschiedlicher Hintergründe ihre Negativerfahrungen mit Genderrollen-, klischees und -vorurteilen. Gender bezeichnet das soziale bzw. kulturelle Geschlecht. Aus einer intersektionalen Perspektive (z. B. Religionszugehörigkeit) sprechen sie über die Einschränkungen, die sie in ihrer Jugend erleben oder erlebt haben. Dabei geht es unter anderem auch um strukturelle Ungleichheiten, Normativität, Equal Care-Arbeit, Sexismus, Empowerment und Aktivismus.

Das Video wurde als Gegenreaktion zu aktuellen populistischen und antifeministischen Debatten produziert.

Lidia // Perfekt unperfekt - meinTestgelände

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Lidia ist ein starkes Mädchen. Sie hasst Definitionen, die vorschreiben, wie Mädchen zu sein haben: Sie putzt nicht gern ihre Zähne, mag keine hohen Schuhe und hat keine Ahnung von Make-Up. Als Poetry Slammerin verarbeitet sie Gefühle wie ihre Wut über Geschlechterklischees, gesellschaftliche Rollenzwänge und den sexistischen Kommentaren, die ihr im Alltag begegnen. Sie erkennt schon früh, was Selbstbestimmtheit, innere Freiheit und Selbstliebe bedeuten. Sie reflektiert auch, dass wenn sie „typisch“-mädchenhafte Dinge tut, diese eben ganz für sie alleine sind - weil sie Bock drauf hat, und nicht weil irgendwer das von ihr möchte.

Iraki Brothers - Heimat (Instrumental by SeroProduktion) #gelände2016. Rap aus Duisburg - meinTestgelände

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„Ich bin allein und einsam. Raus aus der Heimat.“

Krieg, Flucht, Familien- und Heimatverlust. Die Iraki Brothers Aimen und Nour verarbeiten ihre Gedanken und Emotionen kreativ in ihrem Rapsong. In jungen Jahren mussten sie früh erwachsen werden und Sicherheit gegen ihr gewohntes Leben im Irak tauschen. Sie rappen darüber, dass sie, auch wenn nicht alles perfekt war, dennoch Heimweh haben. Ihr Werk entstand im Rahmen von #gelände 2016 während eines Rap-Workshops mit La Voice (Eck&Sey) und Sivaz (Charlatan Brothers). Es sollte dazu motivieren, ihre subjektive Sicht als Geflüchtete zu vermitteln. Das Video ist ein Live-Mitschnitt vom #gelände2016​-Abschlusskonzert im Kultopia in Hagen.

Instrumental: Sero Produktion