Gesundheit | Medizin

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Artikel und Publikationen
Beschreibung

Ariane Alter beleuchtet in dieser Folge der Late-Night-Show die deutsche Rechtslage zu Schwangerschaftsabbrüchen in all ihren grotesken und widersprüchlichen Facetten. Hier geht es nicht um „trockene“ Interviews mit Ärzt*innen, Organisationen oder emotionale Erfahrungsberichte. Es geht um die Absurdität, dass Schwangerschaftsabbrüche laut Paragraph §218 offizielle Straftaten sind und laut Paragraph §219 eine Informationseinschränkung besteht, die damit einen erschwerten Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen bilden. Darüberhinaus stellen hohe Kosten, Druck seitens sogenannter „Lebensschützer*innen" oder Lücken im Medizinstudium weitere Hürden dar.

Wieso schreibt sich Deutschland das Recht auf Meinungsfreiheit so groß auf die Fahne, aber Gynäkolog*innen dürfen nicht über Methoden des Schwangerschaftsabbruches informieren? Wieso werden Personen mit Uterus in vorgeschriebenen Schwangerschaftskonfliktberatungen in ihren Entscheidungen in Frage gestellt? Und warum sollten Schwangere, die abtreiben wollen, besser hinterfragen, bei welcher Stelle sie dieses Gespräch suchen?

Beschreibung

Innerhalb der letzten 15 Jahren (Stand Sommer 2019) ging die Zahl der Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, in Deutschland um 40 % zurück. Laut pro familia stehen deshalb viele vor der Herausforderungen, keine selbstbestimmte Wahl der drei Methoden des Schwangerschaftsabbruches treffen zu können, da das Angebot in Wohnortsnähe beschränkt ist: Nur noch 1200 Praxen und Kliniken in ganz Deutschland dienen als Anlaufstellen.

Ein Grund für diesen Rückgang des Versorgungsangebotes ist die unzureichende Ausbildung im Medizinstudium. Sebastian Meinberg besucht den sogenannten „Papaya-Workshop“ an der Charité Berlin. Der selbstorganisierte Kurs wird von den Medical Students for Choice organisiert, die diese Praxislücke im Medizinstudium für Interessierte schließen wollen. Dort lernen die Studierenden durch Eigeninitiative auch, wie die drei Methoden des Schwangerschaftsabbruches durchgeführt werden.

Zu Wort kommt u. a. Dr. med. Gabriele Halder, die wie andere den Rückgang praktizierender Ärzt*innen in einem Generationswechsel sieht. Das bedeutet jedoch nicht gleich, dass die jüngere Generation sich weniger dafür einsetzt. Vielmehr spielt das gesellschaftlich-politische Klima eine entscheidende Rolle, was ein Interview mit einer angehenden Fachärztin zeigt: Welche Bedrohung stellen u.a. christliche Fundamentalist*innen für praktizierende Ärzt*innen dar? Wie schränkt die anhaltende Rechtslage der Paragrafen §218 und §219a Ärzt*innen ein?

Beschreibung

Dr. Heidi Hutner ist Direktorin des Sustainability Studies Programs der Stony Brook University und unterrichtet zu Klimagerechtigkeit, Ökofeminismus und Medien. Sie spricht über ihre persönliche Geschichte mit Krebs. Nachdem ihre Eltern an Krebs starben, erkrankte sie selbst mit 32 Jahren daran und musste ihren Kinderwunsch in Frage stellen. Dass das Aufkommen von Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen ist, ist kein Zufall. Die Klimakrise und Umweltverschmutzung sind maßgeblich beteiligt. Obwohl sie persönliche Entscheidungen trifft, toxische Produkte von sich und ihrem Kind fernzuhalten, ist sie tagtäglich krebsfördernden Stoffen ausgesetzt. Es ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Bewegungen wie der Women Strike for Peace sind Beispiele dafür, wie Frauen sich ökofeministisch gegen Nuklearwaffen organisiert haben. Solche Errungenschaften feministischer Ökoaktivist*innen geben Hutner Hoffnung.

Der Feminismus hat nicht versagt - Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern spricht mit taz-Journalistin Simone Schmollack über die Corona-Krise, Pflegeberufe und Feminismus. Das öffentliche Leben wird meist von Frauen in systemrelevanten Berufen aufrecht erhalten – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder an den Supermarkt- und Drogeriekassen. Es sind Berufe, die finanziell nicht wertgeschätzt werden. Für Simone Schmollack hat die Politik versagt und nicht der Feminismus, der schon immer darauf gedrängt habe, diese Berufe besser zu stellen. Die Autorin hofft, dass nach jahrzehntelangen Versäumnissen die aktuellen Absichtsbekundungen nach der Krise in die Tat umgesetzt und Krankenpfleger*innen, Kassierer*innen und weitere Berufsgruppen besser bezahlt werden. Was muss außerdem gegen häusliche Gewalt getan werden? Braucht es eine neue Definition des Feminismus und können Differenzen zwischen feministischen Richtungen durch die Corona-Krise überwunden werden?

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Die Vorstellung, dass Frauen die besseren Eltern seien und eine natürlich stärkere Bindung zu Kindern haben, ist weit verbreitet. Gibt es einen chemischen Hintergrund dafür? Mai Thi Nguyen-Kim geht dieser Frage anhand chemischer, anthropologischer und psychologischer Erläuterungen auf den Grund.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung in der Schwangerschaft und fördert Wehen und Milchbildung. Auch beim anderen Elternteil wird das „Kuschelhormon“ erhöht – sowohl bei der Geburt des Kindes und sechs Monate später: Zu diesem Zeitpunkt war der Oxytocinspiegel bei beiden Eltern gleich hoch. Bei Vätern bzw. dem anderen Elternteil kann das durch Zeitverbringen, Fürsorgen oder Spielen mit den Kindern geschehen. Auch bei homosexuellen Paaren sind die Level gleich hoch. Außerdem soll die Vater- bzw. Elternschaft (der nicht schwangeren Person) den Testosteronspiegel senken. Bei Gehirnscans zeigte sich, dass eine Region im Gehirn, die für die Emotionsverarbeitung zuständig ist, aktiver wird, wenn Zeit mit Kindern verbracht wird – das geschieht stärker bei dem Teil der Familie, der sich stärker um das Kind kümmert. Bei heterosexuellen Paaren ist das häufig die Person in der Mutterrolle. Bei homosexuellen Paaren hingegen, ist schlichtweg die Person, die am meisten Zeit mit dem Kind verbringt. So hat Geschlecht keinen Einfluss darauf, sondern die Zeit, die aktiv mit dem Kind verbracht wird. Sie wirkt sich darauf aus, wie körperliche chemische Vorgänge sich auf die Fürsorge auswirken.

Mai Thi Nguyen-Kim spricht außerdem mit Natalia Reagan, Dozentin für Anthropologie und Primatologie und Prof. Dr. Andreas Eickhorst, Entwicklungspsychologe. Sie sind sich einig: Väter können chemisch genauso gute Eltern sein wie Mütter – auch wenn es noch zahlreiche gesellschaftliche Hürden gibt wie die Gender Pay Gap und unterbezahlte Care-Arbeit.öäü

Sommerkörper - Chai mit Chale ShouShou - Chaimitchaleshoushou

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Beschreibung

In vertrauter, persönlicher Atmosphäre schlürft Chale ShouShou mit ihren Zuschauer*innen Chai-Tee und spricht über Liebe, Sexualität, Beziehungen und Rassismus. In der ersten Folge geht es um das Phänomen des „Sommerkörpers“. Bilder auf den eigenen Körper gehen einher mit einer Art Entschuldigung für das eigene Dasein. So verspüren alle ein beschämtes, unsicheres Gefühl, egal welchen Körper sie haben. Chale ShouShou ermutigt dazu

„sich selbst zu gestatten, perfekt zu sein“

– in jedem Körper und in jeder Jahreszeit.