Gender

Hier finden Sie alle Audio- und Video-Inhalte zum Thema. Über den Button gelangen Sie zu unseren schriftlichen Artikeln und umfangreicheren Publikationen.

Artikel und Publikationen

Hermes & Aphrodite | Animierter Kurzfilm - Invisible Avantgarde

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Sascha wird bis zum Teeniealter von allen als Mädchen wahrgenommen. Doch unter Gleichaltrigen wird bereits getuschelt, weil Sascha kein „typisches“ Mädchen ist. Irgendwann stellt Sascha fest, dass Sascha mehr als ein Mädchen ist und vertraut sich der Mutter an. Nachdem die Familie beim Arzt war, wird Intergeschlechtlichkeit festgestellt. 

Intergeschlechtlichkeit bezieht sich auf eine „uneindeutige“ biologische Zuordnung in ein binäres Geschlechtersystem, also männlich oder weiblich. Dabei kann es sich auf die inneren und äußeren Geschlechtsteile oder Körpermerkmale, Hormone oder Chromosomensätze beziehen. Es kann von Geburt an oder, wie bei Sascha, erst im Laufe der Zeit sichtbar werden.

Der Arzt im Kurzfilm empfiehlt eine Hormonbehandlung und geschlechtsangleichende Operation , sodass Sascha körperlich zu einer biologischen Frau werden kann. Auch Saschas Mutter fürchtet um ihre Wunschvorstellung, dass Sascha ein „normales“ heteronormatives Leben mit Kindern in der Zukunft führt. Alles wird zu viel und Sascha haut ab. Versunken in einer mystischen Welt mit Schaman*innen, griechischen Sagen des Hermaphroditos und zauberhafter Natur, findet Sascha hier Frieden mit sich selbst und auch den Eltern – und zwar so, wie Sascha nun mal ist.

Spaltet Gendern die Gesellschaft? StudioM - MONITOR - Monitor

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Georg Restle diskutiert mit Journalistin Şeyda Kurt, Schriftsteller Nele Pollatschek und Prof. Gesine Schwan, Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, über das Gendern. Wie ist der Weg zu genderneutraler Sprache? Ist sie nötig? Kann das Gendersternchen helfen, Diskriminierungen entgegenzutreten? Stehen materielle Ungerechtigkeiten vor sprachlichen? Spaltet die Gender-Debatte?

„Jeder Satz, den ich benutze, ist politisch“, sagt Journalistin Şeyda Kurt. Sie betont, dass wir alle gendern, unsere Sprache ist immer vergeschlechtlicht – meistens eben zugunsten der maskulinen Form. Das generische Maskulinum macht die Vielfalt der Gesellschaft unsichtbar und führt sprachliche Gewalt fort. So ist Sprache keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für eine gerechte Gesellschaft.

Hingegen plädiert Nele Pollatschek: „Der Weg zu Gleichheit ist Gleichheit – gleiche Formen für alle“. Sie bezeichnet sich selbst als Schriftsteller und sieht eine „zwanghafte Markierung in Sprache“ als diskriminierend und hierarchisierend. Dabei ist die Endung „in“ diskriminierend und soll abgeschafft werden. Sie führt das englische Beispiel an, das die weiblich markierte Form ablehnt. Pollatschek sieht sich damit in der radikal feministischen Tradition.

Hingegen argumentiert Gesine Schwan, dass das Gendern spaltet und sich die Gesellschaft somit auch in kollektive Identitäten spaltet. Für Kurt ist die Spaltung ohnehin existent und es geht in der Debatte eher darum: „Wer darf was sagen? Wer darf mich kritisieren?“

Fee - Was mit Rosa geschah - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Die Poetry-Slamerin Fee nimmt in ihrem Werk die Perspektive des 17-jährigen Jakobs ein. Dabei beschreibt sie den schmerzhaften Abschied Jakobs von Rosa, der das Gefühl hatte, Rosas Eltern ihre einzige geliebte „kleine Prinzessin“ wegzunehmen. Geplagt von etlichen Schuldgefühlen kämpft sich Jakob mental und körperlich in der Kindheit und in der Jugend durch, um endlich zu seinem persönlichen Ziel zu kommen: endlich nicht mehr Rosa, sondern Jakob sein zu können.

Lidia - Stop! Du bist schön! - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

In diesem Video reflektiert Lidia die Internalisierung von Schönheitsidealen, speziell von Mädchen* und Frauen*. Es wird nicht nur das eigene verzerrte Körperbild angesprochen, sondern auch der Umgang mit anderen Körpern. Lidia spricht auch über die Macht der Medien, die Körperwahrnehmungen beeinflussen und dazu führen können, dass Menschen sich selbst und andere nicht leiden können. Sie ermutigt Jugendliche bzw. Menschen sich selbst und den eigenen Körper mehr zu akzeptieren und zu lieben.

Lebensläufe - Jasmin über ihre Ausbildung zur LKW-Fahrerin - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Jasmin hatte eigentlich schon immer Spaß an LKWs, weil sie es von ihrem Vater kennt. Doch Jasmins Eltern redeten ihr anfangs davon ab, später LKW-Fahrerin zu werden, weil der Vater ihr etwas anderes gewünscht hatte. Sie entschied sich also für eine Ausbildung in einem anderen Zweig und kehrte doch wieder zum LKW zurück. Im Alltag wundern sich viele, was eine Frau in einer Männerdomäne zu suchen hat. Diese gegenderten Vorurteile begegnen ihr tagtäglich. Und doch spricht sie unbeeindruckt über ihre Leidenschaft, die Freiheit, die sie beim Fahren hat und das negative Stigma, das an ähnlichen Berufen haftet. 

„Wie ich es sehe...“ Gender erklärt aus der Sicht von Jugendlichen - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Anhand von 10 Thesen erklären in diesem Video vier Jugendliche bzw. junge Erwachsene unterschiedlicher Hintergründe ihre Negativerfahrungen mit Genderrollen-, klischees und -vorurteilen. Gender bezeichnet das soziale bzw. kulturelle Geschlecht. Aus einer intersektionalen Perspektive (z. B. Religionszugehörigkeit) sprechen sie über die Einschränkungen, die sie in ihrer Jugend erleben oder erlebt haben. Dabei geht es unter anderem auch um strukturelle Ungleichheiten, Normativität, Equal Care-Arbeit, Sexismus, Empowerment und Aktivismus.

Das Video wurde als Gegenreaktion zu aktuellen populistischen und antifeministischen Debatten produziert.

Lidia // Perfekt unperfekt - meinTestgelände

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung

Lidia ist ein starkes Mädchen. Sie hasst Definitionen, die vorschreiben, wie Mädchen zu sein haben: Sie putzt nicht gern ihre Zähne, mag keine hohen Schuhe und hat keine Ahnung von Make-Up. Als Poetry Slammerin verarbeitet sie Gefühle wie ihre Wut über Geschlechterklischees, gesellschaftliche Rollenzwänge und den sexistischen Kommentaren, die ihr im Alltag begegnen. Sie erkennt schon früh, was Selbstbestimmtheit, innere Freiheit und Selbstliebe bedeuten. Sie reflektiert auch, dass wenn sie „typisch“-mädchenhafte Dinge tut, diese eben ganz für sie alleine sind - weil sie Bock drauf hat, und nicht weil irgendwer das von ihr möchte.